Das Kirchendach des Franziskanerkonvents in Freiburg weist starke Schäden auf. (Bild: Inländische Mission)

Kirche Schweiz

Epi­pha­nie­kol­lekte – Zei­chen geleb­ter Solidarität

Seit vie­len Jah­ren unter­stützt die Inlän­di­sche Mis­sion mit der Epi­pha­nie­kol­lekte finanz­schwa­che Pfar­reien resp. Kirch­ge­mein­den, damit reno­vie­rungs­be­dürf­tige Kir­chen erneu­ert wer­den können.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verliessen viele Menschen auf Arbeitssuche ihren Wohnort. Katholiken fanden sich plötzlich in einer reformierten Umgebung und ohne Seelsorge durch einen Priester. Da die Katholische Kirche in den reformierten Kantonen keine Kirchensteuern erheben konnte, wurde 1863 die Inländische Mission gegründet. Innerhalb kurzer Zeit konnten dank der Hilfe vor allem aus den katholischen Stammlanden Gottesdiensträume gemietet und Priester angestellt werden – im Laufe der Jahre wurden Dutzende von Pfarreien gegründet. Aufgrund der veränderten Situation unterstützte die Inländische Mission ab 1963 vor allem Berg- und Randgebiete, später kamen neue Seelsorgeaufgaben in Agglomerationen dazu.

Ein wichtiges Datum war das Jahr 1911: Papst Pius X erlaubte, die Erträge des Epiphanieopfers neu für die Schweizer Diaspora zu verwenden (vorher wurden die Einnahmen der Kollekte zugunsten der Mission im Ausland eingesetzt).

Das Epiphanieopfer wurde zunächst jeweils für die finanzielle Unterstützung einer einzelnen Diaspora-Pfarrei verwendet, um diese alsdann in die finanzielle Selbständigkeit entlassen zu können. Seit 1965 erhalten drei Pfarreien je einen Drittel der Kollekte für Kirchenbauten oder Kirchenrenovationen.
 


Die Epiphaniekollekte 2026 wird zugunsten der Heilig-Kreuz-Kirche der Franziskaner-Minoriten in Freiburg (FR) sowie der beiden renovationsbedürftigen Pfarrkirchen Mariä Unbefleckte Empfängnis in Monthey (VS) und Mariä Geburt in Miécourt (JU) aufgenommen.

Die kulturell bedeutsame Klosterkirche Heilig Kreuz der Franziskaner-Minoriten mitten in Freiburg ist ein wichtiger religiöser Bezugspunkt für die Stadt und deren Umgebung. Das Kirchendach und die Innenbeleuchtung müssen unbedingt saniert werden, was die finanziellen Möglichkeiten der kleinen Klostergemeinschaft bei weitem übersteigt. Von den Gesamtkosten von 1,16 Mio. Franken ist erst die Hälfte gedeckt.

Die Pfarrei Monthey steht vor der Aufgabe der Gesamtrestaurierung ihrer 1854 eingeweihten Pfarrkirche. Die aussen karge, aber innen reich ausgestattete Kirche steht unter eidgenössischem Denkmalschutz. Trotz Eigenmitteln und der Beiträge von Dritten verbleibt bei Gesamtkosten von 4,1 Mio. Franken eine Deckungslücke von 500 000 Franken.
 


Hilfe braucht auch die Kirchgemeinde La Baroche in der Ajoie, die nur 675 Mitglieder aufweist. Die im 18. Jahrhundert errichtete Pfarrkirche Miécourt muss innen saniert werden, da das Mauerwerk feucht und die Inneneinrichtung gefährdet ist. Die Sanierung des Kircheninnern kostet 1 Mio. Franken. Die kleine Kirchgemeinde La Baroche ist mit einer Deckungslücke von knapp 250 000 Franken überfordert

In ihrem Aufruf zur Epiphaniekollekte 2026 bitten die Schweizer Bischöfe und Territorialäbte alle Pfarreien und kirchlichen Institutionen um ein deutliches Zeichen gelebter Solidarität und empfehlen die Epiphaniekollekte dem Wohlwollen aller Katholikinnen und Katholiken in der Schweiz.
 

Webseite der Inländischen Mission Link


Redaktion


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