P. Ajit Victor Costa mit Sr. Grace Clare und Sr. Noel Francis von den «Missionarinnen der Nächstenliebe» bei einem Gottesdienst mit Migrantinnen und Migranten in Dhaka, Bangladesch. (Bild:© Missio Schweiz / K M Asad)

Weltkirche

Im Zei­chen der welt­wei­ten Soli­da­ri­tät mit Glaubensgeschwistern

Der Monat der Welt­mis­sion ist die welt­weit grösste Soli­da­ri­täts­ak­tion von Katho­li­kin­nen und Katho­li­ken. 2025 rich­tet Mis­sio Schweiz unter dem Leit­wort «Mis­sio­nare der Hoff­nung unter den Völ­kern» den Blick ins­be­son­dere auf Süd– und Südostasien.

In seiner Botschaft zum 99. Sonntag der Weltmission ermutigt der inzwischen verstorbene Papst Franziskus die Katholikinnen und Katholiken weltweit, dem Beispiel Jesu zu folgen: dem ersten «Missionar der Hoffnung», der sich den Armen und Leidenden zuwendet, um «ihre Wunden mit dem Öl des Trostes und dem Wein der Hoffnung zu heilen». Als Christen sind wir gerufen, die Frohe Botschaft weiterzugeben, indem wir die konkreten Lebensbedingungen derer, denen wir begegnen, teilen und so zu Boten und Bauleuten der Hoffnung werden. «Wir sind gesandt, diese Mission fortzusetzen: Zeichen sein für das Herz Christi und die Liebe des Vaters, indem wir die ganze Welt umfangen.»

Wachstum trotz Armut und Diskriminierung
Im Zentrum der diesjährigen Kampagne stehen Bangladesch, Myanmar und Laos. In diesen Ländern leben Christinnen und Christen vielfach als kleine, benachteiligte Minderheiten. Sie sind oft mannigfacher Diskriminierung, Armut und Unsicherheit ausgesetzt – und doch wächst die Kirche: getragen von einem lebendigen Glauben, von der Kraft der Gemeinschaft und einer Hoffnung, die Berge versetzt.

Missio unterstützt unter anderem ein Vorhaben für Strassenkinder in Dhaka, das den jungen Menschen Nähe, Bildung und Schutz bietet. Ein weiteres Projekt widmet sich dem dringend notwendigen Ausbau eines überfüllten Seminars, um die Ausbildung künftiger Priester für die Seelsorge zu gewährleisten. Zudem richtet sich ein Programm an Mütter und Kinder mit Migrationshintergrund und stellt ihnen medizinische Versorgung sowie soziale Begleitung zur Verfügung. Diese Initiativen sind sichtbare Zeichen gelebter Solidarität und schenken den Menschen vor Ort Hoffnung und neue Perspektiven.
 


«Sauerteig des missionarischen Eifers»
Missio Schweiz ist Teil des globalen Netzwerks der Päpstlichen Missionswerke, das in über 1100 Diözesen in besonders herausgeforderten Regionen der Welt wirkt. Wie Papst Leo XIV. in seiner Ansprache an die in Rom versammelten Missio-Nationaldirektoren im Mai betonte, sollen sie «Sauerteig des missionarischen Eifers innerhalb des Volkes Gottes» sein – lebendige Zeichen einer Kirche, die sich für andere hingibt. Mit der Kollekte zum Sonntag der Weltmission am 19. Oktober sowie den Einzelspenden aus der Bevölkerung kann Missio Schweiz pastorale, soziale, erzieherische und diakonische Projekte unterstützen und die Menschen vor Ort stärken: Priester, Ordensleute, Katechetinnen und Katecheten sowie zahllose engagierte Laien als Zeugen der Hoffnung.

Einen Höhepunkt des Monats der Weltmission bildet der Schweiz-Besuch von P. Peter Chanel Gomes, der seit 2022 Nationaldirektor von Missio Bangladesch ist. Er wird im Oktober an verschiedenen Gottesdiensten und weiteren Veranstaltungen in der Schweiz teilnehmen und über die aktuelle Lage der Christinnen und Christen sowie die gesellschaftlichen Herausforderungen in seiner Heimat berichten.
 

Missio Schweiz ist der Schweizer Zweig des weltweiten Netzwerks der Päpstlichen Missionswerke. Missio fördert das Wirken von Ortskirchen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Ozeanien, die sich noch nicht eigenständig finanzieren können. Missio unterstützt pastorale, soziale, erzieherische und diakonische Projekte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene – mit dem Ziel, nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe zu ermöglichen. Link


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Bemerkungen :

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    Stefan Fleischer 30.09.2025 um 10:41
    Wobei jedoch nicht zu vergessen ist, dass die Sorge um das ewige Heil des Menschen bei all unserer Sorge um das irdische nicht vernachlässigt werden darf. So wie ich die Schrift verstehe wurde unser Herr und Erlöser nicht Mensch um eine heile Welt zu schaffen, sondern um uns aus unseren Sünden zu erlösen. Erlöste Menschen schaffen eine bessere Welt. Wo aber die Sünde herrscht, sind all unsere Bemühungen aussichtslos.
    • user
      Josef Jakob 02.10.2025 um 12:42
      Vielleicht kann Stefan Fleischer uns ja mitteilen, warum Jesus Kranke geheilt hat, obwohl er seiner (Fleischers) Ansicht nach nur für das Seelenheil zuständig war ...
      • user
        Stefan Fleischer 02.10.2025 um 16:41
        Er heilte um uns zu zeigen, dass seiner Erlösung die Quelle auch des irdischen Heils ist.
        Vielleicht häte ich präzisieren müssen, dass die Sorge um das ewige Heil des Menschen uns auch zur Sorge um sein irdisches Heil führt, die Sorge um das irdische Heil allein aber dem ewigen Heil oftmals im Wege steht.
    • user
      Stefanie Ackermann 03.10.2025 um 13:07
      Ja, eine erlöste Seele erkennt die Sünde der Lieblosigkeit und der Korruption ringsum sehr schnell.

      Und dann gilt es, neue Netzwerke zu bauen, in denen bessere soziale Bedingungen, auch schon auf Erden geschaffen werden können.

      Von Europa aus ist es leicht, in guten sozialen Netzwerken zu leben, denn unsere Staaten haben sie geschaffen.
      Aber in Bangladesch schaut der Alltag erschreckend anders aus. Deshalb gilt dort sehr wohl, was unsere Mutter Maria im Magnifikat wollte:
      Nämlich, dass die Reichen, die die Armen ausbeuten, vom Thron gestürzt werden und dass die Armen bessere Chancen zum Leben bekommen können.

      Wer wie ich, dort selbst gearbeitet hat, der vergisst die mangelernährten Säuglinge nicht, die sterben, weil auch die Mütter zu wenig gesunde Nahrung bekommen haben.

      Wenn dann die Mutter auch noch wegen kleiner Krankheiten sterben, weil die Medikamente nicht gekauft werden konnten jnd noch 3 weitere kleine Kinder am Rock der weinenden Oma hängen, dann weint man erst mal mit. Aber dann fordert man such als Christ voller Wut eine endlich korruptionsfreie Regierung.

      Auch das ist Dienst im Sinne des jüdisch- christlichen Glaubens.

      Gott sei Dank!
      • user
        Stefan Fleischer 03.10.2025 um 17:28
        Natüriich!
        Es gibt keinen wahren Glauben ohne die Werke. Es gibt aber auch keine wahren christliche Werke ohne den Glauben. Oder anders ausgedrückt:
        Der Glaube ohne die Werke is tot. Doie Werke ohne den Glauben genauso.