Das Programm war vielversprechend und – dies sei vorweggenommen – hielt, was es versprach. Die Bandbreite reichte von Gottesdienstfeiern und geistlichen Impulsen über Workshops zu aktuellen Themen bis zum Marktplatz, wo zahlreiche christliche Organisationen und Gemeinschaften über ihre Tätigkeiten informierten. Präsent waren die Priesterbruderschaft St. Petrus, die Schönstatt Marienschwestern, das Missionswerk Bless und der Klosterladen Oremus, um nur einige Namen zu nennen.
Und was an diesem Anlass auch nicht fehlen durfte: eine Bühne für die pop-affine Jugend. Dort hämmerte der Schweizer Rapper Laprit seine vom Rock-Sound gepushte Vita mit ihren Höhen und Tiefen ins jugendliche Publikum.
Workshops als Highlights
Zu den Höhepunkten des Weltjugendtages gehörten die Workshops. Interessierte konnten aus 28 Themen auswählen, so unter anderem: «Was macht dich wirklich glücklich?»; «Sexualität nach Gottes Plan»; «Verliebt, verlobt, vorbereitet – das Abenteuer Ehe»; «Gott alles schenken – das geweihte Leben heute». Auf besonderen Anklang stiess das Thema «Massive Zunahme psychischer Erkrankungen Jugendlicher – Ursachen?» Der Kurs musste infolge grosser Nachfrage doppelt geführt werden. Hintergrund des Kurses ist die Tatsache, dass die Zahl der IV-Renten für psychisch erkrankte Jugendliche dramatisch zugenommen hat. Wurden 2023 insgesamt 17 600 Neu-Renten zugesprochen, waren es 2024 bereits 22 800. Als primäre Ursachen gelten zerrüttete Familienverhältnisse, die wiederum einem exzessiven Drogenkonsum (vor allem Cannabis) Vorschub leisten. Hinzu kommt die ebenso exzessive Nutzung der sozialen Medien mit ihrem enormen Konformitätsdruck, dem gerade Jugendliche ausgesetzt sind.
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