Blick in die Medien

Die Bischofs­wei­hen des hei­li­gen Athanasius

In den sech­zig Jah­ren zwi­schen dem Ers­ten Kon­zil von Nicäa (325) und dem Ers­ten Kon­zil von Kon­stan­ti­no­pel (381) erlebte die Kir­che mit der aria­ni­schen Krise eine der schwie­rigs­ten Pha­sen ihrer Geschichte. Es war eine Zeit des Glau­bens­ab­falls, in der sich ent­schie­dene Ver­tei­di­ger der Recht­gläu­big­keit her­vor­ta­ten, wie der hei­lige Atha­na­sius von Alex­an­drien und der hei­lige Hil­arius von Poi­tiers. Ins­be­son­dere Atha­na­sius wurde zum Sinn­bild des Kamp­fes gegen den Aria­nis­mus, der bis in die höchs­ten Ränge der kirch­li­chen Hier­ar­chie vor­ge­drun­gen war. In der gegen­wär­ti­gen Dis­kus­sion über Bischofs­wei­hen ohne päpst­li­ches Man­dat wird der Name des hei­li­gen Atha­na­sius bis­wei­len als Bei­spiel eines Bischofs ange­führt, der neue Bischöfe aus­ser­halb der gewöhn­li­chen kir­chen­recht­li­chen Dis­zi­plin geweiht habe. Eine sorg­fäl­tige Prü­fung der his­to­ri­schen Quel­len führt jedoch zu ganz ande­ren Schlussfolgerungen.


Katholisches – Magazin für Kirche und Kultur


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Bemerkungen :

  • user
    Dr. theol. Emil Hobi, kath. Priester 10.07.2026 um 11:26
    Der Historiker Prof. Roberto de Mattei ist auch Verfasser des lesenswerten und anspruchsvollen Werkes „Das Zweite Vatikanische Konzil. Eine bislang ungeschriebene Geschichte“. Das Buch könnte nicht nur für Theologiestudierende interessant sein, ist aber wissenschaftlich und umfangreich.