Die Freimaurerloge «Modestia cum libertate» von der gegenüberliegenden Seite der Limmat gesehen. (Bild: Niklaus Herzog/swiss-cath.ch)

Hintergrundbericht

Die netten Freimaurer

In der Nacht auf den 26. Januar 2026 brach am Sitz der Loge «Modestia cum libertate» in der Zürcher Altstadt ein Grossfeuer aus. Damit rückte unvermittelt auch der verschwiegene Bund der Freimaurer ins Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit.

In der Nacht auf Montag, den 26. Januar 2026, brannte es lichterloh auf dem Lindenhof Nr. 4 inmitten der Zürcher Altstadt. Als die Feuerwehr eintraf, frass sich das Feuer derart aggressiv durch den Dachstuhl, dass sich die Einsatzkräfte zu ihrem Selbstschutz fluchtartig aus dem Gebäude zurückziehen mussten.

Dieses Gebäude im Herzen Zürichs ist nicht irgendein Haus, denn darin logiert buchstäblich die Loge «Modestia cum libertate», die älteste (gegründet 1771) und mit 120 Mitgliedern grösste Freimaurerloge auf dem Platz Zürich. Darin sind auch andere Logen einquartiert. Zum Immobilienbesitz gehört das gesamte Lindenhof-Geviert zwischen Pfalz- und Wohllebgasse bis zur Schipfe. Der Marktwert dürfte angesichts der Preisentwicklung der letzten Jahre mittlerweile mehrere Hundert Millionen Franken betragen.

Brisant: Just zwei Tage vor dem Brand hatte «Weltwoche»-Chefredaktor Roger Köppel seinen Mitarbeiter Christoph Mörgeli vor dem Logentempel im Hintergrund interviewt und einen informativen, sachlichen Dialog über die Geschichte der Freimaurerei in Zürich geführt. Gleichwohl löste das Video zahlreiche erboste Kommentare aus: Eine ziemlich verharmlosende Beschreibung der Freimaurer sei das; ein okkulter Geheimbund, «bei dem man ähnlich wie bei Scientology höherer Ränge erreichen muss», tönte es aus der «Weltwoche»-Leserschaft.

War es Brandstiftung?
Besteht ein Zusammenhang zwischen diesen beiden Ereignissen? Anders gefragt: War es gar Brandstiftung, an deren Ursprung ein «gehaltvolles Video eines traditionsreichen Schweizer Mediums» stand? (insideparadeplatz.ch, 27. Januar 2026).

Für mehrere Freimaurer steht fest: Ja, es war eine Brandstiftung. In der Brandnacht sei in ein Nebengebäude eingebrochen worden. Von dort aus gab es freien Zugang zum Hauptgebäude. Es steht die Vermutung im Raum, dass Brandbeschleuniger eingesetzt und damit die Funktion der erst vor kurzem eingesetzten Brandmelder sozusagen obsolet wurde. Mittlerweile hat die Stadtpolizei den Fall an die über spezialisierte Brandermittler verfügende Kantonspolizei abgetreten. Diese ermittelt in alle Richtungen, mit Schwerpunkt Brandstiftung.

Gross war das Medienecho auf diesen symbolträchtigen Grossbrand, traf er doch das Herz der Schweizer Freimaurer. Nicht zufällig hat dabei die «Neue Zürcher Zeitung» diesen aussergewöhnlichen Vorfall gleich in mehreren Artikeln aufgegriffen. Den bemerkenswertesten, ganzseitigen Beitrag lieferte Thomas Ribi («Das Geheimnis der geheimen Gesellschaft» vom 28. Januar 2026). Fakten- und kenntnisreich greift er dabei zu einem probaten Mittel: Um die Freimaurerei zu immunisieren, tischt er eine schier endlose Menge von Verschwörungstheorien auf – und entzieht sich zugleich der Auseinandersetzung auch mit berechtigter Kritik an der Freimaurerei.

Demgegenüber listet Thomas Ribi minutiös monströse Verschwörungstheorien auf: Den Ersten und Zweiten Weltkrieg sollen sie angezettelt haben. Die Französische Revolution ebenso. Auch in die Attentate vom 11. September 2001 in New York seien sie involviert gewesen. Nun sollen sie gar die Katholische Kirche unterwandert haben: Der Papst sei ein verkappter Logenbruder. Es sind dies Schauergeschichten, die im Vorwurf der Weltverschwörung gipfelten. Doch wie kam es zu diesen bis heute kolportierten Verdächtigungen?
 


Thomas Ribi klärt die NZZ-Leserschaft auf: Die Freimaurer wollten sich dem Einfluss von Staat und Kirche entziehen. Religionsübergreifend wurde über die Ideen der Aufklärung debattiert, Leitlinien waren die Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Diese hehren Ziele wollten die Freimaurer durch eine lebenslange, an der Vernunft orientierte Selbstoptimierung, die permanente Arbeit am sogenannten «rauen Stein», verwirklichen. Dies alles geschah im Verborgenen. Damit ging zugleich ein obskurer Mysterienkult Hand in Hand. Streng ritualisierte Feiern bei Kerzenlicht; dazu gehört ritualisierte Kleidung: Maurerschürze, Zylinder, weisse Handschuhe – ein Widerspruch in sich, konstatiert Thomas Ribi zutreffend.

Handkehrum dürfte jedoch gerade dieser Mix, sprich die Fixierung auf den neuzeitlichen, auf technische Machbarkeit verkürzten Vernunftbegriff und «wohligem Halbdunkel einer verträglich dosierten Mystik» (Thomas Ribi) zur Faszination der Freimaurerei wesentlich beigetragen haben. Zu ihren Mitgliedern zählten auch so prominente Persönlichkeiten wie Goethe, Mozart, Haydn, Friedrich der Grosse, Puschkin und Churchill.

Die Umpolung christlicher Symbole zu einer vermeintlich vernunftgeleiteten Ersatzreligion übt ihre Anziehungskraft bis in die Gegenwart aus. Als der Astronaut Buzz Aldrin am 21. Juni 1969 als zweiter Mensch den Mond betrat, deponierte er im Sand eine Urkunde der Grossloge von Texas (Thomas Ribi).

Auszug aus dem Sündenregister der Freimaurer
Doch nun zur Frage: Wer sind die Freimaurer wirklich? Es gab und gibt zweifelsohne Vorstellungen der Freimaurerei, die als Schauermärchen zu qualifizieren sind. Zu solchen Gerüchten haben die Freimaurer allerdings durch ihre Geheimbündelei selbst einen Gutteil mit beigetragen (wer dazugehört, bleibt geheim; ebenso der Ablauf der Initiationsriten – vom Lehrling zum Gesellen bis zum Meister). Doch NZZ-Redaktor Thomas Ribi macht es sich zu einfach, wenn er den Freimaurern pauschal einen Persilschein ausstellt und jegliche Kritik aussen vorlässt oder ebenso pauschal als Verschwörungstheorien abtut.

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit seien hier einige Vorgänge genannt, die ein ausgesprochen schiefes Licht auf diese ehrenwerte Gesellschaft werfen und es verdienen, in Erinnerung gerufen zu werden.

Da ist zunächst auf den Langenthaler Geheimvertrag vom 28. März 1828 hinzuweisen. In diesem hinter dem Rücken des Vertragspartners, sprich des Vatikans, unter massgeblicher Beteiligung von Freimaurern abgeschlossenen Geheimabkommen beschlossen die Vertreter der zum Bistum Basel gehörenden Kantonsregierungen, dass nur ein letzteren genehmer Kandidat Bischof werden dürfe. Heute besteht in Wissenschaft und Lehre Einigkeit darüber, dass dem Langenthaler Geheimvertrag keinerlei Rechtswirkungen zukommen, insbesondere nicht auf die Auslegung des später abgeschlossenen, heute noch in Kraft stehenden Bistumskonkordats. Gleichwohl räumt dieses den Kantonen ein Streichungsrecht der vom Domkapitel erstellten Kandidatenliste ein. Die Kantone üben dieses Streichungsrecht via die sogenannte Diözesankonferenz aus, einem Zusammenschluss der Vertreter der zum Bistum Basel gehörenden Kantonsregierungen. Diese bis heute geübte, weltweit singuläre Praxis ist unvereinbar mit einem zeitgemässen Verständnis der Religionsfreiheit (vgl. dazu Franz-Xaver von Weber, Staatliche Mitwirkung bei der Basler Bischofswahl – Vertrags- und Völkerrechtliche Aspekte, in: Festschrift Louis Carlen 1999).

Eben diese Diözesankonferenz hat im 19. Jahrhundert immer wieder durch exzessiven Gebrauch dieses Streichungsrechts massiven Druck auf die Katholische Kirche ausgeübt, um so missliebige Anwärter auf das Bischofsamt auszuschliessen (vgl. auch die von sieben Kantonen beschlossene Absetzung von Bischof Eugène Lachat im Gefolge des Ersten Vatikanischen Konzils). Peter Walliser hat die einschlägigen Verstrickungen der Freimaurer in staatliche Übergriffe akribisch dokumentiert (vgl. ders., Die Freimaurer im Kanton Solothurn während des 19. Jahrhunderts mit Auswertung der Präsenzlisten der Diözesankonferenzen 1828–1900, Zollikofen 2001).
 


Abgesehen vom Bildungsbereich tobte der Kulturkampf auf keinem Gebiet so heftig wie im Begräbniswesen. Insbesondere die Frage, ob die Kremation erlaubt sein soll, erhoben die Freimaurer zum casus belli. Im Standardwerk von Professor Ulrich Lampert, «Kirche und Staat in der Schweiz», Bd. 2, findet sich auf S. 488 folgender Satz: «Als Gegendemonstration gegen das Vatikanische Konzil 1869 traten zu Neapel etwa 700 Abgeordnete der Grosslogen aus den verschiedensten Ländern zusammen, wobei als Mittel zur Beseitigung der kath. Religion (sic) u.a. die Verweltlichung der Friedhöfe, oder noch besser, die Verwandlung derselben in Leichenverbrennungsanstalten bezeichnet wurde.»

Die Strategie der Spannung
Für das skandalträchtigste Kapitel in der jüngeren Geschichte der Freimaurer sorgte die italienische Geheimloge Propaganda Due (kurz «P2» genannt) unter dem Dach der «Grande Oriente d’Italia». Es liest sich wie eine «chronique scandaleuse», die auch den besten Hitchcock-Krimi blass aussehen lässt. Bereits der Name ist Programm: Diese Loge, 1887 gegründet, verstand sich als bewusster Gegenpol zu der vom Vatikan einige Jahre zuvor gegründeten Kurienkongregation «Propaganda fide» (= zur Verbreitung des Glaubens).

Im Italien der Nachkriegszeit griff zunehmend die Angst vor einer kommunistischen Machtübernahme um sich, nicht zuletzt in den führenden Kreisen der P2. Diese entwickelten die sogenannte «Strategie der Spannung», will heissen: Unter Zuhilfenahme auch gewalttätiger Methoden sollten die staatlichen Institutionen destabilisiert und ein allgemeines Chaos provoziert werden, um einen Vorwand für die Vorbedingungen eines Staatsstreichs zu schaffen. Führender Kopf der P2 und Vordenker der «Strategie der Spannung» war Licio Gelli, Meister vom Stuhl – ein ebenso hochintelligenter wie skrupelloser, mit allen Wassern gewaschener Mann. Ein Verwandlungskünstler par excellence, der seine unterschiedlichsten Rollen perfekt zu spielen verstand. So geht der Terroranschlag auf den Hauptbahnhof in Bologna vom 2. August 1980 mit 85 Todesopfern beispielsweise auf das Konto von P2, welche Kriminelle für dieses Verbrechen angeheuert hatte. P2 war es zunächst gelungen, diesen Anschlag der linksextremen Terrororganisation Rote Brigaden in die Schuhe zu schieben. Ein Ansinnen, das in späteren Gerichtsverhandlungen als dreiste Lüge entlarvt wurde.

Bombe geplatzt
Die Bombe platzte, als Steuerfahnder am 17. März 1981 in Gellis Landhaus auf der Suche nach hinterzogenen Vermögenswerten sozusagen en passant auf die 962 umfassende Mitgliederliste von P2 stiessen. Auf dieser Liste fanden sich so prominente Namen wie der «Cavaliere» Silvio Berlusconi, Medien-Mogul und späterer Ministerpräsident; Roberto Calvi, «Banker Gottes» genannt, Chef der zusammengebrochenen Banco Ambrosiano (mit der Vatikanbank als Hauptaktionär), der unter einer Brücke in London erhängt aufgefunden wurde; Michele Sindona, der die Mafia ins Boot holte und in einem Gefängnis mit einem vergifteten Espresso ermordet wurde. Alles «ehrenwerte Figuren», zu denen sich die Crème de la Crème der italienischen Politik und Finanzindustrie gesellte, darunter auch mehrere Generäle und ranghohe Angehörige der Geheimdienste.

Die Veröffentlichung der Liste der P2-Mitglieder führte in Italien zu einem Erdbeben. Der ebenfalls zu dieser Loge gehörende Ministerpräsident Arlando Forlani musste zurücktreten. Staatsanwaltschaften nahmen im ganzen Lande Ermittlungen wegen des Verdachts auf kriminelle Handlungen auf.

Atemberaubend, ja halsbrecherisch: das anschliessende Finale des Meisters vom Stuhl, Licio Gelli. Nachdem die Liste aufgeflogen war, setzte er sich in die Schweiz ab. 1982 wurde er in den Räumlichkeiten der Schweizerischen Bankgesellschaft in Genf verhaftet, wo er mit gefärbten Haaren, einem Schnurrbart und einem gefälschten argentinischen Pass versucht hatte, mehrere Millionen Franken von einem seiner Bankkonten abzuheben. Die Schweiz erklärte sich 1983 bereit, Licio Gelli an Italien auszuliefern. Doch ihm gelang es, kurz vor der Auslieferung aus dem Genfer Hochsicherheitsgefängnis Champ-Dollon zu flüchten. Wie das? Bestochene Wärter transportierten ihn in einem Lieferwagen zu einem in der Nähe gelandeten Helikopter, der den Flüchtigen nach Monaco flog (vgl. «Italiens Mächtige folgten ihm», «Tages-Anzeiger», 17. Dezember 2015). Ob er bei seiner abenteuerlichen Flucht Support von hiesigen Logenbrüdern erhielt? Honi soit qui mal y pense! In einem Brief hatte sich Gelli – Noblesse oblige – wenig später bei den zuständigen Behörden für die mit der Flucht verbundenen «Unannehmlichkeiten» entschuldigt. Im September 1987 wurde er dann doch noch an Italien ausgeliefert, wo er seit 1998 auf seinem Landgut in Arezzo standesgemäss eine in Hausarrest umgewandelte Haftstrafe absass. Licio Gelli überlebte die meisten seiner Logenbrüder: Am 15. Dezember 2015 starb er im hohen Alter von 96 Jahren.
 


Der plötzliche Tod von Papst Johannes Paul I.
Klar, dass die Freimaurerei auch vor den Mauern des Vatikans nicht Halt machte. Als Papst Johannes Paul I. nach gerade einmal 33 Tagen im Amt am 28. September 1978 unerwartet verstarb, schossen die Spekulationen ins Kraut. Dies umso mehr, als sowohl die Angehörigen des Papstes als auch der Vatikan eine Obduktion verweigerten.

Besonderes Aufsehen erregte David Yallop, der in seinem Buch «Im Namen Gottes?» behauptete, Johannes Paul I. sei ermordet worden, weil er die kriminellen Machenschaften zwischen dem Banco Ambrosiano und der Vatikanbank aufdecken und beseitigen wollte. David Yallop erwähnte in diesem Zusammenhang auch ausdrücklich die Verbindungen des Banco Ambrosiano mit der P2. David Yallop wollte auch von einer geheimen Freimaurer-Liste Kenntnis haben, welche 121 Mitglieder aus den höchsten Kreisen der katholischen Hierarchie auflistet. Besonders ins Visier nahm David Yallop Kardinalstaatssekretär Jean-Marie Villot, den er verdächtigte, am Komplott gegen Papst Johannes Paul I. beteiligt gewesen zu sein, weil er seine Absetzung gefürchtet habe. David Yallop wörtlich: «Kardinalstaatssekretär Villot, Logenname Jeanni, Logennummer 041/3, aufgenommen in einer Zürcher Loge am 6. August 1966» (a.a.O., S. 246).

Wikipedia reiht das Buch von David Yallop ins Kapitel «Verschwörungstheorien» ein, denn das Buch fusse überwiegend auf Verquickungen verschiedener Tatsachen und Begebenheiten mit nie belegten Mutmassungen und Anschuldigungen. Eine Kritik, für die vieles spricht. Doch gerade im Fall von Kardinalstaatssekretär Villot sind die Ausführungen von David Yallop nicht einfach aus der Luft gegriffen. Das News-Portal «katholisches.info» konnte jedenfalls gestützt auf Nachforschungen in seinem Nachlass belegen, dass Kardinalstaatssekretär Villo engste Beziehungen zur «Grand Orient de France» unterhielt, der ältesten und grössten Freimaurerloge in Kontinentaleuropa.

Die Beziehungen zwischen der Freimaurerei und der Katholischen Kirche sind bis heute kompliziert und konfliktreich geblieben. Aufschlussreich sind diesbezüglich die Darlegungen von Georg Gänswein in seinem Buch «Nichts als die Wahrheit». Darin erinnert der heutige Erzbischof Gänswein an den Kodex des kirchlichen Rechts von 1917, der in can. 2335 die Mitgliedschaft in einer Freimaurerloge mit der Strafe der Exkommunikation belegt. Im neuen, 1983 in Kraft getretenen kirchlichen Gesetzbuch werden die Freimaurer nicht mehr explizit erwähnt. Manche Stimmen innerhalb und ausserhalb der Kirche vertraten nun die Ansicht, dass das Verbot der Freimaurer damit obsolet geworden sei. Der damalige Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Joseph Ratzinger, stellte deshalb in einer von Johannes Paul II. gebilligten Verlautbarung klar, dass das Urteil der Kirche über die freimaurerischen Vereinigungen unverändert weiterbesteht, weil deren Prinzipien stets als unvereinbar mit der Lehre der Kirche betrachtet werden und deshalb der Beitritt zu ihnen nach wie vor verboten ist. Erzbischof Gänswein hält angesichts dieses klaren Stellungsbezugs wenig überraschend fest: «Als der Präfekt (sc. Kardinal Ratzinger) den Stuhl Petri bestieg, stiess er deshalb gelinde gesagt auf die eisige Ablehnung der Freimaurer» (a.a.O., S. 42).

Während des Pontifikats von Papst Franziskus wurde diese Haltung bekräftigt. Die Katholische Kirche tut gut daran, von dieser Haltung nicht abzurücken.


Niklaus Herzog
swiss-cath.ch

E-Mail

Lic. iur. et theol. Niklaus Herzog studierte Theologie und Jurisprudenz in Freiburg i. Ü., Münster und Rom.


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Bemerkungen :

  • user
    Daniel Ric 15.02.2026 um 16:51
    Speziell ist an diesen Geheimgesellschaften, dass alle Offenheit und Transparenz predigen, auf der anderen Seite sehr verschwiegen sind, wenn es um ihre Interessen geht. Die "offene Gesellschaft" (Popper) ist gar nicht so offen, da es in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sehr viele Absprachen gibt, welche den freien Wettbewerb der Ideen zu einer Farce werden lassen. Als Katholiken dürfen wir diesen Geheimgesellschaften wie den Freimaurern auch nicht zu viel Beachtung schenken, da nicht irgendwelche Geheimbünde, sondern Gott der Herr der Welt ist. Verschwörungstheorien lenken unseren Sinn in die falsche Richtung, da sie unseren Geist vereinnahmen und uns erlahmen lassen, uns voll und ganz für das Reich Gottes einzusetzen. Beten wir für alle Menschen, dass sie Jesus Christus als ihren Herrn erkennen.
  • user
    Joseph Laurentin 15.02.2026 um 10:28
    Der Vatikan ist sehr wohl von der Freimaurerei beeinflusst. In diesem Zusammenhang verweise ich auf das lesenswerte Buch „Infiltriert“ des amerikanischen Theologen und Bloggers Taylor Marshall. Darin beschreibt er, wie Freimaurer und mit ihnen verbundene Geheimgesellschaften wie die Carbonari gezielt Einfluss auf die katholische Kirche genommen haben. Diese Darstellung wird oft vorschnell als Verschwörungserzählung abgetan, stützt sich bei ihm jedoch auf historische Quellen. Besonders wichtig ist für Marshall das Dokument „Permanent Instruction of the Alta Vendita“ (siehe Wikipedia). Darin wird sinngemäss eine Langzeitstrategie beschrieben: Nicht die Päpste sollen bekehrt werden, sondern die Kirche soll über Jahrzehnte hinweg von innen durchdrungen werden. Ziel sei ein „Papst nach ihrem Herzen“. Der Weg dorthin führe über Bildung, Literatur, Familien, Universitäten und vor allem über die Seminarien, sodass eine entsprechend geprägte Generation später Leitungsämter bis hin zum Kardinalskollegium besetzt. Ideologisch ordnet Marshall die Freimaurerei einem religiösen Indifferentismus und Universalismus zu, der Offenbarungswahrheit durch Vernunftmodelle ersetzt und damit dem katholischen Wahrheitsanspruch widerspricht. Er verbindet dies zudem mit gesellschaftlichen Gleichheits- und Neuordnungsvorstellungen. Als Endbild nennt er ein Kirchenoberhaupt, das relativistisches oder universalistisches Religionsverständnis positiv deutet.
    In dieselbe Richtung verweisen auch Darstellungen zur „St. Galler Mafia“ unter Carlo Maria Martini, Godfried Danneels, Walter Kasper, Karl Lehmann, Cormac Murphy-O’Connor u.a. Dort ist gezielt ein Kandidat für das Papstamt aufgebaut und unterstützt worden, nämlich Papst Franziskus, um einen entsprechenden Reformkurs zu ermöglichen.
  • user
    ser AD 14.02.2026 um 21:48
    Thomas Ribi scheint mir speziell hinsichtlich katholischer Religion keine seriöse Referenz.

    Ich lese seine Beiträge schon lange nicht mehr.
  • user
    Michael Dahinden 14.02.2026 um 17:01
    Nur eingefleischte Pyromanen haben die Brandursache erkannt:
    Bei den Herren Freimaurern wird jetzt auch Weihrauch verbrannt.
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    Karl Oswald 14.02.2026 um 13:05
    Dem ausserordentlich gut recherchierten Artikel gebührt Danksagung. Es braucht mehr Aufmerksamkeit in Richtung Freimaurerei und Kommunismus - nicht unbedingt institutionell gefasst, sondern heutzutage vor allem gedanklich übermittelt.
  • user
    Antonius 14.02.2026 um 08:11
    Wie gross der Einfluss der Logen auf die Politik und Wirtschaft ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Es kommt sicher auch aufs Land an. In der Schweiz gehe ich davon aus, dass tatsächlich viele anständige Leute dabei sind. Was mir allerdings wirklich Sorgen macht, ist dass die Ideen der Freimaurerei tief in die theologischen Kreise eingedrungen sind. Die Ideen heissen: Alle Religionen sind gleich. Christus ist einer unter vielen usw. Das macht unsere Kirche zu einer lahmen Ente, für die sich niemand mehr einsetzt. Wichtig wäre genau zu studieren, was das II. Vaticanum über die anderen Religionen gesagt hat. Da findet sich eine gewisse Wertschätzung, die sich übrigens schon bei etlichen altkirchlichen Autoren findet, aber sicher keine Gleichmacherei.
    Es war ja vor einem Vierteljahrhundert interessant, die verschiedenen Reaktionen auf Dominus Jesus zu beobachten. Auch gestandene Theologieprofessoren wurden hysterisch. Vielleicht weil all die gleichmacherischen Lügen in einem Wisch weggeputzt worden sind. Mal schauen, wie es weitergeht.
  • user
    Kathrin Benz 13.02.2026 um 19:00
    Zurzeit gedenkt Mexiko gerade dem Cristero-Krieg (Cristiada genannt) vor hundert Jahren. Vor zwei Wochen sind 70'000 junge Menschen zu einer Wallfahrt zum Heiligtum Cristo Rey in Cubilete (Mexiko) aufgebrochen, viel mehr als erwartet. An akademischen Kongressen widmen sich Kirche und Fachleute dieser Tage der Aufarbeitung des "vergessenen" bewaffneten Aufstands der katholischen Bevölkerung (1926-1929) gegen das äusserst brutale Freimaurer-Regime, das die Religion mit allen Mitteln ausrotten wollte. Präsident Plutarco Elias Calles war bekennender Freimaurer. Die Logen hatten das Land fest in ihrer Hand.