Das breite und einfache Volk Gottes steht abseits. Die hauptamtlichen Akteure dieser disfunktionalen Gremienkriche sind es, die für teures Geld mit den in Auftrag gegebenen Steuerungselementen und synodalen Papieren beschäftigt sind. Es schaut dabei nichts anderes heraus als immer wieder neu zu lesende Dokumente, heterodoxe Studienergebnisse und neu ausgeklügelte Gremien (zu den vielen, bereits bestehenden).
Dabei würde genügen, wenn jeder Katholik wirklich einer wäre: Salz der Erde. Der Hl. Geist würde durch ihn wirken. Aber am Werk sind Berufskatholiken, die in ihrer Freizeit wieder Pause machen. Viele von ihnen besuchen nicht einmal regelmässig die Sonntagsmesse. Aber natürlich wissen sie, wie man die Kirche erneuern muss, Das kann man dann nachlesen, klug Ausgedachtes.
Das gilt auch für die Erfinder dieses synodalen Prozesses in Rom. Es ist inzwischen sowieso deutlich geworden, was der Prozess will: einen Umbau der bisherigen und unverrückbaren Lehrpositionen in Bezug auf Scheidung und Wiederverheiratung, Homosexualität (die ganze Queer-Agenda), die synodale Demokratisierung der Kirchenleitung, neue Ämter für die Frau, ökumenische und interreligiöse Fortschritte auf Kosten der eigenen Katholizität. Diese muss man ja in der Tat suchen. Die propagierte Inklusion betrifft hauptsächlich die Normalisierung der Homosexualität in der Kirche und ist nichts anderes als eine Revision ihrer Lehre bei den seit 60 Jahren immer gleichen Themen. Viel Brimborium um eine leicht zu durchschauende Agenda. Anscheinend haben wir genügend Homosexuelle im Klerus und in der kirchlichen Hierarchie, die genauso penetrant und unermüdlich wie in der übrigen Gesellschaft uns die Regenbogenfarben bei jeder sich bietenden Gelegenheit aufs Auge drücken und sich ihrem Ziel näher glauben denn je.
Aber dass die Konzilsdokumente nicht mehr gelten, verwundert schon. Das Konzil sprach ja noch von einem Wesensunterschied des geweihten Priestertums gegenüber dem nichtgeweihten allgemeinen; es sprach von der Einheit von Weihe und Jurisdiktion/ Leitung, von einem hierarchisch geordneten Volk Gottes. Alles Schnee von gestern! Heute zerstören diese vom Konzil gewünschte Einheit von Weihe und Leitung (Jurisdiktion) nicht nur die Piusbrüder (ihre Weihbischöfe ohne Jurisdiktion), sondern auch jene, die in Rom und bei uns Laien zu Vorstehern bzw. Präfektinnen von Dikasterien machen mit Bischöfen als ihren subordinierten Assistenten oder Co-Chefs, bei uns zu Gemeindeleitern und Vorstehern von Seelsorgeeinheiten und Pfarreien mit sog. mitarbeitenden Priestern als ihre Untergebenen.
Aber sie machen die Rechnung ohne den viel zitierten Hl. Geist. Er schlägt ganz andere Wege ein. Schaut Euch die vielen jungen Taufbewerber an, ein sich ausbreitendes Phänomen, aber keine Frucht des synodalen Prozesses.
Die Kirche würde sich besser der liturgischen Frage zuwenden, wenn sie nicht zusehen will, wie ihr die Felle weiterhin davonschwimmen, bachab. Das ist genau, was ich diesem synodalen Prozess wünsche, von dem ich nichts erwarte. Bisher hat er ja auch in der Tat nichts gebracht ausser hauptamtliche Geschäftigkeit, ein Overkill an Worten und Direktiven, aber kein übernatürliches Leben in den Herzen der Gläubigen. Dieses käme von einer wirklichen Bekehrung, von der Hingabe des eigenen Blutes. Die Prozesse sind im Gegensatz dazu Kopfgeburten; sie gehen nicht ins Blut, wenigstens nicht in meines. Wahrscheinlich bin ich nicht der Einzige.
Man wird sehen, dass dieser Versuch, die Kirche zu erneuern und im Sinne der eigenen Interessen neu zu formatieren – denkt an den propagierten Paradigmenwechsel von der apostolischen zur synodalen Kirche - scheitern wird. Schlimmer noch, er ist schon heute ein Beschleuniger zentrifugaler Kräfte und neu drohender Schismen, innerer und äusserer!
Vielleicht sollten wir wieder den Altar zur Mitte der Kirche machen. Vielleicht sollten alle in der Kirche bedenken, dass es ohne den Priester keine Hl. Messe gibt, und ohne die Hl. Messe keine Kirche. Eine priesterlose Kirche wird verschwinden, von der einige bei uns träumen, die den Priester marginalisieren oder verdrängen und meinen, es hätte die Stunde der Laien geschlagen.
Viele junge Menschen fühlen sich deshalb von der alten Liturgie so angezogen. Sie aber ist still (vor allem beim Höhepunkt). In der Konzilskirche wird ständig geredet, liturgisch und synodal. Es besteht geradezu ein Zwang dazu, weil das Geheimnis wegfällt, vor dem man niederkniet, um alles von CHRISTUS zu empfangen, was wirkliches Leben bringt. Wir müssten uns wieder umdrehen, uns hinwenden, zu IHM aufschauen. Die Priester aber schauen ins Volk, dieses thematisiert sich selbst nach sekundären Kategorien und feiert dann Liturgie als Subjekt derselben. Der Priester ist nur Vorsteher der Versammlung. CHRISTUS, die Hauptattraktion (buchstäblich und wörtlich!) jedes Gottesdienstes gerät aus ihrem Blick. Sogar der Papst verdrängt IHN in den Papstmessen, die vor allem zu einer Begegnung mit ihm, dem Papst (-Superstar?) werden, nicht mit CHRISTUS. Über all das sollte man nachdenken, nicht unbedingt reden, sondern es ändern, jeder für sich!
Kommentare und Antworten
Bemerkungen :
Dieser Synodale Prozess zeigt aber, wer wirklich schismatisch ist, nämlich die Katholische Kirche in Rom. Man versucht mit dem synodalen Prozess sich an die Reformierten und Protestanten Kirchen anzunähern, ja gar anzupassen. Eine Freundschaft zu einer anderen Kirche (v.a. eine die sich von der katholischen Kirche getrennt hat) welche eine Parallellkirche aufgebaut hat nennt man schismatisch....
Also ist doch ganz klar die Katholische Kirche schismatisch und nicht die Piusbruderschaft.
Der Synodale Prozess gehört sofort gestoppt. Er schadet der Katholischen Kirche und ihrer Tradition....
Mein Stolz wäre es, wenn ich sowohl von der Lefebvre-katholischen wie von der Deutsch-katholischen Kirche als häretisch oder schismatisch katalogisiert würde. Das würde mir bestätigen, dass ich meinem Tauf-und Firmgelübde treu geblieben bin und mich «nicht durch mancherlei fremde Lehren irreführen liess.» (vgl.Hebr 13,9)
Gott lässt seiner nicht spotten!
Hier die Lösung: Man muss Autorität und Tradition bewahren und nötigenfalls wiederherstellen. Die Kirche hatte immer Feinde, aber die wirklichen Probleme begannen, SEIT und WEIL die Tradition, die heilige Überlieferung DURCH MÄNNER DER KIRCHE missachtet wurde.
Wenn die Pius-Bruderschaft diesen Weg fortsetzt, besteht die reale Gefahr, dass sie sich schrittweise zu einer eigenständigen kirchlichen Parallelstruktur entwickelt.
Solche Entwicklungen begannen nie mit einer offenen Lossagung von der Kirche, sondern mit der Überzeugung, die rechtmäßige kirchliche Autorität erfülle ihre Sendung nicht mehr zuverlässig und außerordentliche Maßnahmen seien notwendig, um den wahren Glauben zu bewahren. Genau dieses Muster zeigt sich in der Kirchengeschichte immer wieder. Gruppen, die zunächst nur die Tradition schützen wollten, gelangten mit der Zeit zu der Überzeugung, nur noch sie se[bst repräsentierten die authentische Kirche. Die Palmarianische Kirche ist ein besonders drastisches Beispiel, das mit einer vollständig separaten Struktur mit eigenem Papst, Hierarchie und Lehrsystem endete. Die innere Logik ist stets diese[be: Wird die sichtbare Kirche als unzuverlässig angesehen, verlagert sich die Autorität schrittweise auf die eigene Gemeinschaft.
..und genau deshalb braucht es die Piusbruderschaft und die Bischofsweihen und nicht nur das Lamentieren, Exzellenz!
Ich empfehle allen sein neues Interview über sein Leben und die aktuelle Lage der Kirche auf unserem Kanal. https://www.youtube.com/watch?v=HvYwyA_0oyo&t=1s