König Johann Ohneland, Jeanne d'Arc, Napoleon Bonaparte, Erzbischof Marcel Lefebvre, Erzbischof Carlo Maria Viganò, Ignaz von Döllinger und Martin Luther (im Uhrzeigersinn). (Bild Erzbischof Marcel Lefebvre: Jim, the Photographer, CC BY 2.0 via Wikimedia Commons)

Weltkirche

Exkom­mu­ni­ka­tion: Nichts Neues unter der Sonne

Sollte die Pries­ter­bru­der­schaft St. Pius X. am 1. Juli 2026 wie ange­kün­digt vier Pries­ter zu Bischö­fen wei­hen, hätte das die sofor­tige Exkom­mu­ni­ka­tion der Wei­hen­den und Geweih­ten zur Folge. In der Geschichte der Kir­che wur­den schon frü­her mehr­fach Men­schen mit die­ser Höchst­strafe belegt.

Die Priesterbruderschaft St. Pius X. hat angekündigt, am 1. Juli 2026 vier Priester zu Bischöfen zu weihen. Der Präfekt des «Dikasteriums für die Glaubenslehre», Kardinal Víctor Manuel Fernández, veröffentlichte am 13. Mai 2026 eine Erklärung: «Die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. angekündigten Bischofsweihen verfügen nicht über das erforderliche päpstliche Mandat. Diese Handlung stellt ‹einen schismatischen Akt› dar (Johannes Paul II., Ecclesia Dei, Nr. 3), und ‹die formelle Zugehörigkeit zum Schisma stellt ein schweres Vergehen gegen Gott dar und zieht die nach kirchlichem Recht festgelegte Exkommunikation nach sich› (ebd., 5c; vgl. Päpstlicher Rat für Gesetzestexte, Erläuterung, 24. August 1996).»

Sollten die Bischofsweihen stattfinden, träte für die Weihenden wie die Geweihten die Tatstrafe der Exkommunikation ein, d. h. der sofortige Ausschluss aus der Kirchengemeinschaft.

Bereits 1988 weihte der Gründer der Piusbrüder, Erzbischof Marcel Lefebvre (1905–1991), ohne Erlaubnis vier Bischöfe, was für alle Beteiligten die Exkommunikation nach sich zog. Als Zeichen der Bereitschaft zur Versöhnung hob Benedikt XVI. diese Strafe 2009 auf. Eine Aussöhnung zog die Geste des guten Willens aber nicht nach sich.
Für Papst Benedikt XVI. wurde diese Geste zur schweren Belastung. Einer der unerlaubt geweihten Bischöfe, Richard Williamson (1940–2025), hatte den Holocaust zuvor mehrfach geleugnet, so auch in einem Interview mit dem schwedischen Fernsehsender SVT. Der damalige Nuntius in den skandinavischen Ländern, der Schweizer Kardinal Emil Tscherrig, warnte die zuständigen Stellen im Vatikan, doch seine Warnung blieb ungehört. Ob mit der Nicht-Weiterleitung dieser Information an Papst Benedikt XVI. diesem eine Falle gestellt werden sollte, ist bis heute nicht geklärt.

Richard Williamson wurde 2012 aus der Piusbruderschaft ausgeschlossen. Als er 2015 selbst eine unerlaubte Bischofsweihe vornahm, zog das die erneute Tatstrafe der Exkommunikation nach sich.

Ohne Ansehen der Person
Die Kirche kennt kein Ansehen der Person; dies musste auch der römisch-deutsche König Heinrich IV. (1050–1106) erfahren. Dieser rang im 11. Jahrhundert mit Papst Gregor VII. um den Vorrang von weltlicher oder geistlicher Macht und um die Gestaltung der Reichskirche. Als der machtbewusste neue Papst sein schärfstes Schwert zückte und den jungen König exkommunizierte, musste dieser im Januar 1077 barfuss im Schnee vor die Burg Canossa (Oberitalien) ziehen, wo sich Papst Gregor als Gast der Markgräfin Mathilde von Tuszien aufhielt, und um Wiederaufnahme in die Kirche flehen.

Johann Ohneland (1166–1216), der jüngste Bruder von Richard «Löwenherz» agierte wenig glücklich, weder militärisch noch diplomatisch noch kirchenpolitisch. Er fiel seinem Bruder und König in den Rücken, als dieser auf dem Kreuzzug war und in Gefangenschaft geriet, was zu einer ersten Exkommunikation durch den Erzbischof von Canterbury führte. 1205 entzündete sich ein Streit zwischen dem König und dem Papst an der Nachfolge für den verstorbenen Erzbischof von Canterbury und Primas der Kirche in England. Als der König auch den Kompromisskandidaten des Papstes, Stephen Langton, nicht anerkennen wollte, und sich die Mehrheit der Barone und Priester aufgrund der Unkenntnis der Hintergründe des Konflikts hinter den König stellte, verhängte Papst Innozenz III. 1208 das Interdikt über England. Der König beschlagnahmte Kirchengüter, liess Priester verhaften und forderte für sie Lösegeld. Schliesslich exkommunizierte der Papst Johann Ohneland im November 1209. Da im Laufe des Konflikts alle Bischöfe mit zwei Ausnahmen ins Exil gegangen waren, flossen die Einkünfte aus sieben vakanten Bistümern und 17 Abteien an die Krone, die somit aus dem Interdikt erheblichen Gewinn zog. Erst als der Papst erwog, den König abzusetzen, lenkte dieser ein. Er akzeptierte Stephen Langton als Erzbischof von Canterbury, nahm die exilierten Bischöfe wieder auf und entschädigte die Kirche für ihre erlittenen Verluste. Im Juli hob Innozenz III. das Interdikt 1213 gegen England auf; im gleichen Jahr hob Erzbischof Langton die Exkommunikation des Königs auf.

Bekannter als Johann Ohneland ist König Heinrich VIII. von England (1491–1547). Da sich Papst Clemens VII. weigerte, Heinrichs Ehe mit Katharina von Aragon zu annullieren, sagte sich Heinrich von Rom los und erklärte sich selbst zum Oberhaupt der Kirche von England. Daraufhin verhängte der Papst 1533 den Kirchenbann über ihn. Heinrich VIII. seinerseits beschlagnahmte sämtliche Klöster des Landes und schlug das Vermögen der Krone zu.
 


Auch Kaiser konnte der päpstliche Bann treffen. Dies musste Napoleon Bonaparte (1769–1821), der «Kaiser der Franzosen», erfahren. Als er 1807 den Kirchenstaat besetzt und 1809 annektiert hatte, belegte ihn Pius VII. mit dem Kirchenbann. Napoleon liess den Papst daraufhin kurzerhand verhaften und hielt ihn über Jahre gefangen, zunächst in Savona nahe Genua, später in Fontainebleau bei Paris. Am Ende starb Napoleon mit 51 Jahren, verbannt auf einer Vulkaninsel 2000 Kilometer vor Angola. Papst Pius VII. starb zwei Jahre später mit 81 Jahren in Rom, wohin er nach der Abdankung Napoleons 1814 zurückkehren konnte.

Exkommuniziert und heiliggesprochen: Die Schutzpatronin Frankreichs
Tragisch die Exkommunikation von Jeanne d'Arc (1412–1431), die ein Opfer der Politik wurde. Das junge Bauernmädchen aus Lothringen überzeugte 1429 den Thronfolger Karl, seine Truppen gegen die übermächtigen Burgunder und Engländer zu führen; sie erhalte ihre Befehle von den Heiligen Katharina, Michael und Margarete. Johanna befreite zunächst das besetzte Orleans, und der Dauphin wurde als König Karl VII. gekrönt. Im Folgejahr geriet Johanna aber in Gefangenschaft, wurde wegen Aberglaubens und Irrlehren in einem Schauprozess verurteilt, exkommuniziert und zu lebenslänglichem Gefängnis verurteilt. Die Engländer wollten sich mit diesem Urteil nicht zufriedengeben und setzten einen zweiten Prozess an. In diesem wurde sie als vermeintlich rückfällige Ketzerin zum Tod verurteilt und 1431 verbrannt. 24 Jahre später wurde der Prozess von Karl VII. neu aufgerollt; nachdem der Hundertjährige Krieg weitgehend zugunsten Frankreichs ausgegangen war, wollte er seine Position stärken und der anhaltenden Kritik wegen des Todesurteils gegen Jeanne d’Arc ein Ende setzen. Mit Urteil vom 7. Juli 1456 wurde Jeanne d’Arc vollständig rehabilitiert. Am 18. April 1909 wurde sie selig- und 1920 heiliggesprochen. Sie ist die Schutzpatronin Frankreichs.

Theologische Unbelehrbarkeit
Selbstverschuldet war hingegen die Exkommunikation Martin Luthers (1483–1546). Beim Wormser Reichstag 1521 verteidigte der Mönch aus Erfurt seine neuen Lehren. Diese mündeten von der angestrebten kirchlichen Reform in die Reformation, also in die Kirchenspaltung. Papst Leo X. drohte Luther am 15. Juni 1520 den Bann an. Als der Widerborstige das Papstschreiben am 10. Dezember 1520 öffentlich verbrannte, wurde er am 3. Januar 1521 vom Papst exkommuniziert.

Auch Ignaz von Döllinger (1799–1890) war nicht mit Rom einverstanden – genauer mit dem Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit in Glaubens- und Sittenfragen (1870). Der Münchner Kirchenhistoriker setzte seine scharfen Angriffe auf die päpstliche Unfehlbarkeit auch nach dem Ersten Konzil fort, worauf er von einem seiner eigenen Schüler exkommuniziert wurde, dem Münchner Erzbischof Gregor von Scherr.

Carlo Maria Viganò (85), der frühere Vatikandiplomat, steht seit 2024 unter dem Kirchenbann. Auch bei ihm stand zu Beginn ein Konflikt mit dem Papst, genauer mit Papst Franziskus. Dieser schaukelte sich über die Jahre hoch. Ende 2023 kündigte Carlo Maria Viganò die Gründung eines traditionalistischen Seminars an, wo «gute und heilige Priester» ausgebildet werden sollen, die «nicht der Erpressung ausgesetzt sind, die Irrlehren des Zweiten Vatikanums oder die Abweichungen Bergoglios» zu akzeptieren. Am 11. Juni 2024 eröffnete das «Dikasterium für die Glaubenslehre» ein kanonisches Strafverfahren wegen des Verdachts des Schismas gegen Carlo Maria Viganò. Einer Vorladung des Dikasteriums, bei der er sich verteidigen sollte, kam er nicht nach, da er sich weigere, die Autorität des Glaubensdikasteriums, dessen Präfekten sowie die Autorität «desjenigen, der ihn ernannt hat», anzuerkennen. Nicht er habe sich eines Schismas schuldig gemacht, äusserte Viganò am 22. Juni 2024 in einer veröffentlichten Erklärung, sondern Papst Franziskus. Am 5. Juli 2024 veröffentlichte das «Dikasterium für die Glaubenslehre» die am Vortag erfolgte amtliche Feststellung der Exkommunikation Viganòs als Tatstrafe.

Zu den folgenreichsten Exkommunikationen der Geschichte gehört sicher das «Morgenländische Schisma» (1054), der gegenseitige Bannfluch einer päpstlichen (lateinischen) Gesandtschaft nach Konstantinopel und der Führung der griechischen Ostkirche. Dieser nach Jahrhunderten der Entfremdung eskalierte Streit von 1054 führte zur dauerhaften Trennung in die römisch-katholische und orthodoxe Kirche. Immerhin: Am 7. Dezember 1965, während der letzten Sitzung des Zweiten Vatikanischen Konzils, erklärte Papst Paul VI. zeitgleich mit Athinagoras, dem Patriarchen von Konstantinopel, die gegenseitige Exkommunikation von 1054 für beendet.

Zurück zu den für den 1. Juli 2026 angekündigten unerlaubten Bischofsweihen der Priesterbruderschaft St. Pius X. Man kann sich hier nur der Bitte von Papst Leo XIV. anschliessen: «Der Heilige Vater bittet in seinen Gebeten weiterhin den Heiligen Geist, die Verantwortlichen der Priesterbruderschaft St. Pius X. zu erleuchten, damit sie die von ihnen getroffene äusserst schwerwiegende Entscheidung noch einmal überdenken mögen» (Erklärung des Glaubensdikasteriums vom 13. Mai 2026).
 

Exkommunikation bedeutet nach katholischer Lehre den Ausschluss aus der kirchlichen Gemeinschaft. Den Betroffenen ist verboten, Dienste in liturgischen Feiern zu übernehmen, Sakramente zu spenden oder zu empfangen sowie kirchliche Ämter auszuüben. Es handelt sich um eine Beugestrafe mit dem Ziel, den Betreffenden wieder in die kirchliche Gemeinschaft zurückzuführen, sobald dieser seine «Widersetzlichkeit» aufgibt.
Die Exkommunikation kann entweder durch einen Urteilsspruch verhängt werden oder in besonders schwerwiegenden Fällen durch eine Tat von selbst ausgelöst werden. Dazu zählen Bischofsweihen ohne päpstlichen Auftrag, Abtreibung, Bestechung bei der Papstwahl, Verletzung des Beichtgeheimnisses oder Weigerung der Unterordnung unter den Papst (Schisma).
Die vollen Wirkungen dieser sogenannten Tatstrafe (poena latae sententiae) treten dann ein, wenn sie von einem Bischof oder vom Heiligen Stuhl ausdrücklich festgestellt wird. Bestimmte Exkommunikationen können nur vom Heiligen Stuhl aufgehoben werden.


KNA/Redaktion


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Bemerkungen :

  • user
    Peter 26.06.2026 um 16:23
    Wissen was der Unterschied zwischen der Piusbruderschaft und den von Ihnen Erwähnten ist? Offenbar nicht…
  • user
    Agnes Eilinger-Weibel 26.06.2026 um 15:39
    Ich bin überzeugt, wenn sich Ecône in Demut und Gehorsam den Weisungen fügen würde und ihr "Werk" Gott wohlgefällig ist, ER selber ihnen noch rechtzeitig Bischöfe schenken würde! und auch dem Papst in dieser Frage SEINEN Willen offenbarte. "Gott kann dem Abraham (der Kirche) aus diesen Steinen Kinder (Bischöfe) erwecken“

    Beten wir um den Heiligen Geist auf beiden Seiten und um weniger Stolz und hartherzigen Eigensinn bei den "Piusbrüdern". Mit ihrem Verhalten sind sie im Stande, aus ihrer "Vorstellung von formgerechten Gottesdienst ect" selbst einen Götzen zu machen, wie die Pharisäer von damals. Jesus nannte sie "weiß getünchte Gräber"

    Es ist noch nie (fast nie?) gut gekommen, wenn Leute dem Stellvettreter Christi auf Erden, dem Papst, den Gehorsam verweigerten: Luther, Zwingli, Henry VIII etc und eben auch die Piusbrüder ...

    Wir können auf die Zusage, das Versprechen! JESU an Petrus vertrauen: "auf Dich werde ich MEINE Kirche bauen. "denn Nur DARUM IST DER PAPST UNFEHLBAR!
    "Ohne MICH könnt ihr nichts tun"

    Sollten diese Weihen so stattfinden, dann kann der Widersacher einen meisterhaften Schachzug für sich verbuchen.

    Das sind meine tiefen Sorgen bei diesem Thema. Ein dringendes, grosses Gebetsanliegen für uns alle!
    MfG A.Eilinger
  • Johanna-Jessica OFS 23.06.2026 um 17:30
    Jeanne d'Arc begleitet mich eng im Alltag, bis heute. Aus mehreren Gründen. Bei allem Verständnis an der sachlichen Kritik ggü. manch fanatisch-verrannt anmutenden Traditionalisten: Mich wundert ehrlich, dass bei manchen Leuten, die den Glauben wirklich sehr zu lieben scheinen, von Exkommunikation geredet wird, während... Gestalten... wie Vance, Rubio und Co. den katholischen Glauben mittels ihrer Taten wiederholt und öfters offen förmlich mit Füssen treten – und vom Ami-Papst, der ja allerorts sooo hoch gejubelt wird, noch mehrfach empfangen werden. Ich muss es wohl auch nicht verstehen.
  • user
    Josef Köchle 23.06.2026 um 13:13
    Die Aufhebung der Exkommunkation zwischen Paul VI; und Athinagoras hatte leider keine praktischen Folgen. Die Trennung besteht weiter. Theater?
    • user
      Katholisch 25.06.2026 um 14:23
      Rom und Konstantinopel sind sich näher als Rom und Econe weil es gegenseitigen guten Willen gab und gibt während man in Econe glaubt, Rom müsse sich Econe unterwerfen
  • user
    Martin Meier-Schnüriger 23.06.2026 um 10:43
    Kann mir einmal jemand von den zahlreichen FSSPX-Anhängern, die sich neuerdings auf dieser Plattform breitmachen, ehrlich sagen, wozu die FSSPX eigene Bischöfe braucht? Oder worin der Notstand besteht, in dem sich die FSSPX angeblich befindet?
    • user
      Joel Herr Rietmann 23.06.2026 um 12:39
      Die FSSPX hält eigene Bischöfe nicht deshalb für notwendig, weil sie eine Parallelkirche sein möchte, sondern weil sie die Weitergabe des traditionellen Priestertums und der überlieferten Liturgie langfristig sichern will. Ohne Bischöfe könnte sie keine Priester weihen und wäre damit auf das Wohlwollen von Bischöfen angewiesen, die ihrer Ausrichtung oft ablehnend gegenüberstehen.
      Der von der FSSPX beschriebene „Notstand“ besteht nach ihrer Auffassung in einer tiefen Krise der Kirche seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil: Glaubensverlust, Liturgiereformen, Priestermangel, lehrmäßige Verwirrung und sinkende Gottesdienstbesuche werden als Symptome dieser Krise gesehen. Die Bruderschaft argumentiert, dass außergewöhnliche Zeiten außergewöhnliche Maßnahmen rechtfertigen.
      Deshalb weihte Erzbischof Marcel Lefebvre 1988 vier Bischöfe ohne päpstliches Mandat. Aus Sicht der FSSPX geschah dies nicht aus Ungehorsam gegenüber dem Papst, sondern aus der Sorge, dass die traditionelle Lehre und Liturgie sonst gefährdet wären. Die Bischofsweihen sollten die Zukunft der Bruderschaft sichern.
      Ein Piusanhänger würde daher sagen: Die eigenen Bischöfe sind nicht Selbstzweck, sondern ein Mittel, um die Weitergabe der Tradition unabhängig von wechselnden kirchenpolitischen Entwicklungen zu gewährleisten. Der „Notstand“ wird dabei nicht primär als organisatorisches, sondern als geistliches und lehrmäßiges Problem verstanden.
      • user
        Jerry 23.06.2026 um 14:59
        Ich fasse msl ihren ellenlangen KI Text zusammen:

        Der Notstand existiert nicht wirklich, wird aber von FSSPX behauptet, damit Sie zb. für Priesterweihen keinen Bischof bitten müssen dies zu tun?
        • user
          Joel Rietmann 28.06.2026 um 11:04
          Wenn Ihnen die Antwort nicht passt ist es dann einfach KI??? Das ist ein ehrliches Statement, welches die Probleme der Kirche ernst nimmt
    • user
      Peter 23.06.2026 um 13:57
      Breitmachen? Ok…
      Falls Sie wirklich interessiert sind, finden Sie alle Informationen ausführlich auf der Website der FSSPX dossierartig zusammengestellt.
  • user
    Joseph Laurentin 23.06.2026 um 06:29
    Bekannte Beispiele wie Athanasius, Jeanne d’Arc, Johannes vom Kreuz und Padre Pio zeigen, dass Heilige zeitweise von kirchlichen Autoritäten verfolgt, verurteilt oder missverstanden werden können, ohne deshalb im Unrecht zu sein. Die katholische Lehre von der Unfehlbarkeit bezieht sich nicht auf jede Disziplinarentscheidung oder jedes kirchliche Gerichtsverfahren, sondern auf klar definierte Lehrentscheidungen in Glaubens- und Sittenfragen.
    Deshalb stellen diese Fälle keinen Widerspruch zur Unfehlbarkeit der Kirche dar. Sie zeigen vielmehr, dass einzelne Amtsträger, Gerichte oder Synoden irren können. Vor diesem Hintergrund wird auch der Fall von Erzbischof Lefebvre diskutiert. Unabhängig von der kirchenrechtlichen Bewertung seiner Handlungen sollte man vorsichtig sein, aus einer kirchlichen Sanktion unmittelbar auf das Unrecht einer Person zu schliessen. Die Geschichte lehrt, dass endgültige Urteile oft erst mit zeitlichem Abstand möglich sind.
    • user
      Claudio Tessari 23.06.2026 um 07:06
      Jeanne d’Arc war die einzige exkommunizierte, aber aus Druck des Kaisers. Alle andern wurden nur sanktioniert und gehorchten auch.
  • user
    Peter 22.06.2026 um 21:33
    Im Artikel nicht erwähnt sind die vielen ungerechten Exkommunikationen der Kirchengeschichte, wie zum Bsp. des Hl. Athanasius - das wäre näher am Thema genäss Titel gewesen…
    • user
      Claudio Tessari 23.06.2026 um 07:07
      Hier streiten sich die Historiker ober er wirklich exkommuniziert wurde. Aber auch er hat wie alle andern sanktionierten, KEINE eigene Hierarchie aufgebaut, mit eigenem Ehegericht z.B. In der Kirchengeschichte hat kein Heiliger so gehandelt wie der Erzbischof.
      • user
        Peter 23.06.2026 um 08:19
        Bitte legen Sie Beweise vor, dass EB Lefebvre eine eigene Hierarchie aufgebaut hat und dass eine solche existiert. Die Weihbischöfe zB. wechseln ständig ihre Zuständigkeiten und Wirkungsorte! Auch wenn es anders einfacher zu organisieren wäre. In bestimmten kirchenjuristischen Fragen wird der Vatikan immer konsultiert, auch wenn das nicht in der Zeitung steht. Oft delegiert der Vatikan dann zurück an die Bruderschaft, das steht auch nicht in der Zeitung.
        • user
          Claudio Tessari 23.06.2026 um 10:57
          Natürlich gibt es eine eigene Hierarchie. Nehmen wir das Beispiel der Ehen. Diese waren bis 2015 eigentlich ungültig und sind heute nur gültig, wenn man eine Delegation des Ortspriester hat, diese holt man sich aber meistens nicht ein. Wenn dann einen Ehe geprüft wird auf eine Ehenichtigkeit, wo wird sie geprüft? Beim Bistum oder in Menzingen? Somit hat die Bruderschaft ein eigenes Ehegericht geschaffen. Das ist eine Parallehierarchie. Die Bruderschaft entscheidet darüber und nicht die Kirche. Wie funktioniert die Hierarchie? Der Bischof entsendet Priester. Der Diözesanbischof gibt weder den Auftrag für die Priester, noch erlaubt er die Priesterweihen. Die Priesterbruderschaft nimmt sich das Recht, den Auftrag direkt von Jesus erhalten zu haben, denn weder der Heilige Vater, noch der Diözesanbischof hat ihnen einen Auftrag gegeben. Also sagen sie mir bitte was ist das anderes als eine eigene Hierarchie. Man ordnet sich seit über 60 Jahren dem Regieren der Päpste nicht unter aber behauptet in kindlicher Ergebenheit sich unter den Papst zu stellen. Objektiv wirkt das schon sehr schizophren. Bischof Eleganti hat das mehrfach schön aufgezeigt.
      • user
        Peter 23.06.2026 um 08:23
        Wissen Sie, warum bisher kein Heiliger so handelte wie Erzbischof Lefebvre? Weil die gegebene Situation so noch nie in der Kirchengeschichte vorhanden war….
        • user
          Claudio Tessari 23.06.2026 um 11:00
          Wirklich? ist dem so? Was hätten Sie gemacht, wenn wir aktuell 3 Päpste hätten, und fromme Bischöfe auf allen Seiten? Was hätten Sie gemacht, wenn man den Papst mit Frau und Kinder sehen würde? Was würden Sie machen, wenn der Papst in Saus und Braus in einem anderen Land leben würde. Die Kirche war ist und wird immer im Krisenmodus sein hier auf Erden, weil wir alles schwache und sündhafte Menschen sind. Aber die Kirche besteht GOTT SEI DANK, nicht nur aus der streitenden Kirche sondern auch aus der leidenden und glorreichen Kirche.
          • Johanna-Jessica OFS 23.06.2026 um 18:03
            Finde ich sehr schön zusammen gefasst, Herr Tessari.
          • user
            Peter 24.06.2026 um 10:04
            Das alles ist schlimm, aber substantiell schlimmer ist, wenn die Vielfalt der Religionen als gottgewollt gelehrt wird. Alexander der VI. zB hat das Glaubensgut nicht angetastet, trotz seiner moralischen Fehler….
            • user
              Nicole14 24.06.2026 um 10:12
              Wie kommen Sie zur Aussage, dass die Kirche die Vielfalt der Religionen als gottgewollt lehrt? Könnten Sie mir bitte die entsprechende Stelle eines Konzilsdokuments angeben? Danke.
              • user
                Peter 24.06.2026 um 10:17
                "Der Pluralismus und die Verschiedenheit in Bezug auf Religion, Hautfarbe, Geschlecht, Ethnie und Sprache entsprechen einem weisen göttlichen Willen..."

                Offizielle Vatikanseite

                https://www.vatican.va/content/francesco/de/travels/2019/outside/documents/papa-francesco_20190204_documento-fratellanza-umana.html
                • user
                  Claudio Tessari 24.06.2026 um 14:42
                  Das ist keine dogmatische Aussage und kann jeder Zeit korrigiert werden. Extra ecclesia nulla salus, steht weiterhin im KKK sowie auch im LG und wurde vom Papst Benedikt als Chef der Glaubenskongregation in DOMINUS JESUS bestätigt.