Rund um den 4. Oktober finden sich an verschiedenen Orten in der Schweiz Menschen zum gemeinsamen Rosenkranzgebet zusammen. «Pray Schwiiz» ruft dazu auf, für unser Land und seine Menschen, für alle Völker der Welt, um Frieden und für die Heilige Mutter Kirche zu beten. Die konkrete Gestaltung des Gebets wird den einzelnen Orten überlassen. Die Organisatoren wünschen sich, dass darin Lobpreis und/oder Anbetung, Danksagung, Umkehr und Fürbitte enthalten sind. «Es ist nicht unser Ziel, unsere Fürbittgebete konkreter zu gestalten, sondern wir übergeben alles unserer Mutter, denn sie weiss viel besser, wie sie unsere Gebete nutzen und einsetzen kann.» Sie empfehlen den Betern zudem, ein Weihegebet an das Unbefleckte Herz Maria für sich selbst und ihre Familien zu beten.
Von «Hopp Schwiiz» zu «Pray Schwiiz»
Die Idee zu «Rosenkranz in der ganzen Schweiz» hat die Schweiz aus anderen Ländern übernommen. Die erste Veranstaltung dieser Art fand wohl im Oktober 2017 in Polen statt. Ein Jahr später kamen in verschiedenen Ländern, darunter England, Irland oder Malta, Menschen zum gemeinsamen «Rosenkranz der Küste» oder «Rosenkranz an der Landesgrenze» zusammen. Von Teilnehmern erfuhren die Organisatoren von dieser Bewegung und übernahmen sie für die Schweiz. Den Namen «Pray Schwiiz» erklären sie wie folgt: «Wann immer wir bei einem sportlichen Anlass sind, werden unsere Sportler mit ‹Hopp Schwiiz!› angefeuert. Das sollte auch hier nun so sein, ob Hopp Schwiiz!, Go Switzerland! oder Pray Schwiiz!»
Die Schweizer Bischofskonferenz unterstützt «Pray Schwiiz» und ermutigt auf ihrer Webseite dazu, «das Rosenkranzgebet auf einfache und für viele zugängliche Weise zu verbreiten. Pfarreien, Gemeinschaften, Bewegungen, diözesane Dienste (z. B. Familienpastoral, Diakonie), Sprachmissionen und alle, die es wünschen, sind eingeladen, ein Rosenkranzgebet oder eine Marienfeier mit Rosenkranzgebet frei zu gestalten. Der Termin für das Jahr 2026 ist Sonntag, der 4. Oktober, oder ein anderer passender Termin im Rosenkranzmonat.»
Durch Maria zu Christus
Der Brauch des «Rosenkranzmonats» (Oktober) geht auf die Seeschlacht von Lepanto zurück. Am 7. Oktober 1571 standen sich in der Meerenge von Lepanto (Griechenland) die christlichen Mittelmeermächte, organisiert unter Papst Pius V., und das Osmanische Reich gegenüber. In der über fünf Stunden dauernden Seeschlacht besiegte die Heilige Liga das als unbesiegbar geltende Osmanische Reich. Den unerwarteten Sieg schrieben die Christen dem Rosenkranzgebet zu: Rosenkranzbruderschaften hatten während der Schlacht unablässig gebetet. Papst Pius V. ordnete deshalb an, diesen Tag zukünftig als «Fest der Seligen Jungfrau Maria vom Siege» zu feiern (später in «Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz» umbenannt). Seitdem gilt der Oktober als Rosenkranzmonat.
Auch wenn im Rosenkranz die Mutter Gottes angerufen wird, steht doch die Betrachtung des einen Erlösungsmysteriums der Menschwerdung, Passion und Erhöhung des Sohnes Gottes im Zentrum des Gebetes. Das Christusereignis wird in 15 Einzelgeheimnissen meditiert. Papst Johannes Paul II. führte im Oktober 2002 zusätzlich zu den freudenreichen, schmerzhaften und glorreichen Geheimnissen die «lichtreichen Geheimnisse» ein; sie betrachten das öffentliche Leben und Wirken Jesu.
Liste der Orte, an denen der Rosenkranz gebetet wird Link
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