Die Katholische Kirche in England und Wales zählt viele junge Kirchenbesucher; insgesamt ist die Zahl der Kirchenbesucher in England und Wales in den letzten sechs Jahren um 50 Prozent gestiegen. Dieses Phänomen ist auch in Frankreich, Belgien oder in asiatischen Ländern zu verzeichnen.
Die Bischofskonferenz von England und Wales zeigt grosse Präsenz, wenn es um wichtige ethische Fragen geht. So kämpft sie mit Aufrufen und Predigten gegen die Reform des Abtreibungsgesetzes, die Abtreibungen in den ersten 24 Wochen legalisieren will, oder gegen die Einführung von Sterbehilfe.
Verschiedene Pilgerwege, aber ein Ziel
Für das Heilige Jahr hat die Bischofskonferenz etwas Besonderes vor: Ende August findet eine nationale Pilgerwanderung statt. Die vier Hauptwege aus Norden, Süden, Osten und Westen schreiben dabei gleichsam ein Kreuzzeichen durch England und Wales und vereinigen sich am Samstag, dem 13. September 2025, an der Kathedrale in Nottingham. Am folgenden Tag feiern die Pilgerinnen und Pilger in der Kathedrale eine feierliche Messe zum Fest Kreuzerhöhung.
Für begeisterte Langstreckenwanderer gibt es Zubringerrouten zu den vier Hauptwegen von allen anderen katholischen Kathedralen in England und Wales; so können Pilgerinnen und Pilger aus allen Diözesen teilnehmen. Wem die Strecke zu lang ist, kann sich für einzelne Tagesetappen anmelden.
Wer nicht an der «Jubiläumswallfahrt der Hoffnung» teilnehmen kann, wird von den Organisatoren ermutigt, für den «Erfolg» der Wallfahrt und für das Wohlergehen und die Sicherheit der Pilgerinnen und Pilger zu beten oder – wenn man an einer Pilgerroute wohnt – Gastfreundschaft anzubieten, z. B. Tee und Kaffee im Pfarrsaal. Als dritte Möglichkeit wird zum Sponsoring für eine Wohltätigkeitsorganisation aufgerufen. Missio, Mary’s Meals, ein Hospizverein oder eine Lebensschutzorganisation stehen neben anderen zur Auswahl.
Mitgefühl, Glaube, Gebet und Gemeinschaft
Die nationale Wallfahrt ist Teil eines dreijährigen Projekts mit dem Namen «Hearts in Search of God» (Herzen auf der Suche nach Gott). Das Ziel dieses Projekts ist es, Wallfahrten in England und Wales zu fördern, indem Pilgerwege zwischen den Kathedralen der einzelnen katholischen Diözesen und einem oder mehreren Heiligtümern innerhalb derselben Diözese angelegt werden. «Die Hoffnung ist, dass Pilgerwanderungen zum Gemeinwohl unserer Nationen beitragen, indem sie die Begegnung mit anderen, Gastfreundschaft und Respekt für die Umwelt fördern», so Projektleiter Phil McCarthy.
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