Stichwort «Vertrauenspädagogik»: Schwester Florence knüpft an am Evangeliumsbericht über den 12-jährigen Jesus, der ohne Wissen seiner Eltern drei Tage lang im Tempel zu Jerusalem lehrte. Trotz ihres Schmerzes über seine unangekündigte Abwesenheit («Kind, warum hast du uns das angetan?») kündigte Maria ihm nicht ihr Vertrauen auf, sondern «bewahrte alles in ihrem Herzen». Ebenso bei der Hochzeit zu Kana. Auch hier: Obwohl Jesus auf die Worte von Maria («Sie haben keinen Wein mehr») sehr schroff reagierte («Frau, was habe ich mit dir zu schaffen?»), entzog sie ihm nicht ihr Vertrauen, sondern sagte vielmehr zu den Dienern: «Was er euch sagen wird, das tut!» «Dies bedeutet», so Schwester Florence, «sich in die grosse, oft schmerzliche Kunst des Loslassens einzuüben, ein Lernprozess, so wie er auch den Müttern von heute nicht erspart bleibt.»
Stichwort «Bündnispädagogik»: «Es gilt», wie Schwester Florence weiter ausführt, «die übernatürliche Dimension mit einzubeziehen. Auch in Erziehungsfragen wollen wir uns ganz bewusst mit dem Himmel verbünden und die übernatürliche Dimension mit einbeziehen, denn wir sind nicht allein und den Fährnissen des Lebens schutzlos ausgeliefert. In der Schönstattbewegung wird dies durch das Liebesbündnis ganz konkret.»
Stichwort «Bewegungspädagogik»: «Es geht um eine innere Beweglichkeit, um die Menschen dort abzuholen, wo sie stehen; es geht darum, uns in sie hineinzudenken.»
Die Schönstattbewegung ist auch mit einem eigenen Stand am Familienanlass vertreten. Beim Sektor «Mädchen / junge Frauen» (Motto: «Mit Freude Frau sein!») steht auf einer Info-Tafel: «Wir gestalten unser Leben aus der Beziehung zu Jesus und Maria und wollen leuchtende Persönlichkeiten werden.» Dazu sagt Ladina Hinder, Leiterin der Schönstattbewegung Mädchen / junge Frauen: «Wir wollen auf dem Weg zur Heiligkeit stets mehr ausstrahlen. Es darf aber kein künstliches, aufgesetztes Leuchten sein. Vielmehr muss es erfüllt vom Heiligen Geist von innen her in die Welt ausstrahlen.»
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