Bischof Joseph Maria Bonnemain hat seinen eigenen Schutzengel: den «L'Ange Protecteur» von Niki de Saint Phalle. (Bild des «L'Ange Protecteur» von JoachimKohler-HB, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons; Collage von swiss-cath.ch)

Kirche Schweiz

Bischof Bon­ne­main meets Niki de Saint Phalle

Am Sonn­tag endete das Bis­tums­jahr 2025 – 26 des Bis­tums Chur mit einem Anlass im HB Zürich. Von die­sem Bis­tums­jahr dürf­ten die wenigs­ten Gläu­bi­gen etwas mit­be­kom­men haben, gab es in den ver­gan­ge­nen zwölf Mona­ten doch gerade ein­mal drei Anlässe. Sinn und Zweck die­ses Bis­tums­jah­res blei­ben im Dunkeln.

Am Dreifaltigkeitssonntag 2025 startete das Bistum Chur sein «Bistumsjahr» in Chur – nicht etwa in der Kathedrale, sondern auf dem Arcas-Platz in der Altstadt. Man wolle dort sein, wo das Leben hörbar sei, so damals die Erklärung von Eric Petrini vom Organisationsteam.

In seiner Homilie erklärte Bischof Joseph Maria Bonnemain den Sinn des kommenden Jahres wie folgt: «Es geht darum, eine Dynamik im Bistum zu entfachen, die wie Sauerteig und Katalysator mitten in der Gesellschaft wirken sollte. Es geht um eine geistige Vitalität, welche die Geschwisterlichkeit in Kirche und Gesellschaft, einen wagemutigen sozialen bzw. diakonischen Einsatz und ein freudiges Weiterschenken der Frohbotschaft überall zustande bringt.»

Es blieb unklar, wie diese Dynamik im Bistum entstehen und am Leben hätte gehalten werden können, denn es waren insgesamt nur drei Anlässe vorgesehen, je einer pro Bistumsregion. Wir wollen die Pfarreien und Ortsgemeinschaften nicht mit zusätzlichen Anlässen belasten, schrieb Bischof Bonnemain bei der Ankündigung des Bistumsjahres. Mit den drei geplanten, «bunten Anlässen soll die Freude des Evangeliums nicht nur verkündet, sondern glaubhaft und mitten unter den Menschen gelebt werden. Es sollen Zeichen der Hoffnung gesetzt werden, um eine neue Dynamik der Zuversicht zu entfachen.»

Natürlich gab es auch einen ideologischen Unterbau zu dieser Praxis: Das Bistumsjahr ruhte auf den drei Pfeilern Synodalität, Diakonie und Evangelisierung resp. im Hören, Handeln und Hoffen; während des Bistumsjahres sollten alle Gottesdienste, Anlässe und Veranstaltungen vor Ort unter diesem Gesichtspunkt begangen werden.

Die Bistumsleitung hoffte, dass sich aus den Begegnungen an den drei Anlässen Neues entwickelt und diese eine Grundlage bilden «für das gemeinsame Unterwegssein, die synodale Gestaltung der Kirche in unserem Bistum und die anstehenden Transformationsprozesse». «Wie sich aus drei ‹bunten Anlässen› eine Dynamik der Erneuerung entwickeln soll, bleibt ein Geheimnis der Bistumsleitung, vielleicht noch grösser als das Geheimnis der Dreifaltigkeit», schrieb «swiss-cath.ch» damals.

Treffpunkt Hauptbahnhof
Eine Dynamik entwickelte sich im Bistum Chur nicht: In den meisten Pfarreien war während des vergangenen Jahres nichts von «Hören, Handeln und Hoffen» zu spüren. Nahmen in Chur – vermutlich dank neugierigen Einheimischen und Touristen – immerhin 800 Personen am Bistumstag teil, fanden sich am zweiten Bistumstag in Ingenbohl gerade noch 600 Personen ein. Es galt also, am letzten Bistumstag und Abschlussanlass mit voller Kelle anzurühren, um diese Scharte auszuwetzen Da er in der finanziell starken Bistumsregion Zürich-Glarus stattfand, liess sich dies problemlos bewerkstelligen.

Natürlich durfte es auch in Zürich keine Kirche sein, bei der man sich traf – nein, der HB Zürich wurde auserkoren. Wer die Mietpreise für den HB Zürich kennt, rieb sich bei dieser Ankündigung erstaunt die Augen. Neben einer Eucharistiefeier gab es ein Rahmenprogramm mit Tanz, Musik und Gesprächsveranstaltungen. Nebenbei präsentierten die Dienststellen und Vertreter des Bistums an 30 Ständen ihre Arbeit.

«Rund 5000 Gläubige, 2000 ausgeteilte Hostien, 140 Minis. Bischof Joseph Maria & sein Team treffen den Nerv der Zeit», schwärmt die Kommunikationsverantwortliche des Bistums Chur im Lead ihrer Mitteilung auf der Homepage des Bistums. 5000 Gläubige, aber nur 2000 «ausgeteilte Hostien»? Es gab nicht genügend Hostien für alle Gläubigen, da die Organisatoren nicht mit einem solch grossen Ansturm gerechnet hatten. Warum es zu wenig Hostien, aber genügend Mittagessen gab, entzieht sich unseren Kenntnissen.

Die Kollekte wurde für die Arbeit mit jungen Menschen der Don Bosco Jugend aufgenommen. Eigentlich war im Bistum Chur an diesem Sonntag die Kollekte für das Priesterseminar St. Luzi vorgeschrieben. Vermutlich dachte Bischof Bonnemain aber für einmal zu Recht, es lohne sich ohnehin nicht, für das verwaiste Seminar Geld zu sammeln. Besonders spendabel waren die anwesenden 5000 Gläubigen ohnehin nicht: Gerade einmal Fr. 3500 kamen zusammen. Oder, was eher zutreffen dürfte: War die Zahl von 5000 teilnehmenden Gläubigen schlicht zu hochgegriffen, sprich dem Wunschdenken der Bistumsleitung entsprungen?

Festmahl für alle am Ende der Zeit
In seiner Predigt ging Bischof Joseph Maria Bonnemain auf das Bild vom Himmelreich als Festmahl ein, zu dem alle Menschen eingeladen sind. Als Gläubige sind wir dazu berufen, diese Botschaft in unsere Welt hineinzutragen. In der aktuellen Lage von Welt und Kirche sei es umso dringender und aktueller, die Einladung wahr- und ernst zu nehmen. «Geht hinaus und bringt die göttliche Einladung. Die Kirche ist schliesslich seit der Zeit der ersten Christen eine Mission, eine Sendung, eine Einladung an alle Menschen.» Das Bistumsjahr ist jetzt zu Ende, aber in Wahrheit stehen wir immer noch am Anfang. «Als Trägerinnen und Träger der Hoffnung Gottes sollten wir weiterhin – durch und durch – immer mehr – eine diakonische Kirche werden.» Der Bischof mahnte: «Nur durch das gute Hinhören auf die Herzschläge seiner [Christi] Liebe, werden wir die nötige Sensibilität, Feinfühligkeit und Empathie für die Anliegen der anderen haben. Ja, hören, handeln und hoffen bleiben untrennbar miteinander verbunden und begleiten uns weiterhin – auch in den kommenden Jahren.»

Den Abschluss des Bistumsjahres bildete eine ökumenische Vesper im Grossmünster, um als Gemeinschaft der Christen den gemeinsamen Glauben zu feiern. «Diese Gebetsstunde erachte ich als erfüllende Krönung des vor einem Jahr begonnenen Glaubensweges.» Es sei aber kein ökumenischer Anlass, betonte Bischof Bonnemain, denn: «Wir alle sind lebendige Glieder eines einzigen Leibes: Eine Hoffnung, eine Berufung, ein Vater, ein Gott, ein Glaube, eine Taufe […] Gemeinsam möchten wir Teil einer Kirche sein, die niemanden ausschliesst, die allen ein Zuhause bietet und in der alle willkommen sind. Nur so werden wir Botschafterinnen und Botschafter, Vermittlerinnen und Vermittler des wahren, anhaltenden Friedens sein.»

Während an der Wallfahrt von «Kirche in Not» in Einsiedeln der verfolgten Christinnen und Christen weltweit gedacht wurde und Kardinal Kurt Koch daran erinnerte, dass das Martyrium zum Wesen des Christentums gehört, meinte zeitgleich Bischof Bonnemain in Zürich: «Ich wollte durch die zum Abschluss des Bistumsjahres in der Hauptbahnhofhalle gefeierten Eucharistiefeier bewusst unterstreichen, dass wir Christen uns mitten in der Welt sehr wohlfühlen, in der Gegenwart und beschäftigt mit all den Herausforderungen unserer Zeit.»

Durch drei publikumswirksam gestaltete Anlässe entstand im Bistum Chur nicht die von der Bistumsleitung erhoffte Dynamik, wurde es nicht zum Sauerteig. Das überrascht nicht. Es überrascht vielmehr, dass die Bistumsleitung weiterhin an diesem Narrativ festhält. Wirksame Erneuerung entsteht durch die unverkürzte Verkündigung unseres Glaubens an Jesus Christus, nicht durch Smalltalk in einer lauten und hektischen Bahnhofshalle, durch das Lebenszeugnis von Frauen und Männern und nicht durch Menschen, die an einem belebten Ort ein «Fratelli-tutti-Fest» feiern.


Rosmarie Schärer
swiss-cath.ch

E-Mail

Rosmarie Schärer studierte Theologie und Latein in Freiburg i. Ü. Nach mehreren Jahren in der Pastoral absolvierte sie eine Ausbildung zur Journalistin.


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Bemerkungen :

  • Johanna-Jessica OFS 06.06.2026 um 19:32
    Mit Bedauern lese ich so manchen Kommentar, der sehr böswillig formuliert scheint. Derlei Gedanken hebe ich mir üblicherweise für Leute wie Natalie Rickli auf, welche die Pflege faktisch ruinieren... Sie sind mir nicht fremd. Dich behalte ich sie bewusst oft für mich.

    Auf mich machte der Bistumstag Eindruck, im positiven Sinne. Vielleicht bin ich einfach zu naiv, keine Ahnung. Mir geht es nicht um Bischof Bonnemain, als Person. (Diese Frage stellt sich mir bei Ämtern allgemein nicht, sie SIND einfach.)

    Ich fand es eher eindrücklich, gerade in der enorm kränkelnden "Welt" den Himmlischen Arzt anzutreffen. Sein Licht der Hoffnung, in so viel Dunkelheit!
    Dass es zu wenig Hostien gab, fand ich bedauerlich — und gleichzeitig auch wunderschön: was für ein Andrang, in Zeiten, in denen unsere Heilige Mutter Kirche oft "tot geredet" wird, die Gott oft nicht sehen WILL!
    Es war schön, auch einige, bekannte Gesichter zu sehen: ein kleines Zeichen der grossen, geschenkten Einheit, vielleicht sogar über so manche, kleine Meinung hinweg...
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    Sabine Steffen 03.06.2026 um 21:51
    «Ich wollte durch die zum Abschluss des Bistumsjahres in der Hauptbahnhofhalle gefeierten Eucharistiefeier bewusst unterstreichen, dass wir Christen uns mitten in der Welt sehr wohlfühlen, in der Gegenwart und beschäftigt mit all den Herausforderungen unserer Zeit.»

    Herr Bischof ich nicht! Ich fühle mich in der Welt nicht sehr wohl, wo alles strotzt von Lug und Betrug wohin man nur schaut! Ich spreche Ihnen das Recht ab, in meinem Namen zu sprechen. Ich als Christ fühle mich nicht in der Welt wohl, sondern in der Kirche!
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      Martinus trevirensis 04.06.2026 um 13:26
      Naja, leider, wirklich leider erleben ich auch in der Kirche Lug und Trug, Missbrauch, Gewalt, Ungerechtigkeit, auf allen Ebenen und von links und rechts. Vielleicht ist grade der Weg der Kirche in der Nachfolge Christi zu den Menschen in der Welt mit ihrer Freude und Hoffnung, Trauer und Angst ein Weg der Heilung ein Weg der Heilung? Jedenfalls steht der Kirche ein bisschen Bescheidenheit in Urteil über die "Welt" gut an...
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    Lisa Stuflesser 03.06.2026 um 21:44
    Was Bonnemain hier abzieht ist wirklich obszön!
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      Hansjörg 06.06.2026 um 18:19
      Bischof Bonnemain ist nahe bei den Bürgern und bei den Gläubigen. Er ist eine guter Bischof, andernfalls würde der Papst ihn nicht über die offizielle Altersgrenze im Amt lassen.
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        Edith Fuchs 06.06.2026 um 22:32
        Was mir zählt ist Nähe zu Gott und Menschen zu Gott führen. Nicht sich selbst in Szene setzen.
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    P. Felber 03.06.2026 um 20:57
    Früher gab es katholisch, reformiert, freikirchlich, buddhistisch, spirituell, atheistisch und unentschlossen. Heute sind wir offenbar alle auf dem Weg zur grossen ökumenisch-interreligiös-synodalen Wohlfühlgemeinschaft. Die einzige Bedingung lautet: Niemand darf behaupten, recht zu haben. Wer sagt, zwei plus zwei sei vier, gilt bereits als spaltend. Wer behauptet, Jesus Christus sei der einzige Erlöser, bewegt sich gefährlich nahe an der Intoleranz. Wer gar von Bekehrung spricht, riskiert den Ausschluss aus dem Inklusionszirkel. Wie viel einfacher ist es doch, wenn Wahrheit durch Begegnung ersetzt wird. Dann kann man mit allen fusionieren: Katholiken mit Protestanten, Christen mit Nichtchristen, Gläubige mit Ungläubigen, und wenn es so weitergeht, vielleicht sogar das Bistum Chur mit den SBB. Der Hauptbahnhof als neue Kathedrale wäre ja bereits getestet. Das Schöne an einer Kirche ohne Wahrheitsanspruch ist, dass sich niemand mehr ärgern muss. Das Problem ist nur: Auch niemand mehr bekehren, opfern oder als Märtyrer sterben würde. Die Apostel hätten sich ihre Mühen sparen können. Ein paar Workshops zum gegenseitigen Zuhören hätten genügt. Vielleicht hatte Christus doch einen Grund, weshalb er nicht sagte: «Ich bin die Begegnung und das Wohlgefühl», sondern: «Ich bin die Wahrheit.»
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    Anton Schmid 03.06.2026 um 20:55
    Gibt es denn keine schöneren Orte als in einem Bahnhof zwischen Pommesbuden die heilige Messe zu feiern. Wir haben doch früher gelernt, die Eucharistie wäre etwas kostbares und heiliges?
    • user
      Gregor Thalmann 04.06.2026 um 03:57

      In meiner Jugendzeit lernten wir, dass Jesus in der Hostie ist und somit wir Jesus essen. Es wurde mir als Ministrant auch beigebracht, dass nur der Pfarrer die Hostie berühren darf und sie dem Gläubigen direkt in den Mund gegeben werden muss. Seit vielen Jahren lese ich auch, dass die Wandlungsworte, die Jesus seinen Jüngern lehrte, verändert wurden. Meine Frage: Isst man mit der Hostie eigentlich noch Jesus oder isst man eine Oblate wie im Weihnachtsgebäck. Als älterer Herr wäre ich der Redaktion und den Leserbriefschreibern um Antwort dankbar. Auf meine Frage habe ich in den letzten Jahren keine befriedigende Antwort bekommen.

      • user
        Redaktion 05.06.2026 um 16:16
        Sehr geehrter Herr Thalmann
        Die Lehre der Katholischen Kirche ist in diesem Punkt klar: Mit der konsekrierten Hostie empfangen wir wirklich den Leib Christi. Christus ist real gegenwärtig, nicht einfach nur als eine Idee oder ein Symbol.
        Die Kirche erlaubt sowohl die Mund- wie auch die Handkommunion.
        Die Wandlungsworte sind unverändert. Papst Benedikt XVI. hatte für die deutsche Fassung eine Änderung vorgeschlagen, die sich jedoch nicht überall durchgesetzt hat. So sollte «für alle» durch «für viele» ersetzt werden, da dies dem Originaltext entspricht. Damit sollte aber nicht der universale Heilswillen Gottes eingeschränkt werden.
        Ich hoffe, Ihnen mit diesen Antworten weitergeholfen zu haben.
        Rosmarie Schärer, Redaktion
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        Stefan Fleischer 06.06.2026 um 07:17
        «Anfang der Weisheit ist die Gottesfurcht, / die Kenntnis des Heiligen ist Einsicht. (Spr 9,10) Solange in unserer Kirche die Gottesfurcht (nicht zu verwechseln mit der Angst vor Gott) de facto tabu bleibt, ist Hopfen und Malz verloren. Solange Gott, der Vater, der Allmächtige, sein Sohn, unser Erlöser aus Sünde und Schuld und der gerechte Richter, der kommen wird, und der Heilige Geist als Lehrer der ganzen katholischen, allumfassenden Lehre nicht wieder offen und überzeugt verkündet werden, fehlt uns jene Weisheit, welche es braucht, um den Menschen jene Erlösung zu vermitteln, welche zur ewigen Heimat führt. «Wenn wir unsere Hoffnung nur in diesem Leben auf Christus gesetzt haben, sind wir erbärmlicher daran als alle anderen Menschen.» (1.Kor 15,19)
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    Walter Neuer 03.06.2026 um 19:47
    Eine Eucharistiefeier in einer Profanbaute wie einem Hauptbahnhof ist ein Greuel.
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    Alexander Zahner 03.06.2026 um 18:01
    Ich schäme mich für das Gehabe von Bischof Bonnemain. Seine Rede auf der Fratelli-Tutti-Party in der Bahnhofshalle war ein krampfhaftes Festhalten am Aggiornamento-Kurs der 60er Jahre. Er ist schon ein alter Mann und wird es nicht mehr einsehen.

    "Ihr Ehebrecher! Wisst ihr nicht, dass Freundschaft mit der Welt Feindschaft mit Gott ist?" - Apostel Jakobus, Neues Testament
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    Katrin Bieber 03.06.2026 um 17:54
    "Am Dreifaltigkeitssonntag 2025 startete das Bistum Chur sein «Bistumsjahr» in Chur – nicht etwa in der Kathedrale, sondern auf dem Arcas-Platz in der Altstadt. Man wolle dort sein, wo das Leben hörbar sei, so damals die Erklärung von Eric Petrini vom Organisationsteam."

    Wenn es schon so los geht - das Leben (Jesus Christus spricht: Ich bin das Leben) ist auf dem Marktplatz und nicht in der Kathedrale, dann ist schon etwas grundsätzlich falsch. Wir ja hier nicht bei "Also sprach Zarathustra" der auf dem Marktplatz verkündet "Gott ist tot!"

    So betonte Bischof Bonnemain, denn: "Gemeinsam möchten wir Teil einer Kirche sein, die niemanden ausschliesst."

    Aber auf die frommen Katholiken, die zu über tausend Jahren Tradition aufrecht stehen wollen, hinter den Kulissen mit brutaler Gewalt eindreschen? Pfui!

    Ich nütze diese Gelegenheit für die swiss cath Berichterstattung ausdrücklich zu danken.
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    Martin Meier-Schnüriger 03.06.2026 um 13:15
    "Sensibilität, Feinfühligkeit und Empathie für die Anliegen der anderen" - schöne Worte! Doch wo bleiben im Bistum Chur und überhaupt in der deutschsprachigen Schweiz Sensibilität, Feinfühligkeit und Empathie für die Anliegen der kirchentreuen Priester und Laien?
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    Gorki Butcheck 03.06.2026 um 13:07
    Und einmal mehr geht es nur um Bischofs-Bashing. Selbstgerechte Nörgelei und Besserwisserei, halbpatzige Theologie.
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      Roland Graf 03.06.2026 um 16:08
      Laut Definition bezeichnet Bashing "eine unsachliche, oft emotionale und herabwürdigende Kritik an Personen, Gruppen oder Dingen". Tatsache ist, dass sich der Bischof seit Beginn seiner "Regierungszeit" durchaus sachlichen und fundiert vorgebrachten Ratschlägen verweigert (Hören), so handelt, wie es bei den Mainstream-Medien am Besten ankommt und im Übrigen schaltet und waltet, wie er will (Handeln). Da ist guter Rat teuer und es bleibt allein die Hoffnung − als Tugend in der übernatürlichen Form übrig. Das ist mein Eindruck zur Praxis der drei Säulen "Hören, Handeln und Hoffen" und das eben nicht nur während des Bistumsjahres.
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    Roberto 03.06.2026 um 12:43
    Einen Kirchenevent kritisch zu würdigen, ist ja für einen Outsider immer zulässig und auch erwünscht. Aber die Leute, welche ihren Lohn von der Kirche beziehen, hauen ihre eigenen Kollegen in die Pfanne…echt lustig…
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      Redaktion 03.06.2026 um 12:54
      Swiss-cath.ch ist unabhängig und lebt ausschliesslich von Spenden.
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    Stefan Fleischer 03.06.2026 um 10:27
    Was mir dabei unwillkürlich in den Sinn kam, war die Stelle der Schrift: «Wenn wir unsere Hoffnung nur in diesem Leben auf Christus gesetzt haben, sind wir erbärmlicher daran als alle anderen Menschen.» (1.Kor 15,19) Ich weiss, es wurde auch vom himmlischen Festmahl gesprochen. Aber so wie es bis zu mir kam war es eher eine Vertröstung auf das Jenseits, weil die Vertröstung auf das Diesseits der modernen Theologie von immer weniger Katholiken ernst genommen wird, und um zu beweisen, dass man noch nicht ganz zu einem Verein für moralische Aufrüstung und/oder ein Player in der Freizeitindustrie geworden ist. «Euch aber muss es zuerst um sein (Gottes) Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann (und nur dann) wird euch alles andere dazugegeben.» (Mt 6,33) Doch wer kennt diese Schriftstelle heute noch? Bitte entschuldigt den bitteren Ton. Aber es musste einmal gesagt werden.
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    Claudio Tessari 03.06.2026 um 08:53

    Ist doch auch schade, dass am Dreifaltigkeitssonntag, wedet das Evangelium noch die Lesungen dazu verkündet wurden, noch auf dieses grosse Fest eingegangen wurde. Leider ist es heute keine Seltenheit, dass der Mensch in der Heiligen Messe im Fokus steht und leider nicht mehr Gott. Wenn ja gerade so viele Leute kommen, wäre dass doch so eine gute Gelegenheit gewesen, um auf dieses Mysterium einzugehen. Aber vielleicht hat der letzte Satz des Evangeliums nicht gepasst: Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des einzigen Sohnes Gottes geglaubt hat.