In der Nacht auf Montag, den 26. Januar 2026, brannte es lichterloh auf dem Lindenhof Nr. 4 inmitten der Zürcher Altstadt. Als die Feuerwehr eintraf, frass sich das Feuer derart aggressiv durch den Dachstuhl, dass sich die Einsatzkräfte zu ihrem Selbstschutz fluchtartig aus dem Gebäude zurückziehen mussten.
Dieses Gebäude im Herzen Zürichs ist nicht irgendein Haus, denn darin logiert buchstäblich die Loge «Modestia cum libertate», die älteste (gegründet 1771) und mit 120 Mitgliedern grösste Freimaurerloge auf dem Platz Zürich. Darin sind auch andere Logen einquartiert. Zum Immobilienbesitz gehört das gesamte Lindenhof-Geviert zwischen Pfalz- und Wohllebgasse bis zur Schipfe. Der Marktwert dürfte angesichts der Preisentwicklung der letzten Jahre mittlerweile mehrere Hundert Millionen Franken betragen.
Brisant: Just zwei Tage vor dem Brand hatte «Weltwoche»-Chefredaktor Roger Köppel seinen Mitarbeiter Christoph Mörgeli vor dem Logentempel im Hintergrund interviewt und einen informativen, sachlichen Dialog über die Geschichte der Freimaurerei in Zürich geführt. Gleichwohl löste das Video zahlreiche erboste Kommentare aus: Eine ziemlich verharmlosende Beschreibung der Freimaurer sei das; ein okkulter Geheimbund, «bei dem man ähnlich wie bei Scientology höherer Ränge erreichen muss», tönte es aus der «Weltwoche»-Leserschaft.
War es Brandstiftung?
Besteht ein Zusammenhang zwischen diesen beiden Ereignissen? Anders gefragt: War es gar Brandstiftung, an deren Ursprung ein «gehaltvolles Video eines traditionsreichen Schweizer Mediums» stand? (insideparadeplatz.ch, 27. Januar 2026).
Für mehrere Freimaurer steht fest: Ja, es war eine Brandstiftung. In der Brandnacht sei in ein Nebengebäude eingebrochen worden. Von dort aus gab es freien Zugang zum Hauptgebäude. Es steht die Vermutung im Raum, dass Brandbeschleuniger eingesetzt und damit die Funktion der erst vor kurzem eingesetzten Brandmelder sozusagen obsolet wurde. Mittlerweile hat die Stadtpolizei den Fall an die über spezialisierte Brandermittler verfügende Kantonspolizei abgetreten. Diese ermittelt in alle Richtungen, mit Schwerpunkt Brandstiftung.
Gross war das Medienecho auf diesen symbolträchtigen Grossbrand, traf er doch das Herz der Schweizer Freimaurer. Nicht zufällig hat dabei die «Neue Zürcher Zeitung» diesen aussergewöhnlichen Vorfall gleich in mehreren Artikeln aufgegriffen. Den bemerkenswertesten, ganzseitigen Beitrag lieferte Thomas Ribi («Das Geheimnis der geheimen Gesellschaft» vom 28. Januar 2026). Fakten- und kenntnisreich greift er dabei zu einem probaten Mittel: Um die Freimaurerei zu immunisieren, tischt er eine schier endlose Menge von Verschwörungstheorien auf – und entzieht sich zugleich der Auseinandersetzung auch mit berechtigter Kritik an der Freimaurerei.
Demgegenüber listet Thomas Ribi minutiös monströse Verschwörungstheorien auf: Den Ersten und Zweiten Weltkrieg sollen sie angezettelt haben. Die Französische Revolution ebenso. Auch in die Attentate vom 11. September 2001 in New York seien sie involviert gewesen. Nun sollen sie gar die Katholische Kirche unterwandert haben: Der Papst sei ein verkappter Logenbruder. Es sind dies Schauergeschichten, die im Vorwurf der Weltverschwörung gipfelten. Doch wie kam es zu diesen bis heute kolportierten Verdächtigungen?
Kommentare und Antworten
Bemerkungen :
In dieselbe Richtung verweisen auch Darstellungen zur „St. Galler Mafia“ unter Carlo Maria Martini, Godfried Danneels, Walter Kasper, Karl Lehmann, Cormac Murphy-O’Connor u.a. Dort ist gezielt ein Kandidat für das Papstamt aufgebaut und unterstützt worden, nämlich Papst Franziskus, um einen entsprechenden Reformkurs zu ermöglichen.
Ich lese seine Beiträge schon lange nicht mehr.
Bei den Herren Freimaurern wird jetzt auch Weihrauch verbrannt.
Es war ja vor einem Vierteljahrhundert interessant, die verschiedenen Reaktionen auf Dominus Jesus zu beobachten. Auch gestandene Theologieprofessoren wurden hysterisch. Vielleicht weil all die gleichmacherischen Lügen in einem Wisch weggeputzt worden sind. Mal schauen, wie es weitergeht.