(Symbolbild: Jonas Jacobsson/Unsplash)

Kommentar

Deut­sche Kir­che ser­viert lau­war­men Kaffee

Auf dem Katho­li­ken­tag in Würz­burg prä­sen­tiert sich die Kir­che so fade wie ent­kof­fe­i­nier­ter Kaf­fee. Anstatt gegen den Strom zu schwim­men und der Welt die Quel­len zu zei­gen, aus denen man ewig leben kann, fei­ern Queer­ness und linke Phra­sen Tri­um­phe. Oh Ger­many! An Dei­nem Wesen wird die Welt nicht genesen!

Der Artikel von Guido Rodheudt erschien zuerst auf «Corrigenda»

Wenn man die Maas einmal nicht als flaches Grenzgewässer kennenlernen will, das hier in der Nähe meiner Heimat an teils recht uninteressanten Ufern vorbeifliesst, sondern einen eher romantischen Eindruck einer Flusslandschaft gewinnen will, die in einer Mischung aus Felsabhängen und dschungelhaften Wäldern hier und da mehr an einen Seitenarm des Amazonas erinnert als an die Maas, dann muss man nach Dinant in den Ardennen fahren und von dort aus eine Bootsfahrt Richtung Givet beginnen. Nach dem Ablegen durchstreift man schon recht bald dichte Uferwälder, die schon seit Jahrhunderten ein exzellentes Jagdgebiet sind.

Irgendwann taucht am Ufer das Schloss Freÿr auf, eine grosse und typisch barocke Anlage. Neben dem Schloss als solchem und seiner romantischen Lage gibt es an dieser Stelle der Maas noch eine andere bemerkenswerte Sache. Es ist eine historische Begebenheit, die sich am reich gedeckten Tisch des Schlosses im Jahre 1675 abgespielt hat. 

Da hat nämlich der damalige französische König Ludwig XIV., den wir auch den «Sonnenkönig» nennen, dem spanischen König Karl II. ein Getränk serviert, das erst kurz zuvor bei Hofe in Paris in Mode gekommen war: Kaffee. Dies gilt als der Startschuss für die Verbreitung des bis heute beliebten Heissgetränks, das sich trotz vieler gesundheitsbewusster Vernichtungsversuche seinen eisernen Stand unter den (noch) erlaubten Genussmitteln bewahrt hat. Der Kaffee ist also in seiner Protektion und Verbreitung im Wesentlichen Ludwig XIV. zu verdanken. Unter den zahllosen Elementen seines genussbetonten Lebens ist der Kaffee eine eher unbekannte und dennoch eine der nachhaltigsten Hinterlassenschaften des absolutistischen Monarchen für die moderne Welt. 

Wobei sicher eines der wichtigsten Merkmale des damals neuen Getränks seine belebende Wirkung war. Erst im Laufe der Zeit rückte der Geschmack in den Mittelpunkt und führte dazu, dass Kaffee auch in entkoffeinierter Form entwickelt wurde. Man wollte den Genuss auch für diejenigen zugänglich machen, die aus gesundheitlichen Gründen den körperlichen Anschub durch das Koffein vermeiden wollten. Wer also in seinem Schlaf nicht gestört werden möchte, trinkt Kaffee Haag oder andere entkoffeinierte Sorten.

Der Katholikentag als Katholizismusplagiat
Die Entbeinung von Genussmitteln gibt es natürlich auch in anderen Bereichen. So gibt es die Cola Zero statt des Klassikers, die Halbfettmargarine statt Butter, den Süssstoff statt Zucker und die steigende Palette alkoholfreier Biere und Weine. Alles erinnert an das, was zwar ungesund ist, aber einst wohlschmeckend genossen wurde. Alles in allem ist aber in der Regel nicht nur die gesundheitliche Wirkung, sondern auch der Geschmack anders als bei den Originalen. Kenner finden das schnell auch mit verbundenen Augen heraus.

Als in den letzten Tagen die Berichte vom 104. Katholikentag in Würzburg durch die Medien gingen, kam mir spontan die Geschichte der Genussplagiate in den Sinn. Denn wenn man die Angebotspalette des Katholikentreffens durchschaut, fällt einem eines auf: es nennt sich vieles «religiös» oder «spirituell», manches sogar hier und da «katholisch», doch bei näherem Hinsehen entpuppt es sich oft als etwas, das nicht wirklich das hält, was es verspricht. Der Härtetest, der es auf seine Inhaltsstoffe prüft, ergibt meist das eine: es sieht aus wie «fromm», «geistlich» oder «kirchlich», in Wahrheit aber ist es oft eine entkoffeinierte Fassung dessen, was man gemeinhin darunter versteht.

Der katholische Sender K-TV, der auch ohne kirchensteuerliche Subventionen – oder vielleicht gerade deswegen – erfreulich substanzielle katholische Medienarbeit leistet, lässt in einer aktuellen Reportage Stimmen zu Wort kommen, die das Gros von Teilnehmern und Anbietern repräsentieren. Der Beitrag belegt die Richtigkeit des Eindrucks, dass sich die deutsche katholische Kirche anscheinend auf dem Weg in eine Produktionsgenossenschaft für Katholizismusplagiate befindet. Ein Mitarbeiter des katholischen Hilfswerks «Kirche in Not», einer päpstlichen Stiftung für Christen in Bedrängnis und Armut, bringt es im Interview auf den Punkt. 

Bezogen auf das Motto des Katholikentages «Hab Mut, steh auf!» antwortet er auf die Frage «Wofür sollte die Kirche Mut haben aufzustehen?» spontan mit «Endlich wieder katholisch zu werden!» Und auf die Nachfrage «Worauf beziehst du das?» sagt er ebenso spontan: «Auf die ganze Queerness und was hier sonst so rumläuft. Ist manchmal echt erschreckend! Und deswegen, glaube ich, sollten wir endlich wieder Mut haben, ordentlich katholisch zu sein.»

Diese zwar weniger akademische, dafür aber zweifelsfrei treffsichere Antwort legt den Zustand der katholischen Kirche in Deutschland offen, die sich in Würzburg – wie bei jedem Katholikentag – recht ungeschminkt selbst darstellt.

Die Kirche stürzt sich in den Tümpel des Zeitgeists
Auf die Frage, wo das Anliegen des Hilfswerks vorkommt, das sich seit Jahrzehnten umfänglich und erfolgreich um verfolgte Christen in aller Welt kümmert, kann der Mitarbeiter von «Kirche in Not» nur Fehlanzeige vermelden. «Das fünfhundertseitige Programm des Katholikentags enthält das Wort ‹Christenverfolgung› kein einziges Mal, und auch das Wort ‹Religionsfreiheit› kommt lediglich zweimal vor in fünfhundert Seiten Programm, dafür ‹Queerness› fünfzehn Mal.»

Die kleine Stichprobe zeigt, wie sich im Laufe der Zeit der Fokus des Katholischen in unserem Land gewandelt hat. Vom katholischen Markenkern einer bekennenden Kirche, die ihre Herkunft als das wesentliche Implantat für ihre Zukunftsfähigkeit versteht und die einen Glauben leben und verkünden soll, dessen Anschlussfähigkeit an ihre Vergangenheit ihre Aussicht auf Zukunft garantiert, ist nicht mehr viel übrig. Nachfragen von K-TV bei jungen Katholikentagsteilnehmern am Fest Christi Himmelfahrt, was der Inhalt des Festes für sie bedeute, produzierte entweder ratlose Gesichter oder Allgemeinplätze wie «Es ist wichtig zusammenzuhalten ...». 

Eine ernüchternde Standortbestimmung, zumal angesichts der millionenschweren steuerlichen Unterstützung, die die Kirche zur Arbeit an ihrem Markenkern in Deutschland erhält. Parallel zu diesem mehr als bedenklichen Defizitszenario des kleinen K-TV-Beitrags stürzt man sich in quasisuizidalem Gebaren in den Tümpel zeitgeistaffiner Phraseologien, die aus der Kirche einen entkoffeinierten Kaffee machen, der weder die Wirkung eines richtigen Kaffees hat noch wirklich gut schmeckt.

Traditionelle Katholiken werden wie Parias behandelt
Das ist einer der Gründe, weshalb die wenigsten Zeitgenossen die Kirche der Angepassten überhaupt noch wahrnehmen. Wozu auch, wenn das woke Diversitätsprogramm bei den eigentlichen Erfinder-NGOs der verschiedenen linken Doktrinen lupenreiner und öffentlichkeitswirksamer zu haben ist? Anstatt dass die Kirche der Welt die Quellen zeigt, aus denen man ewig leben kann, zu denen man allerdings mit einem gewissen Kraftaufwand gegen den Strom schwimmen muss, gebärdet sie sich – wenigstens in den medial gut sichtbaren Teilen ihres Establishments – als Teil einer egalitären Community, der sich höchst entschieden vom Mainstream-Sog mitreissen lässt.

Zwar gibt es auch bekennende Initiativen mit klarem klassisch-traditionellen und international anschlussfähigem katholischem Profil auf dem Katholikentag wie die verschiedenen Lebensschutzorganisationen oder «Maria 1.0». Diese aber werden veranstalterseitig und in der steuerlich alimentierten Hofberichterstattung der offiziellen Kirchenpresse in der Regel entweder totgeschwiegen oder mit spitzen Fingern wie Parias behandelt.

Substanzielle Glaubensaussagen vernimmt man in der K-TV-Reportage stets nur von ausländischen Katholiken, deren Bekenntnisse in Gänze dem internationalen Standard entsprechen, die aber in der Katholikentagsumgebung wie lebendige Ausstellungsstücke aus dem Missionsmuseum wirken. Der offizielle deutsche Katholizismus behandelt so etwas in der Regel entweder mit kolonialistischem Mitleid – man hat sich in Afrika eben noch nicht von der traditionellen Lesart des Glaubens emanzipiert –, oder man gräbt aus diesen treu-katholischen Ortskirchen die Angehörigen einer verschwindenden Minderheit an Theologen aus, die in Tübingen oder Münster studiert haben und dann das wiedergeben, was die dort tonangebende akademische deutsche Theologie zur Genesung der Weltkirche feilzubieten hat.

Die Welt braucht den echten Caffè cattolico
Ein nigerianischer Katholik, der vor einigen Jahren per Zufall in meiner Pfarrei aufkreuzte, entschied sich wenig später, hier seine Wahlgemeinde zu haben. Der Grund: Er hatte vergeblich versucht, nach seiner Landung in Deutschland mit kleinen schriftlichen Übersetzungshilfen den Messablauf in den Kirchen der weiteren Umgebung zu verfolgen, weil die Messfeiern immer in einer Art Freistil gehalten wurden.

Und auch in anderen Bereichen konnte er das, was er aus Nigeria an katholischer Glaubenspraxis gelernt hatte, nicht wiederfinden. Er schrieb mir später, dass ihn die katholischen Messen, in die er geraten war, aufgrund ihrer Textlastigkeit stets eher an Requiemmessen erinnerten als an irgendetwas, das lebendigen Glauben und Glaubensfreude ausstrahlt. Und dabei ging seine Erwartungshaltung keineswegs in Richtung einer inkulturierten afrikanischen Happy-Clappy-Liturgie, sondern ganz einfach auf das, was international als katholisch verbindlich gilt und ausserhalb Deutschlands auch supranational anschlussfähig gefeiert wird. Spannend war dann die Bemerkung des Nigerianers, viele Messfeiern, die er in Deutschland erlebe, würden in einem – so wörtlich – «Hottentots-Style» zelebriert.

Oh Germany! An Deinem Wesen wird die Welt nicht genesen! Und zwar weil Du in vielerlei Hinsicht das Koffein aus Deinem Kaffee getilgt hast. Du und Deine Kirche seid saft- und kraftlos geworden. Wie schade! Denn unsere Zeit braucht keine Kirche, die sich die Kraft zur Belebung der Gesellschaft durch Anpassung nimmt und der Welt eine trübe Brühe liefert, die durch den Entzug der Ewigkeit fade und manchmal sogar geschmacklos geworden ist. Dabei ist doch der Caffè cattolico ein solches Geschenk für die Welt, wenn er vollständig ist. Dann schmeckt er nicht nur, sondern hilft auch – ganz im Sinne des Würzburger Katholikentagsmottos – nicht zu verschlafen, wenn es an der Zeit ist aufzustehen.
 

Originalbeitrag auf «Corrigenda»


Corrigenda


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Bemerkungen :

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    Schwyzerin 24.05.2026 um 19:29
    Was ist die Kirche? Eine heilige Kirche ist der Heilige Geist.

    Evangelium Joh 14, 23-31
    Im jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn einer mich liebt, wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen. Wer mich nicht liebt, hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern dessen, der mich gesandt hat, des Vaters. Dies habe ich zu euch gesagt, da ich noch bei euch weilte. Der Beistand aber, der Heilige Geist, den Vater in meinem Namen senden wird, er wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was immer ich euch gesagt habe. meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt ihn gibt, gebe ich ihn euch. Euer Herz betrübe sich nicht und bange nicht. Ihr habt gehört, dass ich zu euch gesagt habe: Ich gehe hin und komme wieder zu euch. Wenn ihr mich liebtet, würdet ihr euch freuen, dass ich zum Vater gehe, denn der Vater ist grösser als ich. Nun habe ich es euch gesagt, bevor es geschieht. Ich werde nicht mehr viel mit euch reden, denn es kommt der Fürst dieser Welt, doch an mir hat er keinen Anteil. Die Welt aber soll erkennen, dass ich den Vater liebe und dass ich so handle, wie der Vater es mir aufgetragen hat.

    Postcommunio
    Des Heiligen Geistes Eingiessung läutere, Herr, unsere Herzen, und befruchte durch die Besprengung mit seinem Tau ihr Inneres. Durch unseren Herrn ... in der Einheit eben dieses Heiligen Geistes.

    Wo eine heilige Messe gefeiert wird, da ist ein Priester. Beten wir für die Priester, dass sie die heilige Messe immer demütig und ehrfürchtig feiern und die 7 Sakramente spenden.
  • user
    Schwyzerin 23.05.2026 um 10:33
    Franziskus Bergolio hat alle Kanditaten des Domkapitel abgelehnt, weshalb für das Bistum Chur Bischof Joseph Maria Bonnemain ernannt wurde. Dieser Papst hat eine andere Lehre gepredigt und zwietracht in der Kirche gestreut. Aufgrund des heftigen Widerstands hat Franziskus seine Paarsegnungen korrigiert. Diese Paarsegnung, die eine Einzelsegnung sein soll wird nicht verstanden. Ausserdem interessiert die deutsche Bischofskonferenz eine Einzelsegnung des Menschen nicht. Mit der Handreichung für Paarsegnungen, die der Vatikan ablehnt, treiben es die deutsche Bischofskonferenz völlig auf die Spitze. Bischof Joseph Maria Bonnemain entspricht der Linie der Kantonalkirchen. Da muss man sich nicht über seiner Predigt wundern. Das Händehalten von Bischofbonnemain sagt alles aus. Für die wahre Kirche ist nichts zu erwarten, was ich selbst bitter erfahren muss. Zur Hauptsache die Kirchensteuer fliessen. "Es gehe nur ums Geld" sagte vor zwei Tagen eine Frau zu mir, die aus diesem Grund aus der Römisch-katholischen Kirchgemeinde und Kantonalkirche Schwyz ausgetreten ist. Gestern hatte ich ein Gespräch mit einem Mann, der nicht an Gott glaubt und aus der evangelischen Kantonalkirche ausgetreten ist. "Man kann auch ohne Gott ein guter Mensch sein. Jeder könne Glauben was er wolle." So seine Auffassung. Wenn der Mensch sich eine eigene Lehre konstruiert und vertritt, dann halten sie sich nicht mehr an die Schöpfungsordnung. Sie gehen mit dem Zeitgeist, so wie in der Politik. Die christlichen Werte, vertreten sie nach dem Mehrheitsprinzip. In einem säkularisierten Land, wie die Schweiz sich heute representiert, ist das Missionieren eine sehr grosse Herausvorderung. Ohne Priester keine heilige Messe. Und ohne heilige Messe keine Kirche !

    Die Website www.swiss-cath.ch kann den Missbrauch in der Liturgie nicht beheben. Jeder Missbrauch in der Liturgie muss man dem Bischof anzeigen. Schafft der Bischof keine Abhilfe, so muss man eine Klage beim Vatikan in Rom machen.
  • user
    Werner Müller 21.05.2026 um 20:27
    Man muss nicht mit dem Finger auf den grossen Kanton zeigen.

    Bischof Bonnemain hat vorigen Sonntag in Zürich eine Predigt gehalten, in der er der Liebe zur Welt und der Gutheit der Welt das Wort redet.

    Was er da gesagt hat kann man auf der Seite der Diözese nachlesen, allerdings muss man es übersetzen, weil es in einer Fremdsprache, Spanisch oder Portugiesisch aufgeschaltet ist.

    Bischof Bonnemain widerspricht in seiner Predigt diametral der Lehre der Apostel wie sie ausdrücklich im Neuen Testament festgehalten ist:

    "Ihr Ehebrecher, wisst ihr nicht, dass die Freundschaft mit der Welt Feindschaft mit Gott ist? Wer also ein Freund der Welt sein will, macht sich zum Feind Gottes." Heiliger Apostel Jakobus, Brief Kapitel 4 Vers 4.

    "Liebt nicht die Welt und nicht das was in der Welt ist! Wer die Welt liebt, hat nicht die Liebe zum Vater. Denn alles, was in der Welt ist, die Begierde des Fleisches, die Begierde der Augen und die Prunksucht, stammt nicht vom Vater, sondern von der Welt. Die Welt aber und ihre Begierde vergeht; wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit." Heiliger Apostel Johannes, 1. Brief Kapitel 2 Verse 15-17

    Aus dem Tod zum Leben: "So wart auch ihr tot infolge euerer Übertretungen und Sünden, in denen ihr früher gelebt habt nach der Weise dieser Welt, unter der Herrschaft jenes Geistes, der den Bereich der Lüfte regiert und jetzt noch in den Söhnen des Ungehorsams wirksam ist." Heiliger Apostel Paulus, Brief an die Epheser Kapitel 2 Vers 1-2.

    Jesus Christus bringt das Gericht über diese Welt, der Fürst dieser Welt ist der Teufel (Evangelium nach Johannes, Kapitel 12, Vers 31, Kapitel 14 Vers 30, Kapitel 11 Vers 11.

    Und schliesslich noch einmal der Apostel Johannes: "Wir wissen: Wir sind aus Gott, aber die ganze Welt liegt im Machtbereich des Bösen."

    Bischof Bonnemain predigt nicht die Lehre der Apostel, er vertritt nicht die apostolische Sendung der Kirche und er handelt nicht im Sinne des apostolischen Auftrags der Kirche.
    • user
      Svenja Barthold 23.05.2026 um 13:45
      Der Blick in die Heilige Schrift hat schon so manchen Geist geklärt. Meines Erachtens gibt es nur einen einzigen wesentlichen Grund warum Bonnemain in das Bischofsamt durchgedrückt worden ist: Die Lavendel-Funktionäre in Rom wollen genau solche Predigten wie die von Bonnemain, weil sie es sich dann gemütlich einrichten können.
  • user
    Georges 19.05.2026 um 19:40

    Bitte keine bösartigen Unterstellungen, lieber Hansjörg.


    Niemand streitet queren Menschen das Recht ab, katholisch sein zu können weder Papst noch Bischöfe. Aber sie haben sich in ihrem Verhalten an die Lehre der Kirche zu halten (vgl. Katechismus).

  • user
    Joachim 19.05.2026 um 11:58
    Eine vortreffliche Analyse der Situation in Deutschland.
    Ein entscheidender Punkt scheint mir der zielgenaue Weg in Irrelevanz zu sein – mit stetig mehr Gas auf dem Pedal.
    Noch können sich die alternden Granden in Medienaufmerksamkeit sonnen. Danach kommt auf dieser Schiene das große Nichts. Es fehlen die Jungen, die längst viel besser erkannt haben, worin der Schatz liegt.
  • user
    Hansjörg 19.05.2026 um 11:01
    Aufgrund des obigen Textes frage ich mich, ob den queere oder LGBTQ Menschen nicht auch katholisch sein können?
    • user
      Tina Ring 20.05.2026 um 06:56
      Warum sollten sie es denn nicht sein können?
    • user
      Meier Pirmin 20.05.2026 um 10:26
      Halte mit Ihnen die Debatte hier für regelmässig schlicht gesagt "unterkomplex". Befasste mich rund 60 Jahre mit Katholizismus und Homosexualität, auch Pädophilie, habe über Missbrauch gewiss um Jahre und Jahrzehnte länger geforscht als solche, die sich dafür bezahlen lassen und wurde lächerlicherweise, weil auftragslos forschend, auch schon mehrfach zu Archiveinsicht nicht zugelassen. Die Verhältnisse, auch aus Ihrer Sicht, sind aber um Welten komplexer, was Sie auch meinen beiden Büchern über den Fall Federer und zur Geschichte der Homosexualität in der Schweiz geschrieben habe schon vor Jahrzehnten, ausserdem mein Vorwort zu den Memoiren eines katholischen Schwulen "Kick, Verlangen, Leidenschaft" und setze mich auch kritisch mit der einschlägigen "Regenbogenseelsorge" in Luzern auseinander, weil nun mal ein "queeres" Umschreiben der Bibel genau so wie eine "arische" oder "kommunistische Bibel" ein Unding wäre. Sowie fehlt den meisten, die sich mit diesem Thema befassen, das jahrelange Studium der Fachliteratur, und gründlichste Kenntnis der Geschichte der Homosexualität und des Hexenwesens. Im Zusammenhang mit der Problematik möchte ich Sie aber darauf aufmerksam machen, dass bei genauer Lektüre der Benediktsregel ersichtlich wird, dass das abendländische Mönchtum auch ein Programm zur Sublimierung der Homosexualität war. Letzteres gilt bereits für die Dialoge Phaidros und Gastmahl von Platon. Sehr lesenswert ist das Gesamtwerk des deutschen Juristen, des Karl Marx der Homosexuellen, Karl Heinrich Ulrichs mit seiner Theorie von schon rund zwei Dutzend Geschlechtern bereits vor 1870, was er zwar gewiss nicht durch Verfassungen und Gesetze festgeschrieben haben wollte. Ulrichs ging übrigens nach Rom und Latium ins Exil, weil dort Homosexualität eine Sünde war, deren Ahndung aber erst im Jenseits vorgesehen. Zu diesem Thema schrieb schon Dante in seiner göttlichen Komödie. Wenn Sie sich mit mir mal im Detail unterhalten wollen, auch über das Thema homosexuelle Eremiten, ferner die gesamte ältere christliche Literatur darüber, können Sie mir mailen auf pirminmeier@bluewin.ch. Sicher ist, dass man auf diesem Gebiet lebenslang Erkundungen einholen muss, um qualifiziert diskutieren zu können. "Queere" Menschen können übrigens genau so wie zum Beispiel polygam veranlagte Männer oder Frauen katholisch sein, zum Teil tiefreligiös wie Heinrich Federer und der heilige Johannes Bosco, der pädophile Träume aufzeichnete und nicht zu vergessen Bruder Klaus, dem wir die eindrücklichste homosexuelle Fantasie der Schweizer Mystikgeschichte verdanken. Auch Onanisten und "Liebhaber" von Pornografie können katholisch sein und kommen hoffentlich nicht ausnahmslos in die Hölle.
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        Martin Meier-Schnüriger 23.05.2026 um 18:31
        Lieber Bruder in Christo und Namensvetter
        Ihr Wissen und Ihre Gelehrsamkeit mögen imposant sein - jedenfalls versäumen Sie keine Gelegenheit, dies uns mit weniger Geistesgaben gesegneten Lesern dazulegen -, doch wenn Sie uns nun den grossen Jugendapostel Don Giovanni Bosco als Pädophilen und unseren Landesvater Bruder Klaus als Anwalt der gelebten Homosexualität verkaufen wollen, kann ich Ihnen mit dem römischen Dichter Horaz nur zurufen: "Sunt certi denique fines!" (frei übersetzt: Alles hat seine Grenzen!)
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      Martin Meier-Schnüriger 23.05.2026 um 18:36
      Doch, das können sie. Die geschlechtliche Orientierung allein ist keine Sünde, erst die entsprechenden Taten sind es.
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    Stefan Fleischer 19.05.2026 um 09:34
    Ja, das Heilmitel für unsere katholische Kirche heisst, wieder katholisch, allumfassend, und überzeugt, überzeugend zu werden. Der Weg und in das ewige Heil und so in eine heile Welt heisst Umkehr.