Auszug nach dem Wallfahrtsgottesdienst. (Bild © ShadowLight Fotografie)

Kirche Schweiz

Ehe­ma­lige Schwei­zer­gar­dis­ten auf dem Pil­ger­weg nach Einsiedeln

Am 5. Sep­tem­ber führte die «Ver­ei­ni­gung ehe­ma­li­ger päpst­li­cher Schwei­zer­gar­dis­ten» ihre tra­di­tio­nelle Fuss­wall­fahrt nach Ein­sie­deln durch. Mit dabei: S. E. Mons. Ettore Bale­strero, Stän­di­ger Beob­ach­ter bei den Ver­ein­ten Natio­nen in Genf. Er fei­erte mit den Gläu­bi­gen die Hei­lige Messe und ver­lieh eini­gen der Anwe­sen­den eine päpst­li­che Verdienstmedaille.

Die Wallfahrt findet jedes Jahr am ersten Samstag im September statt. Sie ist gleichzeitig auch ein Dank an all jene, welche die Päpstliche Schweizergarde in vielfältiger Hinsicht unterstützen.

Am Bahnhof Altmatt versammelten sich am Samstagmorgen rund 70 Fusswallfahrer, Exgardisten und ihre Angehörigen sowie weitere Gäste aus der ganzen Schweiz, wie die «Vereinigung ehemaliger päpstlicher Schweizergardisten» in ihrer Medienmitteilung schreibt. Sie pilgerten über den Chatzenstrick bis zur Klosterkirche in Einsiedeln. Pfarrer Andreas Schönenberger, Pfarrer in Rapperswil-Jona und ebenfalls ehemaliger Schweizergardist, gestaltete den gemeinsamen Weg nach Einsiedeln mit geistlichen Impulsen: An mehreren Stationen thematisierte er das Herz und die Nächstenliebe. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer trugen wortwörtlich ihre Herzensanliegen, notiert auf weissen Holztafeln in Herzform, auf dem Pilgerweg mit sich.
 


Feierliche Messe mit Vatikandiplomat
Mit einem Gebet bei der Muttergottes vor der Gnadenkapelle endete die Fusswallfahrt. Es folgte der feierliche Einzug in die Klosterkirche. Die Heilige Messe zelebrierte Abt Urban zusammen mit dem Ständigen Beobachter bei den Vereinten Nationen in Genf, S.E. Mons. Ettore Balestrero. Der Diplomat des Heiligen Stuhls dürfte einigen der anwesenden ehemaligen Schweizergardisten noch aus seiner Tätigkeit im Staatssekretariat des Vatikans in lebhafter Erinnerung sein. Der Gottesdienst, den auch zahlreiche weitere Pilgerinnen und Pilger mitfeierten, endete mit dem gemeinsamen «Salve Regina» vor der Schwarzen Madonna in der Gnadenkappelle.

Ehrung für den Dienst im Heiligen Jahr
Bei einem geselligen Mittagessen im Kongresszentrum «Zwei Raben» betonte der gebürtige Italiener und Erzbischof Balestrero die Wichtigkeit des Dienstes für den Nächsten. Er verwies auf das Vorbild des verstorbenen Bruders Meinrad Eugster vom Kloster Einsiedeln, für den bereits 1939 das Seligsprechungsverfahren eingeleitet wurde. Dieser einfache Ordensmann hatte in den alltäglichen Tätigkeiten, beispielsweise als Sakristan im Kloster, den Dienst am Nächsten mit grosser Hingabe und Bescheidenheit gelebt, sodass bis heute viele Leute an sein Grab pilgern. Erzbischof Balestrero vertraute Bruder Meinrad den Zuhörern und der Päpstlichen Schweizergarde als Vorbild für den Dienst im Alltag an. Anschliessend überreichte er zusammen mit dem Kommandanten der Schweizergarde, Oberst Christoph Graf, den ehemaligen Schweizergardisten und freiwilligen Helfern, die während des Heiligen Jahres in Rom Dienst geleistet hatten, die päpstliche Verdienstmedaille.


Redaktion


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