«Es gibt keine grössere Liebe, als sein Leben hinzugeben» (Joh 15,13). Unter dieses Bibelzitat stellt Bischof Antonio Suetta seinen Hirtenbrief «über die Nächstenliebe und die Verkündigung der Liebe Gottes an die Muslime in unserem Gebiet», der an Pfingsten 2026 veröffentlichte wurde. Als Motivation für sein Schreiben gibt er zwei Gründen an.
Taten statt Worte
Der erste Grund liegt in dem von Papst Leo XIV. ausgerufenen Franziskus-Jahr: Die Kirche feiert dieses Jahr den 800. Geburtstag des Poverello. Nach dem Wunsch des Pontifex soll während dieses Jahres (10. Januar 2026 bis 10. Januar 2027) jeder gläubige Christ nach dem Vorbild des Heiligen von Assisi selbst zum Vorbild für ein heiliges Leben und zum ständigen Zeugen des Friedens werden.
Bischof Suetta verweist auf die grosse Zahl von Nicht-Christen in seiner Diözese und fragt, was der Schutzpatron Italiens den Menschen heute zu sagen hat. Er erinnert an ein Ereignis aus dem Leben des Heiligen. «Es war im Jahr 1219, als der einfache Mönch aus Assisi in Ägypten beschloss, die Grenze des Kreuzritterlagers zu überschreiten und den Anführer der gegnerischen Seite zu treffen, bewaffnet nur mit seiner Kutte und seinem Glauben.» Bischof Suetta spricht hier auf die berühmte Begegnung zwischen dem heiligen Franziskus und dem Sultan an. Thomas von Celano, der Biograf des Poverello gibt als Grund für dessen Handeln «die Glut der Nächstenliebe» an, die ihn dazu bewog «durch das Vergiessen seines eigenen Blutes den Glauben an die Dreifaltigkeit zu verbreiten».[1]
«Wir können nicht mit Sicherheit sagen, was der heilige Franziskus und Malik al-Kāmil zueinander gesagt haben. Sicher ist nur, dass der Sultan von Ägypten den Pater seraphicus aufnahm und ihn unversehrt freiliess – eine Tatsache, die angesichts der damals herrschenden starken Spannungen zwischen Muslimen und Christen an sich schon unerklärlich ist.»
Zwei Jahre später beschreibt der heilige Franziskus seine Sichtweise der Evangelisierung in der «Regola non bollata»: Brüder, die unter die «Ungläubigen» gehen, sollen sich so verhalten, dass sie keine Streitigkeiten oder Auseinandersetzungen führen, sondern sich aus Liebe zu Gott jedem Menschen unterordnen und bekennen, Christen zu sein. Sie sollen das Wort Gottes verkünden, um den Glauben an den allmächtigen Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist, den Schöpfer aller Dinge, sowie an den Sohn, den Erlöser und Retter, zu wecken, und damit sie [die Ungläubigen] getauft werden und Christen werden; denn wer nicht aus Wasser und Heiligem Geist wiedergeboren wird, kann nicht in das Reich Gottes kommen.[2]
Bischof Suetta erinnert an die Überzeugung des heiligen Franziskus, wonach der Glaube zuallererst durch Taten verkündet werden muss. «Worte laufen Gefahr, unfruchtbar zu sein; es sind die Taten, die es ermöglichen, die Herzen zu öffnen und die Liebe Christi zu offenbaren.» In einem zweiten Schritt erfolgt dann die eigentliche Evangelisierung.
Kommentare und Antworten
Bemerkungen :
Diözese Tyler, USA
Diözese Fréjus-Toulon, Frankreich
Diözese Albenga-Imperia, Italien
Diözese Dunkeld, UK
In der Diözese Dunkeld in Schottland wollten Franziskaner der Immakulata eine Gründung machen, Priester und 20 Schwestern, aber es kam ein neuer Bischof der hat alles abgesagt und sie aus der Diözese verwiesen. ---) https://ewtn.co.uk/article-flourishing-traditional-marian-franciscan-community-in-uk-to-be-dissolved/
Die Diözese Chur ist auch ein Beispiel und es gibt viele mehr. Die Diözese Ventimiglia-San Remo könnte die nächste sein.
Wenn man die Arabische Sprache anschaut und die religiösen Formate der Moslem, ist die Analogie offensichtlich.
Moslem suchen, was Juden formell ablehnen: den Ewigen Sohn.
Es wäre an der katholischen Messe, das zu zeigen.
Auch in der materiellen Überlieferung des Vaters sieht man das. Wie die Moslem den Ewigen Sohn nicht finden, so sind die Katholiken in der neuen Religion davon abgeirrt. Alles hängt daran, dass man den Vater nicht kennt.
Das gilt auch für die Piusbrüder, welche von Rom nicht gehört werden, weil sie selber auf den Ewigen Vater nicht hören wollen.
Der Vater hat die Hoffnung in der Liebe geschenkt. Ohne Messe kein Himmel.