«Es ist sehr wichtig, dass dieses Friedenslicht aus diesem sehr verwundeten Land kommt. Und wir müssen selbst dieses Licht sein, denn Frieden geschieht durch die Herzen der Menschen. Darum müssen wir dieses Zeichen in die Welt verteilen.» Mit diesen Worten empfing der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Pierbattista Kardinal Pizzaballa, das Friedenslicht, das vom elfjährigen Jeries Fadi Khier, Sohn einer christlichen Familie aus Bethlehem, an der Geburtsgrotte in Bethlehem entzündet wurde.
Die Idee zum Friedenslicht entstand 1986 im ORF Landesstudio Oberösterreich. Seitdem entzündet jeweils ein Kind in der Geburtsgrotte in Bethlehem ein Licht, das mit einer speziellen Laterne mit dem Flugzeug nach Wien gebracht wird. Normalerweise reist ein Kind aus Österreich ins Heilige Land, doch dies war in den letzten Jahren aufgrund der aktuellen Situation nicht möglich. In Wien wurde heuer das Friedenslicht vom ORF-Friedenslichtkind Florian Mitter übernommen. Der 13-Jährige wurde ausgewählt, weil er ein begeisterter Ministrant ist, mit seiner Harmonika für ältere Mitmenschen musiziert und als besonders hilfreich gilt. Die Tradition des Friedenslichts kennt er von klein auf: «Es leuchtet jedes Jahr in unserer Familie und auch in unserer Kirche. Mich fasziniert, dass es Millionen Menschen in aller Welt miteinander teilen.»
Rund 1500 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus 20 Nationen haben das Friedenslicht in Österreich abgeholt und in rund 30 europäische Länder sowie nach Nord- und Südamerika gebracht.
In die Schweiz kommt das Friedenslicht seit 1993 – dieses Jahr unter dem Motto «Frieden leben – einander Licht sein». «Da, wo die Hoffnung auf Frieden fast erloschen ist, keimen nun Zeichen der Hoffnung. Endlich gehen Konfliktparteien wieder aufeinander zu. Auch in unserer Nähe scheinen die Fronten manchmal verhärtet, stehen Angst, Verbitterung, Frustration und Unaufmerksamkeit einem harmonischen Miteinander im Weg. Darum soll das Motto des Friedenslichts 2025 jeden einzelnen von uns ganz direkt ansprechen und uns anregen, in unserem Umfeld für mehr Frieden und Licht zu sorgen. Wo Worte fehlen, ein Zeichen für Gerechtigkeit und Menschenwürde zu setzen», so schreibt der «Verein Friedenslicht Schweiz». Dieser setzt sich dafür ein, dass sich das Friedenslicht und damit der Friedensgedanke in der Schweiz immer weiter ausbreitet.
Am dritten Adventssonntag, 14. Dezember 2025, trifft das Friedenslicht aus Bethlehem an den Hauptstützpunkten Basel, Freiburg, Lugano, Luzern und Zürich ein. Dort kann es abgeholt und nach Hause, in die Pfarrei, in eine Institution usw. gebracht werden.
«Friede auf Erden den Menschen guten Willens», verkündete der Engel den Hirten bei der Geburt von Jesus. Diese Botschaft soll mit dem Friedenslicht in die Welt hinausgetragen werden. Schon seit dem 19. November leuchtet das Friedenslicht im Vatikan: Das ORF-Friedenslichtkind Florian Mitter durfte das Friedenslicht aus Bethlehem in der Generalaudienz persönlich Papst Leo XIV. übergeben.
Das Friedenslicht aus Bethlehem kann am Sonntag, 14. Dezember 2025, ab 17 Uhr an den Hauptstützpunkten Basel (Münsterplatz), Fribourg (Kirche St. Paul), Lugano, Luzern (Europaplatz beim KKL) und Zürich (Schiffssteg Bürkliplatz) abgeholt werden. Nähere Informationen finden sich hier
Die freiwilligen Spenden und ein Teilerlös aus dem Lichtträgerverkauf der Lienert-Kerzen AG in Einsiedeln gehen an die Stiftung «Denk an mich» und werden für Gruppenaktivitäten zugunsten finanziell benachteiligter Menschen mit Behinderungen in der Schweiz eingesetzt.
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