Wie kam es zur Gründung von «kathTreff»?
Vor über 20 Jahren begann der Boom von Online-Dating Portalen aller Art. Meine Frau und ich sind damals immer wieder auf diese Idee gestossen, auch für Katholikinnen und Katholiken im deutschen Sprachraum so ein Angebot zu schaffen. Und wir haben es einfach mit sehr geringen finanziellen Mitteln versucht. Später haben dann Freunde aus anderen Ländern gefragt, ob sie diese Idee in ihrer Sprache umsetzen dürfen, und so ist die kathTreff-Familie in derzeit neun Sprachen entstanden.
Wie funktioniert «kathTreff» konkret?
Man registriert sich auf der Website mit seiner E-Mail-Adresse, einem selbst gewählten Nutzernamen. Dann füllt man die Fragen zur Person, Interessen, Eigenschaften, Hobbies usw. aus, lädt ein Foto hoch und schon kann man mit der Suche loslegen oder sich «finden lassen».
Was unterscheidet «kathTreff» von anderen Dating-Portalen?
Wir kämpfen immer noch gegen das Vorurteil, Online-Dating sei eher etwas für oberflächliche Menschen. Wer einmal bei uns hineinschaut, sieht sofort, dass dies nicht richtig ist. Heute ist das Internet ein Ort, an dem sich viele attraktive Menschen mit Tiefgang kennenlernen. Und in unserem Fall ist der gemeinsame Nenner des Glaubens eine starke Basis für ein gelungenes Ehe- und Familienleben.
Das Online-Portal bietet zurzeit etwa 2000 Partnersuchenden neben den klassischen Funktionen der Dating-Seite eine Community, Veranstaltungen und einen speziell entwickelten Matchtest.
Können Sie ein einige konkrete Themen/Fragen angeben, die zum Matchtest gehören?
Gerne. Es geht zum Beispiel um die Freizeitgestaltung: «So stelle ich mir einen freien Samstag in einer Beziehung bzw. mit Familie vor» oder «So verbringe ich am liebsten einen freien Abend.»
Oder dann konkret ums Christsein: «Diese Aussage trifft am ehesten auf mein Leben als Christ im Alltag zu» oder «Welche der folgenden Aussagen trifft am ehesten Ihre Einstellung zum Sinn des Lebens?»
Und natürlich auch Fragen zur Partnerschaft respektive Familie: «So würde ich in einer Partnerschaft die Hausarbeit aufteilen»; «Meine Einstellung zu Treue und Eifersucht in einer Beziehung»; «Meine Einstellung zu Kinderzahl und Geselligkeit».
Besteht nicht die Gefahr, dass sich auch «unseriöse» Personen auf der Seite anmelden?
Die Gefahr lässt sich natürlich nicht zu 100 Prozent ausschliessen, aber gerade der Mitgliederbeitrag und die katholische «Marke» verhindern zu 95 Prozent, dass sich unseriöse Leute anmelden. Im Zweifel verlangen wir Identitätsnachweise, und auch die Mitglieder haben die Möglichkeit, andere Mitglieder bei Verdacht zu melden, die wir dann genauer «unter die Lupe» nehmen.
Kommentare und Antworten
Bemerkungen :
Das kann ich nach 48 Ehejahren nur bestätigen. Diese Glaube half uns, unser Eheversprechen "bis dass der Tod Euch scheidet" auch in Krisensituationen (die es in jedem Leben gibt) zu halten, und andere Lösungen zu suchen als die Scheidung.
Nun ist mein Schatz (wie wir uns immer nannten) schon vor 9 Jahren heimgegangen. Irgendwie fühle ich mich immer noch mit ihr "verheiratet".