Biblische Metaphern erschliessen den Glauben. Besonders das Johannesevangelium spricht von Jesus in eindrücklichen Bildern und Vergleichen. (Bild: zVg)

Neuerscheinungen Interview

Durch Bil­der die Gegen­wart Christi erfahr­bar machen

Bil­der sind seit jeher Teil des christ­li­chen Glau­bens und der Sakral­räume. Ihre Bedeu­tung geht weit über Ästhe­tik hin­aus: Sie erin­nern, ver­kün­den und machen die Gegen­wart Christi erfahr­bar. Mike Qer­kini ist in sei­ner Dis­ser­ta­tion die­ser span­nen­den The­ma­tik nachgegangen.

Sie haben über Bilder in der Liturgie promoviert und darin den Entwurf einer liturgiewissenschaftlichen Bildtheologie vorgelegt. Wie sind Sie zu diesem Thema gekommen?
Weil Bilder ein grosses Potenzial für die Verkündigung und die liturgische Erfahrung besitzen, wollte ich dieses Thema liturgiewissenschaftlich neu erschliessen. Meine Arbeit versteht sich als Vorschlag für eine liturgiewissenschaftliche Bildtheologie. Dabei greife ich bewusst auf Begriffe wie Bild, Gnade, Gnadenmittel, Sakrament und Sakramentalien zurück und bringe sie in einen systematischen Zusammenhang.

Was genau verstehen Sie unter dem Begriff «Bild»?
Diese Frage lässt sich nicht einfach beantworten, weil schon die Bildwissenschaft keine einheitliche Definition von Bildern kennt. Deshalb behandle ich in meiner Dissertation zunächst die wichtigsten Bildtheorien – von der antiken Philosophie bis zu modernen Ansätzen.

Mein Bildbegriff ist bewusst weit gefasst. Er umfasst nicht nur Ikonen, Gemälde und Skulpturen, sondern ebenso liturgische Gewänder, Altargeräte, den sakralen Raum sowie liturgische Texte und biblische Metaphern. All diese Ausdrucksformen können als liturgische Bilder verstanden werden, insofern sie Glaubensinhalte sichtbar, erfahrbar oder sprachlich vergegenwärtigen. Liturgische Bilder vermitteln den Glauben, prägen den Vollzug der Liturgie und eröffnen den Feiernden Räume spiritueller Erfahrung und theologischer Deutung.

Kann auch die Marienstatue im Wohnzimmer ein solches Bild sein?
Die Bildfrömmigkeit, die Pia Exercitia, nimmt in meiner Studie einen wichtigen Platz ein. Das Zweite Vatikanische Konzil hat die Bedeutung heiliger Bilder für die Liturgie neu hervorgehoben («Sacrosanctum Concilium», Nr. 122–130). Daran anknüpfend hat die «Kongregation für den Gottesdienst» im «Direktorium über die Volksfrömmigkeit und die Liturgie» (2001) die Rolle der Bilder in der Volksfrömmigkeit und ihr Verhältnis zur Liturgie vertieft. Dabei wird die enge Verbindung von Liturgie und Volksfrömmigkeit anerkannt, auch wenn ihr genaues Verhältnis theologisch nicht abschliessend bestimmt ist.

Viele Formen der Volksfrömmigkeit haben ihre Bildwelt aus der Liturgie übernommen. Das zeigt sich besonders an Gnadenbildern und ihren Repliken, etwa der Marienstatue von Lourdes. Wer eine solche Darstellung mit nach Hause nimmt, nimmt mehr mit als eine Erinnerung: Das Bild bleibt in seinem liturgischen Ursprung verwurzelt und entfaltet seine geistliche Wirkung im Alltag. Deshalb vertrete ich einen weiten Bildbegriff in der Liturgie. Wo ein Bild zum Gebet führt, die Beziehung zu Christus vertieft und auf sein Pascha-Mysterium verweist, besitzt es eine liturgische Dimension. In diesem Sinn kann es als Gnadenmittel und im weiteren Sinn als Sakramentalie verstanden werden. So kann auch eine Marienstatue im Wohnzimmer an der liturgischen Wirklichkeit teilhaben und den Glauben im häuslichen Leben nähren.

Kommen wir zur Bildtheorie. Hier haben Sie in Ihrer Bildstudie drei Hauptrichtungen unterschieden: die philosophische, die patristische und die liturgiewissenschaftliche Bildtheorie. Können Sie diese mit kurzen Worten erklären?
Das Zweite Vatikanische Konzil bestätigt den überlieferten Bildgebrauch der Kirche (vgl. SC 125). Um dieses christliche Bildverständnis zu erfassen, ist der Blick auf die Tradition der Kirche notwendig. Bereits das Konzil von Trient verwies bei der Lehre über die heiligen Bilder auf die Übereinstimmung mit der Überlieferung der Kirchenväter und der früheren Konzilien (vgl. DH 1821).

Die philosophische Bildtheorie fragt danach, was ein Bild ist und wie Bilder wahrgenommen werden – von der Antike bis zur modernen Bildtheorie. Die patristische Bildtheorie untersucht das Verständnis der Kirchenväter: Bilder sind hier nicht nur Darstellungen, sondern können eine geistliche und vermittelnde Funktion besitzen und stehen im Zusammenhang mit Gnade und Glaubensvollzug. Johannes von Damaskus nimmt dabei eine herausragende Stellung in der Entwicklung der christlichen Bildtheologie ein. Auf dieser Grundlage entwickelt sich die Frage nach einer liturgiewissenschaftlichen Bildtheorie. Ausgehend vom Pascha-Mysterium als Zentrum jeder sakramentlichen Feier können liturgische Bilder als Sakramentalien verstanden werden; zugleich zeigt sich eine Bilddimension auch innerhalb der Sakramente selbst.

Die drei Zugänge bilden keine abgeschlossene Grundlage, sondern einen Entwurf für eine liturgiewissenschaftliche Bildtheologie mit dem Ziel, die Bedeutung des Bildes für Liturgie und Theologie neu ins Bewusstsein zu rufen.

Welche dieser Bildtheorien eignet sich am besten für das Verständnis von Bildern in der Liturgie?
Das ist eine anspruchsvolle Frage, denn jede Bildtheorie eröffnet eine eigene Perspektive auf die sakralen Bilder. Gerade die Verbindung verschiedener Zugänge ermöglicht ein umfassenderes Verständnis. Je differenzierter der Blick auf liturgische Bilder ist, desto tiefer kann ihre Bedeutung erschlossen werden. Liturgie arbeitet mit starken Bildern, die den Menschen nicht nur intellektuell, sondern auch emotional und existenziell ansprechen. Ein eindrückliches Beispiel ist die Lichtfeier der Osternacht: Das Licht der Osterkerze steht für Christus, der die Dunkelheit des Todes überwindet. Wenn sich dieses Licht auf die vielen Kerzen in der dunklen Kirche ausbreitet, wird diese Botschaft nicht nur verkündet, sondern auch sinnlich erfahrbar. Hier wird das Wort Jesu aus dem Johannesevangelium gegenwärtig: «Ich bin das Licht der Welt» (Joh 8,12).
 


In der Geschichte hat sich die Art und Weise, etwas darzustellen, immer wieder verändert. Ich denke hier konkret an das Kruzifix.
Die Entwicklung des Kruzifixes zeigt, dass sich im Laufe der Geschichte auch die Darstellung des Heilsmysteriums verändert hat. In der frühen christlichen Ikonographie stand vor allem der verherrlichte Christus im Mittelpunkt – auch am Kreuz. Ab dem 12. und 13. Jahrhundert entwickelte sich im Westen zunehmend eine realistischere Darstellung des Leidens Christi. Dabei zeigt sich die besondere theologische Herausforderung des christlichen Bildes: Es muss stets zwischen Darstellung und Dargestelltem unterschieden werden. Diese Spannung begegnet bereits im alttestamentlichen Bilderverbot (vgl. Ex 20,4–5; Dtn 5,8–9), das davor warnt, Gott mit menschlichen Darstellungen gleichzusetzen. Die christliche Bildtheologie nimmt diese Spannung ernst: Das christliche Bild ist nicht Gott selbst, sondern verweist auf den Dargestellten und eröffnet eine geistliche Beziehung zu ihm. Gerade deshalb hat das Bild in der Kirchengeschichte immer wieder zu intensiven theologischen Diskussionen geführt. Sobald die Frage nach der Bedeutung des Bildes im Heilsgeschehen aufkam, musste geklärt werden, worin seine eigentliche Wirkweise besteht. Während in der Eucharistie Christus wirklich gegenwärtig ist, verweist das Kruzifix auf Christus und macht das Kreuzgeschehen erinnernd und geistlich gegenwärtig. Wer ein Kruzifix betrachtet, weiss, dass dieses Bild nicht Christus selbst ist. Zugleich führt es den Betrachter in die Wirklichkeit des Kreuzesgeschehens hinein. Es handelt sich nicht um Realpräsenz, sondern um eine vergegenwärtigende Präsenz, die in der Theologie als «Aktualpräsenz» bezeichnet wird. Damit führt die Frage nach dem christlichen Bild letztlich zu einem zentralen Thema der Liturgie: zur vielfältigen Weise der Gegenwart Christi in der liturgischen Feier.

Welches ist nun die konkrete Funktion eines Bildes in der Liturgie?
Die liturgische Funktion des christlichen Bildes besteht darin, die göttliche Gnade sichtbar und symbolisch erfahrbar werden zu lassen. Weil die Offenbarung Gottes den ganzen Menschen anspricht, eröffnet das Bild einen Zugang zur Heilswirklichkeit nicht nur über das Wort, sondern auch über die sinnliche Wahrnehmung. Ein liturgisches Bild ist ein vermittelndes Zeichen, das auf Gott verweist, den Glauben vertieft und eine Begegnung mit der göttlichen Gnade ermöglicht.

In der Liturgie sehen wir viele Bilder: auf Büchern, Gewändern, liturgischen Geräten usw. Diese gefallen nicht immer allen. Man denke z. B. an die Wandbilder von Ferdinand Gehr, die zum Teil hinter einem Vorhang versteckt wurden. Geht man davon aus, dass Bilder die Menschen zu Gott führen sollen, ist in diesem Bereich alles erlaubt?
Nein. Liturgische Bilder sind nicht beliebig, denn sie stehen im Dienst der Feier des Glaubens. Gleichzeitig zeigt die Geschichte, dass die Kirche immer wieder um die angemessene Darstellung des Heiligen gerungen hat. Die Ostkirche hat mit ihrer Ikonentheologie einen besonders klaren Bilderkanon entwickelt. Die Westkirche ist einen anderen Weg gegangen, kennt aber ebenfalls grundlegende Kriterien für sakrale Kunst. Auffallend ist, dass moderne Kirchenräume häufig mit einer zurückhaltenden Bildsprache arbeiten. Doch auch ein solcher Sakralraum kann selbst zu einem liturgischen Bild werden, indem er durch seine Gestaltung eine bestimmte geistliche Erfahrung ermöglicht. In der liturgischen Praxis zeigt sich jedoch eine Spannung: Bilder müssen einerseits auf die Heilwirklichkeit verweisen und eine Begegnung mit dem Dargestellten ermöglichen. Eine zu naturalistische Darstellung kann dabei die Gefahr bergen, sich zu sehr an der äusseren Form festzuhalten; eine zu abstrakte Darstellung kann dagegen den Zugang zum Geheimnis erschweren. Die Herausforderung besteht darin, eine Bildsprache zu finden, die zugleich künstlerisch überzeugend ist und den Glauben erschliesst. Hier zeigt sich auch, wie wichtig es ist, dass Künstlerinnen und Künstler den Geist der Liturgie kennen. Sakrale Kunst ist nicht nur eine Frage ästhetischer Gestaltung, sondern steht im Dienst des Glaubens und der Feier der Liturgie.[1]

Die Ostkirche hat seit jeher eine starke Verehrung von Bildern in der Liturgie. Können wir von ihr etwas lernen?
Ja, ich denke, dass die Westkirche von der Selbstverständlichkeit lernen kann, mit der die Ostkirche Bilder in der Liturgie verehrt. Im deutschsprachigen Raum ist bei der Verehrung sakraler Bilder bis heute vielfach eine gewisse Zurückhaltung spürbar, die mit der Sorge vor einer Verwechslung von Bild und Dargestelltem verbunden ist. Die christliche Bildtradition war jedoch nie auf eine Anbetung des Bildes ausgerichtet, sondern versteht das Bild als ein Zeichen, das zur Erinnerung, zur Belehrung und zur Vertiefung des Glaubens führt. Gleichzeitig kann auch die Ostkirche von der westlichen Tradition lernen, insofern diese immer wieder neue Wege gefunden hat, die Bedeutung des Bildes theologisch zu reflektieren und in unterschiedlichen kulturellen Kontexten auszudrücken. Es ist eine interessante Spannung: Die Ostkirche hat die Bedeutung der Ikone in besonderer Weise theologisch entfaltet und dogmatisch abgesichert – eine Vorgehensweise, die man sonst eher mit der westlichen Theologie verbindet.

Sie haben sich mehrere Jahre intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Gab es für Sie auch ein oder mehrere «Aha»-Erlebnisse?
Es gab mehrere solche Momente. Besonders spannend war für mich die Erkenntnis, wie eng biblische Bildsprache und liturgische Bildtradition miteinander verbunden sind. Im Rahmen des patristischen Bildzugangs habe ich anhand des Johannesevangeliums untersucht, wie aus biblischen Metaphern liturgische Bilder entstehen können. Aussagen Jesu wie «Ich bin das Licht der Welt» (Joh 8,12), «Ich bin die Tür» (Joh 10,9), «Ich bin der gute Hirt» (Joh 10,11) oder «Ich bin der Weinstock» (Joh 15,5) eröffnen unmittelbar bildhafte Zugänge zum Geheimnis Christi.

Eine weitere wichtige Erkenntnis war, dass die Frage nach dem christlichen Bild in der Kirchengeschichte häufig dort besonders intensiv wurde, wo theologische oder spirituelle Unsicherheiten entstanden. Bilder können hier einen wichtigen Beitrag zur Vertiefung und Klärung des Glaubens leisten. Gerade deshalb sehe ich in der christlichen Bildtradition auch eine besondere Aufgabe für die Neuevangelisierung – besonders angesichts einer zunehmend von Digitalisierung, sozialen Medien und Künstlicher Intelligenz geprägten Welt.

Ihre Dissertation umfasst über 400 Seiten – das schreckt etwas ab. Warum lohnt es sich, Ihr Buch zu lesen?
Ich habe mich bemüht, die Thematik so darzustellen, dass sie nicht nur für Fachtheologen, sondern auch für Menschen zugänglich ist, die sich für die Bedeutung christlicher Bilder interessieren. Dieser Anspruch ist auch durch den Austausch mit Schülerinnen und Schülern der Ikonen-Schule entstanden, die meine liturgiewissenschaftliche Bildstudie lesen möchten, um für das Schreiben von Ikonen eine tiefere geistliche Grundlage zu gewinnen.

Das Buch kann zudem auch kapitelweise gelesen werden, denn die drei Hauptteile eröffnen jeweils einen eigenen Zugang zur Bildthematik. Jeder dieser Bereiche birgt eigene Erkenntnisse und zeigt, wie vielfältig die Bedeutung des Bildes für den Glauben und die Liturgie ist. Als besonderes Highlight der Arbeit empfinde ich die bildtheologische Erschliessung der Entwicklung des Kruzifixes.

Ich freue mich deshalb über den weiteren Austausch über das christliche Bild und hoffe, auch künftig mit Menschen aus unterschiedlichen Bereichen ins Gespräch zu kommen. Die Beschäftigung mit einer liturgiewissenschaftlichen Bildtheologie bleibt für mich eine lebendige und spannende Aufgabe.
 

Dr. theol. Mike Qerkini (39) ist Priester des Bistums Chur und Rektor der Ikonen-Schule, die 2021 als Verein gegründet wurde. Seit ihrer Gründung widmet sich die Ikonen-Schule der wissenschaftlichen und praktischen Auseinandersetzung mit der christlichen Bildtradition und der Bildtheologie in der deutschsprachigen Schweiz.
 

Mike Qerkini, Entwurf einer liturgiewissenschaftlichen Bildtheologie. Eine zeichentheoretische und sakramentaltheologische Studie zu liturgischen Bildern. Verlag Friedrich Pustet 2026, 464 Seiten, ISBN 978-3-791736-56-3. 56 Euro. Link

 


[1] Zur unterschiedlichen Bewertung der sakralen Kunst in der Ost- und Westkirche: Aus ostkirchlicher Perspektive wird an der westlichen Sakralkunst teilweise kritisiert, dass sie stärker von individuellen künstlerischen Ausdrucksformen geprägt sei und dabei mitunter eine tiefere liturgietheologische Einbindung vermissen lasse. Umgekehrt wird die Ikonenkunst der Ostkirche aus westlicher Sicht gelegentlich als zu schematisch oder formal gebunden beurteilt. Diese gegenseitigen Anfragen verdeutlichen die unterschiedlichen theologischen Voraussetzungen und ästhetischen Traditionen beider Kirchen.


Rosmarie Schärer
swiss-cath.ch

E-Mail

Rosmarie Schärer studierte Theologie und Latein in Freiburg i. Ü. Nach mehreren Jahren in der Pastoral absolvierte sie eine Ausbildung zur Journalistin.


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Bemerkungen :

  • user
    Gabriela 30.07.2026 um 22:06
    Ich habe heute das Buch bekommen, und werde es mit grossem Interesse lesen. Da ich selbst Ikonen schreibe interessiert mich das Thema sehr.
    Danke für dieses Buch,
  • user
    John Henry 30.07.2026 um 22:01
    Vielen Dank. Es macht Freude solche Priester zu haben. Ich werde mit Interesse einige Teile der Doktorarbeit lesen. Bild und Liturgie tönt spannend. Viel Gnade und Gelingen !
  • user
    Carus 30.07.2026 um 20:38
    Herzlichen Glückwunsch zur Dissertation und Veröffentlichung. Wissenschaftliche Arbeit und die Disziplin die dahinter steckt hat immer Respekt verdient. Prinzipiell ist auch jedes Thema "interessant" - aber die Frage stellt sich ob auch relevant - hier habe ich ein Stück meine Zweifel - denn ich erkenne aus dem Interview nichts, was mir neu wäre ... im Gegenteil, es sind viele schön ausformulierte Allgemeinplätze, z.b dass aus Metaphern (also "Bildworten" «Ich bin der gute Hirt» (Joh 10,11) oder «Ich bin der Weinstock» (Joh 15,5) auch weiter "Bilder" im weiteren Sinn entstehen, ist jetzt nicht gerade bahnbrechend - genauso wenig, dass Bilder/Statuen/Ikonen etc...Vermittlungspotenzial haben.
    Man korrigiere mich, aber für mich klingt es sehr nach binnentheologischem Diskurs - ob die modernen philosophischen Bildtheorien einfließen oder ob diese einfach nur in der Eingangsübersicht abgehakt werden um zu seinem Steckenpferd zu kommen, wird auch nicht klar - ich könnte mir vorstellen, dass dort (und in der Kunstgeschichte) nämlich ganz anders diskutiert wird. Ein Grundsatzproblem vieler Theologen, dass sie eine Art Glasperlenspiel betreiben, mit Theorien arbeiten, die in anderen Wissenschaftsbereichen schon längst als überholt gelten.