Die Gründung des Instituts wurde durch die Lehre und die Veröffentlichungen von Prof. Hauke vorbereitet. Der Dogmatikprofessor gibt seit 2002 die «Collana di Mariologia» (Mariologie-Reihe) heraus, die mittlerweile zwanzig Bände umfasst. Er ist seit 1992 Mitglied der «Pontifica Academia Mariana Internationalis» (PAMI) und seit 2007 Präsident der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Mariologie (DAM) sowie Herausgeber der Reihe «Mariologische Studien». Er ist ausserdem Mitglied des «Institutum Marianum» in Regensburg (IMR) und des «Internationalen Mariologischen Arbeitskreises Kevelaer» (IMAK), für den er zusammen mit Johannes Stöhr die Zeitschrift «Sedes Sapientiae. Mariologisches Jahrbuch» herausgibt. Sein 2008 erschienenes Lehrbuch «Einführung in die Mariologie» wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Der Professor, der 2026 seinen 70. Geburtstag feiern wird, wird bei seiner Arbeit für das Institut von einem Netzwerk von Schülern und Kollegen unterstützt, die die Arbeit auch in Zukunft fortsetzen können.
Vielseitige Kurse und Angebote geplant
Papst Leo XIV. appellierte während des 26. Internationalen Mariologischen Kongresses der «Internationalen Päpstlichen Marianischen Akademie» am 6. September 2025: «Die Kirche braucht die Mariologie; sie muss in akademischen Zentren, in Heiligtümern und Pfarrgemeinden, in Vereinigungen und Bewegungen, in Instituten des geweihten Lebens sowie an Orten, an denen zeitgenössische Kulturen entstehen, durchdacht und vermittelt werden, wobei die unzähligen Anregungen aus Kunst, Musik und Literatur zu nutzen sind. [...] Ich danke Ihnen für diesen kirchlichen Dienst, der uns weiterhin daran erinnert, dass die Kirche immer ein marianisches Gesicht und eine marianische Praxis hat.»
Die Theologische Fakultät Lugano bietet bereits im Grundstudium einen Kurs in Mariologie an, gemäss den Bestimmungen der Kirche zu diesem Thema.[1] Da leider nicht alle Theologischen Fakultäten einen solchen Kurs im Angebot haben, kann das Institut diesen Mangel beheben. Ein Grundkurs in Mariologie kann in verschiedenen Sprachen angeboten werden (nicht zuletzt auf Deutsch).
Vorlesungen und Seminare zur Mariologie können mehr Interessenten für das Lizentiats- und Doktoratsstudium anziehen, insbesondere in Dogmatik und Theologiegeschichte. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, ein Doktorat in Religionswissenschaften bzw. Philosophie (PhD) zu erwerben, das den mariologischen Aspekt auch in Disziplinen ausserhalb der Theologie (wie Literatur, Musik und Kunst) hervorhebt.
Geplant ist, ein Zertifikat in Mariologie für Mitarbeiter von Marienheiligtümern anzubieten. Dieser Studiengang umfasst voraussichtlich den Grundkurs in Mariologie, eine ausführlichere Einführung über die Marienverehrung und einige Grundkenntnisse (kanonisches Recht und Seelsorge) für die Arbeit in Heiligtümern. Es könnte sich um ein weiteres CAS (Certificate of Advanced Studies) handeln, nach dem ermutigenden Vorbild der beiden bereits bestehenden CAS in Lugano, nämlich dem für Religionslehrer und dem für Mitarbeiter im Gesundheitswesen. In diesem Zusammenhang wird es einen konkreten Vorschlag für das akademische Jahr 2026/2027 geben.
Das Institut kann auch öffentliche Vorträge für ein breites Publikum sowie Expertentreffen zu verschiedenen Themen der Mariologie organisieren.
Bereits im Frühjahrssemester 2026 werden (auf Italienisch) verschiedene Wahlkurse mit mariologischem Bezug angeboten, die auf der Internetseite der Theologischen Fakultät Lugano aufgeführt sind: über Marienerscheinungen im Leben der Kirche (Manfred Hauke), über die Teilhabe am Priestertum Christi in der Kirche (Serafino M. Lanzetta) und über Maria im 16. Jahrhundert (João Paulo de Mendonça Dantas).
Der Fakultätsrat hat beschlossen, nach Ablauf von vier Jahren eine Überprüfung des Instituts vorzunehmen.
[1] Kongregation für das Katholische Bildungswesen, Schreiben «Die Jungfrau Maria in der intellektuellen und spirituellen Ausbildung», 25. März 1988.
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