Der heilige Franziskus vor dem Sultan, Benozzo_Gozzoli, 1452. (Bild: Public domain via Wikimedia Commons)

Weltkirche

Chris­ten und Mus­lime: Franz von Assisi als Vorbild

An Pfings­ten ver­öf­fent­lichte der Bischof von Ventimiglia-​San Remo, Anto­nio Suetta, einen Hir­ten­brief, mit wel­chem er zur Evan­ge­li­sie­rung der Mus­lime auf­ruft. Er beruft sich dabei auf das Vor­bild des hei­li­gen Franz von Assisi und die Kon­zil­s­er­klä­rung «Nos­tra Aetate».

«Es gibt keine grössere Liebe, als sein Leben hinzugeben» (Joh 15,13). Unter dieses Bibelzitat stellt Bischof Antonio Suetta seinen Hirtenbrief «über die Nächstenliebe und die Verkündigung der Liebe Gottes an die Muslime in unserem Gebiet», der an Pfingsten 2026 veröffentlichte wurde. Als Motivation für sein Schreiben gibt er zwei Gründen an.

Taten statt Worte
Der erste Grund liegt in dem von Papst Leo XIV. ausgerufenen Franziskus-Jahr: Die Kirche feiert dieses Jahr den 800. Geburtstag des Poverello. Nach dem Wunsch des Pontifex soll während dieses Jahres (10. Januar 2026 bis 10. Januar 2027) jeder gläubige Christ nach dem Vorbild des Heiligen von Assisi selbst zum Vorbild für ein heiliges Leben und zum ständigen Zeugen des Friedens werden.

Bischof Suetta verweist auf die grosse Zahl von Nicht-Christen in seiner Diözese und fragt, was der Schutzpatron Italiens den Menschen heute zu sagen hat. Er erinnert an ein Ereignis aus dem Leben des Heiligen. «Es war im Jahr 1219, als der einfache Mönch aus Assisi in Ägypten beschloss, die Grenze des Kreuzritterlagers zu überschreiten und den Anführer der gegnerischen Seite zu treffen, bewaffnet nur mit seiner Kutte und seinem Glauben.» Bischof Suetta spricht hier auf die berühmte Begegnung zwischen dem heiligen Franziskus und dem Sultan an. Thomas von Celano, der Biograf des Poverello gibt als Grund für dessen Handeln «die Glut der Nächstenliebe» an, die ihn dazu bewog «durch das Vergiessen seines eigenen Blutes den Glauben an die Dreifaltigkeit zu verbreiten».[1]

«Wir können nicht mit Sicherheit sagen, was der heilige Franziskus und Malik al-Kāmil zueinander gesagt haben. Sicher ist nur, dass der Sultan von Ägypten den Pater seraphicus aufnahm und ihn unversehrt freiliess – eine Tatsache, die angesichts der damals herrschenden starken Spannungen zwischen Muslimen und Christen an sich schon unerklärlich ist.»

Zwei Jahre später beschreibt der heilige Franziskus seine Sichtweise der Evangelisierung in der «Regola non bollata»: Brüder, die unter die «Ungläubigen» gehen, sollen sich so verhalten, dass sie keine Streitigkeiten oder Auseinandersetzungen führen, sondern sich aus Liebe zu Gott jedem Menschen unterordnen und bekennen, Christen zu sein. Sie sollen das Wort Gottes verkünden, um den Glauben an den allmächtigen Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist, den Schöpfer aller Dinge, sowie an den Sohn, den Erlöser und Retter, zu wecken, und damit sie [die Ungläubigen] getauft werden und Christen werden; denn wer nicht aus Wasser und Heiligem Geist wiedergeboren wird, kann nicht in das Reich Gottes kommen.[2]

Bischof Suetta erinnert an die Überzeugung des heiligen Franziskus, wonach der Glaube zuallererst durch Taten verkündet werden muss. «Worte laufen Gefahr, unfruchtbar zu sein; es sind die Taten, die es ermöglichen, die Herzen zu öffnen und die Liebe Christi zu offenbaren.» In einem zweiten Schritt erfolgt dann die eigentliche Evangelisierung.
 

 


Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben
Als zweiten Grund für seinen Hirtenbrief gibt der Bischof von Ventimiglia-San Remo den 60. Jahrestag der Erklärung «Nostra Aetate» an. Diese konfrontiert uns mit der Realität einer multireligiösen Gesellschaft und gibt uns Orientierung im Umgang mit Menschen anderer Glaubensrichtungen.

Durch die zunehmende Zahl muslimischer Einwanderer kommen Fragen auf: «Sind die christliche und die muslimische Vorstellung von Gott gleich? Wie soll die christliche Haltung ihnen gegenüber aussehen? Welches Zeugnis können wir geben? Wie können wir das Gleichgewicht zwischen dem Respekt vor ihrem Glauben und der Notwendigkeit der Verkündigung des Evangeliums wahren?»

«Nostra Aetate» lehrt, den Muslimen mit Hochachtung zu begegnen, «die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, den Schöpfer Himmels und der Erde» (3). Bischof Suetta erinnert daran, dass Gott den Menschen nach seinem Bild schuf; deshalb hat jeder Mensch die gleiche Würde. Die gemeinsamen Aspekte des Glaubens an Gott geben einen neuen Ansporn «zu einer Haltung der uneingeschränkten Aufnahme, des Respekts und der aufrichtigen Ehrerbietung» Als Geschöpfe des einen Gottes tragen wir «die gemeinsame Verantwortung, einer Welt, die sich vom Schöpfer entfernt, die Transzendenz des menschlichen Lebens verständlich zu machen, und dies öffnet die Tür zu einer Zusammenarbeit mit dem gemeinsamen Ziel, eine grundlegende Moral zu wahren, die unsere säkularisierte Gesellschaft oft ablehnt.»

Muslime, die in westliche Länder kommen, seien oft verwirrt, wenn sie die Säkularisierung der Gesellschaft beobachten, und würden fälschlicherweise davon ausgehen, öffentliche Unmoral mit dem christlichen Glauben gleichzusetzen. «Erst wenn sie mit Christen in Kontakt kommen, die ihrem Glauben treu sind, erkennen sie, dass die Säkularisierung eine Verfälschung des Christentums ist, und so beginnen sie, das wahre Antlitz Jesu kennenzulernen.» Und das sei das beste und wertvollste Geschenk, das wir ihnen geben können und müssen, so Bischof Suetta in seinem Hirtenbrief.

Mit der Aufnahme und dem Zeugnis beginnt die Verkündigung, doch es gelte, den Fremden an der Freude des Evangeliums teilhaben zu lassen. Er zitiert nochmals aus «Nostra Aetate»: «Unablässig aber verkündet sie [Kirche] und muss sie verkündigen Christus, der ist ‹der Weg, die Wahrheit und das Leben› (Joh 14,6), in dem die Menschen die Fülle des religiösen Lebens finden, in dem Gott alles mit sich versöhnt hat» (2).

Fand in der Vergangenheit die Mission ad gentes vor allem in Ländern mit nichtchristlicher Mehrheit statt, ist für Bischof Suetta nun die Zeit gekommen, «diese Verantwortung bei uns zu Hause zu übernehmen, und für uns insbesondere gegenüber den muslimischen Einwanderern».
 


Die Kirche erkennt an, dass die Wege des Heiligen Geistes keine Grenzen kennen, und lehrt, dass jemand, der in völliger Unkenntnis von Jesus Gott treu ist und seinem Gewissen folgt, auf irgendeine Weise zur Erlösung gelangen könnte, jedoch unter grossen Schwierigkeiten und ohne jegliche Garantie. «Und in jedem Fall kann man nur durch Jesus Christus gerettet werden, denn seitdem der Sohn Gottes gekommen ist, um unter uns zu wohnen, und das Werk der Erlösung vollbracht hat, ist er der einzige Zugang zum Vater geworden: ‹Niemand kennt den Vater ausser dem Sohn und dem, dem der Sohn ihn offenbaren will› (Mt 11,27). Die Verkündigung Jesu Christi zu vernachlässigen hiesse also, sein rettendes Kreuz und seine universelle Mittlerschaft zu verachten. Im Grunde genommen wäre es ein Verrat an unserer Mission als Getaufte.»

Der Bischof veranschaulicht dies mit dem Bild eines Menschen, der in einem Fluss unterzugehen droht. Wenn wir ein Seil haben, um ihm zu helfen, wäre es grobe Nachlässigkeit, das Seil nicht zu werfen, in der Annahme, er könne vielleicht aus eigener Kraft herauskommen, um sich so freier zu fühlen. «Wie viele Muslime, die unter Christen leben, werden sich am Tag des Gerichts an sie wenden und sagen: ‹Warum hast du mir nicht das Seil zugeworfen? Warum hast du mir nicht die Wahrheit verkündet?›»

Auch wenn der Glaube an einen einzigen Gott, den Schöpfer von allem, Christen und Muslime verbindet, ist dieser Gott für Muslime etwas Fernes, dem sie sich unterwerfen müssen. Für uns Christen ist er der liebende Vater, und «auch wenn er mit menschlichen Kräften unerreichbar ist, wissen Christen, dass wir in Jesus die volle Offenbarung seiner Liebe haben».

Bischof Suetta empfiehlt, durch das Zeugnis eines christlichen Lebens ein Interesse am Glauben zu wecken. Es soll den anderen dazu bringen, sich zu fragen, was die tieferen Gründe für eine solche Haltung sind. Und wenn die Stunde dieser Fragen gekommen ist, muss man immer bereit sein, «jedem Rede und Antwort zu stehen, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die euch erfüllt; antwortet aber bescheiden und ehrfürchtig» (1 Petr 3,15–16).

Indem wir selbst zum Ausdruck der Liebe Gottes für die anderen werden, können wir die Liebe Gottes sichtbar machen. «Das beste Geschenk, das grösste Gut, das wir diesen unseren Brüdern und Schwestern geben können, ist, eine Manifestation der Liebe Gottes für sie zu werden. Liebe muss frei sein: Daher muss die Verkündigung des Evangeliums an die Muslime mit feinem Respekt vor ihrer Freiheit erfolgen.»

Der Bischof von Ventimiglia-San Remo schliesst seinen Hirtenbrief mit der Mitteilung, dass sich die Diözese ab dem Pastoraljahr 2026/2027 verpflichten wird, «sich in besonderer Weise – mit christlicher Nächstenliebe sowie durch das Zeugnis und die Verkündigung des Evangeliums der Wahrheit – auch an jene Muslime zu wenden, die in unserem Gebiet leben.» Zu diesem Zweck wird ein spezieller Bildungsweg angeboten und werden Gelegenheiten zur Begegnung gefördert.

«Unter der Kraft des Heiligen Geistes, der am Pfingsttag die Seelen der Apostel mit Begeisterung und Mut erfüllte, müssen auch wir im heutigen Pfingsten den Auftrag Jesu Christi ernst nehmen: ‹Geht also hin und macht alle Völker zu Jüngern, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes› (Mt 28,19). Im Grunde geht es darum, auf diese Weise den höchsten und schönsten Akt der Nächstenliebe zu vollbringen: den zu verkünden, der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist.»
 

Hirtenbrief von Bischof Suetta  (Italienisch)

Erklärung «Nostra Aetate»

 


[1] Hl. Bonaventura, Legenda Maggiore, Kap. IX, Nr. 7, in Fonti Francescane, Nr. 1172.
[2] vgl. Francesco d’Assisi, Regola non bollata, XVI, in Fonti Francescane, Nr. 42–44.


Rosmarie Schärer
swiss-cath.ch

E-Mail

Rosmarie Schärer studierte Theologie und Latein in Freiburg i. Ü. Nach mehreren Jahren in der Pastoral absolvierte sie eine Ausbildung zur Journalistin.


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Bemerkungen :

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    Elisabeth Wallner 30.05.2026 um 19:45
    Das ist sehr liebenswert und folgerichtig. Nur kommt mir ein Bedenken: Bald werden die Kommunisten in der Römischen Bischofskongregation einen neuen Bischof von Ventimiglia-​San Remo bestellen und wir werden einen Bischof sehen der den Koran küssen und "das Proselytentum" (wie Papst Franziskus die Mission nannte) verurteilen wird. So zumindest ist es in vielen Diözesen zu beobachten. Man tut einen anderen rein und der soll alles kaputt machen.
    • user
      Katrin Fuchs 30.05.2026 um 21:21
      Das ist tatsächlich wahr und so ist es passiert in diesen Diözesen:

      Diözese Tyler, USA
      Diözese Fréjus-Toulon, Frankreich
      Diözese Albenga-Imperia, Italien
      Diözese Dunkeld, UK

      In der Diözese Dunkeld in Schottland wollten Franziskaner der Immakulata eine Gründung machen, Priester und 20 Schwestern, aber es kam ein neuer Bischof der hat alles abgesagt und sie aus der Diözese verwiesen. ---) https://ewtn.co.uk/article-flourishing-traditional-marian-franciscan-community-in-uk-to-be-dissolved/

      Die Diözese Chur ist auch ein Beispiel und es gibt viele mehr. Die Diözese Ventimiglia-​San Remo könnte die nächste sein.
  • user
    Daniel Ric 30.05.2026 um 13:10
    Ich finde den Hirtenbrief von Bischof Suetta sehr beeindruckend und richtig. Vor allem legt er Wert darauf, dass wir Christen durch unser Vorbild Muslime und Angehörige anderer Religionen zum Christentum bekehren sollen. Nostra Aetate hat nur das bestätigt, was jeder vernünftige und im Herzen nicht korrumpierte Christ bereits 2000 Jahre wusste. Da wir alle Geschöpfe Gottes sind, muss man jedem Menschen mit Respekt begegnen und das Verbindende aller Religionen zum Ausgangspunkt für die Evangelisierung nehmen. Viele Christen in der Schweiz werden durch die Tatsache, dass Muslime unter uns leben, welche nicht beeindruckt sind davon, wie wir als Christen leben, zu einem Hass auf Moslems verleitet, anstatt sich kritisch zu hinterfragen, ob der Fehler nicht bei der Art und Weise liegt, wie wir unser Christsein leben. Auf der einen Seite gibt es ein total verweltliches, unmoralisch lebendes Papier-Christentum, auf der anderen Seite ein abgrenzendes Christentum der Worte und Riten, das die Zugehörigkeit zu Christus als eine Art fanatischen Fanclub sieht. Der Leib Christi wird von beiden Seiten bedroht - von den sehr progressiven wie den sehr konservativen. Die goldene Mitte ist ein authentischer, den Nächsten nicht hassender Katholizismus, der nach dem Vorbild des Heiligen Franziskus mit Tat, Tat, Tat (kein Schreibfehler) und notfalls auch Wort Menschen für den Glauben gewinnt.
  • user
    Joseph Laurentin 30.05.2026 um 11:31
    Das Zweite Vatikanische Konzil (Nostra Aetate und Lumen Gentium) spricht davon, dass Muslime den einen Gott verehren. Ist das tatsächlich so? Kann man einfach sagen, Allah und der Schöpfergott der Christen seien identisch? Dass derselbe Schöpfergott so unterschiedliche Gesandte wie Jesus Christus und Mohammed gesandt haben soll, kann ich mir nicht vorstellen.
    • user
      ser AD 30.05.2026 um 13:39
      Ordine creationis haben Moslem und Christen zweifellos denselben Gott, weil nur ein Verbum ist, das alles gemacht hat.

      Wenn man die Arabische Sprache anschaut und die religiösen Formate der Moslem, ist die Analogie offensichtlich.

      Moslem suchen, was Juden formell ablehnen: den Ewigen Sohn.

      Es wäre an der katholischen Messe, das zu zeigen.

      Auch in der materiellen Überlieferung des Vaters sieht man das. Wie die Moslem den Ewigen Sohn nicht finden, so sind die Katholiken in der neuen Religion davon abgeirrt. Alles hängt daran, dass man den Vater nicht kennt.

      Das gilt auch für die Piusbrüder, welche von Rom nicht gehört werden, weil sie selber auf den Ewigen Vater nicht hören wollen.

      Der Vater hat die Hoffnung in der Liebe geschenkt. Ohne Messe kein Himmel.
  • user
    Claudio Tessari 30.05.2026 um 11:27
    Der Bischof ist einer der Nostra Aetate in der Tradition liest. Das ist leider oft nicht der Fall. Diese Dokument hat viel mehr Verwirrung als Klarheit geschaffen. Heute wird von der Mehrheit der Hirten auf dieses Dokument verwiesen und gleichzeitig die Mission ausgesetzt. Das beste Beispiel ist die Judenmission. Erst kürzlich hat Kardinal Koch bei einem KTV Interview auf Nostra Aetate verwiesen und gesagt, die Juden hätten eine eigen Weg darum müsse man sie nicht missionieren. Es ist auch eine Illusion heute 800 Jahre nach dem Heilige Franziskus und vor allem seit der islamischen Invasion Europas einfach zu glauben, wir können ja alle Muslime die zu uns kommen evangelisieren. Klar ist das unsere Pflicht. Aber wie es dem Heiligen Franziskus nicht gelang Sultan Malik al-Kāmil zum Christentum zu bewegen, müssen wir auch der Realität ins Auge sehen, dass viele Muslime keine Interesse haben, sich zu integrieren sich mit dem Evangelium auseinander zusetzen. Die Geschichte des Islams ist eine des Krieges. Man kann die Augen verschliessen oder man kann der Realität ins Auge sehen. Es schadet dem Gemeinwohl, wenn man hauptsächlich muslimische Migranten in ein Land lässt, welche in eine Parallelgesellschaft nach ihren Werten leben. Nochmals, natürlich müssen wir ihnen Jesus verkünden, aber ich glaube wir sollten die Naivität welche seit 60 Jahren gelebt wird auf die Seite legen und erkennen was der Islam ist. Eine gewaltförderte ANTICHRISTLICHE RELIGION.
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      Anne-Sophie Crétin 30.05.2026 um 13:26
      Bischof Suetta gehört zu den wenigen Hirten, die Nostra Aetate noch im Licht des traditionellen Missionsauftrags der Kirche lesen. Das Problem bei Nostra Aetate besteht darin, dass viele andere Kirchenvertreter aus demselben Dokument gegenteilige Schlussfolgerungen ziehen. Das deutlichste Beispiel ist die Frage der Judenmission. Kardinal Kurt Koch vertritt hier die gegenwärtige offizielle Linie Roms, wenn er erklärt, die Juden hätten einen eigenen Heilsweg und müssten daher nicht missioniert werden. Diese Position steht im Widerspruch zur jahrhundertelangen Lehre der Kirche, das der Neue Bund den Alten Bund ersetzt hat und das nachbiblische Judentum kein paralleler Heilsweg ist. Als Christ muss man sich entscheiden - modern oder traditionell? Beides kann nicht stimmen.
  • user
    Patrick Reto Bieri 30.05.2026 um 10:58
    Ich denke nicht, dass sich das Christentum, im speziellen das feminisierte westliche Christentum, anmassen sollte, die Muslime zu "evangelisieren". Es wäre wohl klüger, in den eigenen Reihen die Masse der Schwulen und Pädophilen zu entfernen, welche weiterhin schändliche sexuelle Verbrechen an Kindern begehen!