Die Inländische Mission hält die erste Mitgliederversammlung in ihren neuen Räumlichkeiten in Olten ab. (Bild: Martin Spilker/IM)

Kirche Schweiz

Inlän­di­sche Mis­sion mit neuen Ver­ant­wor­tungs­trä­gern und neuen Räumen

Die Inlän­di­sche Mis­sion (IM) hat zwei neue Vor­stands­mit­glie­der und mit Michael Schmid einen neuen Geschäfts­füh­rer. Die Mit­glie­der­ver­samm­lung vom 11. Mai 2026 in Olten fand erst­mals in den neuen Räum­lich­kei­ten der Geschäfts­stelle statt, in der frü­her die Mis­si­ons­pro­kura der Schwei­zer Kapu­zi­ner unter­ge­bracht war.

Dem Zuger Ständerat und Präsidenten der Inländischen Mission (IM), Peter Hegglin, war die Freude ins Gesicht geschrieben, als er die 162. Mitgliederversammlung am neuen Sitz der Geschäftsstelle in Olten eröffnete. Wie die IM in einer Mitteilung schreibt, hat sie die ehemalige Missionsprokura der Schweizer Kapuziner in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Olten erworben und von Grund auf renovieren lassen. Die zentrale Lage mitten in der Schweiz habe den Vorstand überzeugt, diese «einmalige Chance zu ergreifen», so Hegglin. 

Bei der feierlichen Einsegnung der Räumlichkeiten im Anschluss an die Versammlung war auch je eine Vertretung der Mieter der oberen Stockwerke des Gebäudes, der ökumenischen Fachstelle Religionspädagogik des Kantons Solothurn sowie der Geschäftsstelle des Fördervereins «Freunde der Schweizergarde», anwesend. Geschäftsführer Urban Fink zeigte sich besonders erfreut darüber, dass unter dem Dach der ehemaligen Missionsprokura – wo die Inländische Mission bereits früher ihre Vorstandssitzungen abgehalten hatte – nun drei kirchliche Institutionen beheimatet sind und so dem Haus eine besondere Ausstrahlung geben.

Michael Schmid folgt auf Urban Fink
Auf Ende des laufenden Jahres wird Urban Fink als Geschäftsführer der Inländischen Mission pensioniert. Der promovierte Theologe und Historiker hat das Solidaritätswerk der Katholischen Kirche seit 2016 zuerst am Standort Zug und danach in Zofingen geführt. Seine Nachfolge tritt Ende Jahr der Jurist Michael Schmid an, der seine Motivation für diese Tätigkeit so beschrieb: «Als Nicht-Theologe möchte ich einer inneren Spur folgen, um meinen Glauben nun auch im beruflichen Umfeld stärker zum Ausdruck zu bringen.»

Der 55-jährige schweizerisch-slowenische Doppelbürger lebt in Zürich, wo er sich in seiner Pfarrei als Lektor und Kommunionhelfer engagiert. Besonders kirchlich geprägt haben ihn seine Jugend in der Diaspora, die Erfahrung als Schweizergardist oder als Mitglied einer Minderheit in einem muslimischen Land. Er blickt auf langjährige Berufserfahrungen als Jurist und Diplomat im öffentlichen Dienst (Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA und Staatsekretariat für Wirtschaft SECO) zurück. Seit neun Jahren führt er die Rechtsabteilung der Nationalen Netzgesellschaft Swissgrid AG. Michael Schmid erachtet die Inländische Mission als idealen Ort, sich in einem «zunehmend kirchenunfreundlichen Umfeld» in den Dienst der Römisch-katholischen Kirche in der Schweiz und der Gesellschaft zu stellen. Er trete diese Aufgabe «mit grosser Freude und Respekt» an.
 


Vorstand: zwei Rücktritte und zwei Neuwahlen
Aus dem Vorstand der Inländischen Mission wurden Vizepräsident Andreas Rellstab, Zürich, sowie Beryl Niedermann, Zumikon, verabschiedet. Pfarrer Andreas Rellstab war 2008 als Vertreter des Bistums Chur und seit 2012 als Freies Mitglied bei der IM engagiert. Seit 2016 wirkte er als Vorstandsmitglied und war seit 2019 Vizepräsident. Die Juristin Beryl Niedermann gehörte dem Vorstand seit 2019 an. Neu in den IM-Vorstand wurden Paul Schnidrig aus Sitten VS und Dominique De la Barre aus Founex VD als freie Mitglieder gewählt. 

Peter Hegglin bedankte sich für das Engagement der zurücktretenden Vorstandsmitglieder und die Bereitschaft der beiden Neugewählten, sich für die Aufgaben und Ziele der Inländischen Mission zu engagieren. Besonders erfreut zeigte sich der Präsident, dass künftig zwei weitere Vertreter aus der Westschweiz im Vorstand mitwirken.

Die Mitgliederversammlung hiess auf Antrag der Revisionsstelle die Jahresrechnung 2025 der Inländischen Mission gut und erteilte dem Vorstand und der Geschäftsstelle die Entlastung.
 

Die Inländische Mission ist ein katholisches Schweizer Hilfswerk, das finanzschwache Pfarreien und kirchliche Projekte unterstützt. Ihr Ziel ist es, den Zusammenhalt innerhalb der Katholischen Kirche zu stärken und Regionen, die über geringe Eigenmittel verfügen, zu helfen. Dazu gehören namentlich Berggebiete, Diasporaregionen und Kantone ohne Kirchensteuer. Unterstützt werden unter anderem Seelsorge, Jugendarbeit sowie die Renovation und der Erhalt von Kirchen und Kapellen. Die Inländische Mission finanziert sich hauptsächlich durch Spenden, Kollekten und Legate, aber auch durch Beiträge kirchlicher Institutionen.


Redaktion


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