An der Einweihungs- und Segnungsfeier des Zentrums am 12. Januar 2026 nahmen der Apostolische Nuntius in Pakistan, Erzbischof Germano Penemote, und der Vorsitzende der Pakistanischen Bischofskonferenz, Bischof Samson Shukardin von Hyderabad, teil. Unter den zahlreichen anwesenden Würdenträgern befanden sich Anthony Naveed, der christliche Vizepräsident der Provinzversammlung von Sindh, und Zoltán Varga, der ungarische Botschafter in Pakistan. Die von religiösen wie auch zivilen Autoritäten begrüsste Initiative wurde dank der Unterstützung der ungarischen Regierung und mehrerer Wohltäter in Australien und Grossbritannien möglich.
«Dies ist eine Initiative zur Stärkung der Gesundheitsversorgung, die untrennbar mit dem Geist der Barmherzigkeit in unserem Spital verbunden ist», erklärte Pater Robert McCulloch, ein australischer Missionar der Gesellschaft St. Columban und Mitglied des Verwaltungsrats des Spitals, gegenüber Fides. «Dieses Zentrum stellt einen grundlegenden Wendepunkt in der Gesundheitsversorgung in Pakistan dar. Es ist für Krebspatienten bestimmt. Die Krebsbehandlung ist für die Menschen in Pakistan zu teuer. Die Katholische Kirche in Pakistan geht dieses Problem direkt an, und zwar über das St. Elizabeth Hospital. Die Betreuung in diesem Tageszentrum für Palliativmedizin ist kostenlos, genau wie unser häuslicher Palliativpflegedienst.»
«Das Zentrum», erklärt er weiter, «wird durch einen Behandlungsplan und individuelle Betreuung einfühlsame Pflege bieten, um Krebspatienten ihre Würde zurückzugeben, ganz im Sinne des traditionellen Engagements christlicher Gesundheitseinrichtungen in Pakistan.» «Selbstverständlich», betont Pater McCulloch, «sind Patienten aller Kulturen, Ethnien und Religionen willkommen, sodass dieser Dienst auch einen positiven Einfluss auf die Förderung der interreligiösen Harmonie in der Region haben wird.»
Der Priester bedankte sich besonders bei Eric Siraj, dem Verwalter des St. Elizabeth Hospitals, und seinem Team «für ihre unermüdlichen Bemühungen, dieses Projekt zum Wohle der pakistanischen Bevölkerung zu verwirklichen».
In den letzten Jahren hat das St. Elizabeth Hospital einen bahnbrechenden häuslichen Palliativdienst für Krebspatienten eingeführt, der bei der Bevölkerung in der Region Hyderabad auf grosse Resonanz stiess. Diese Patienten sind oft ans Haus gefesselt und verbringen die letzte Phase ihres Lebens unter Schmerzen und Leiden. Das Gesundheitssystem in Pakistan bietet keine spezialisierten Behandlungen oder Dienstleistungen an; es gibt keinen Dienst, der ihr Leiden lindert, und die Familien müssen die hohen Kosten für die Schmerzlinderung tragen.
Angesichts des Erfolgs des häuslichen Pflegedienstes und des steigenden Bedarfs wurde beschlossen, den Bau einer Tagesklinik innerhalb des Spitals zu planen. Die Finanzierung der Einrichtung und der Ausstattung wurde durch die Unterstützung des Programms «Hungary Helps» ermöglicht, einer Initiative der ungarischen Regierung, die über 450 Entwicklungs- und Hilfsprojekte für benachteiligte Gemeinden in mehr als 60 Ländern weltweit unterstützt. Das nach der Heiligen Elisabeth von Ungarn benannte katholische Spital wurde 1958 in Hyderabad eröffnet und versorgt seitdem die Region mit professioneller Gesundheitsversorgung und betreibt ein Ausbildungszentrum für medizinisches Fachpersonal.
Originalbeitrag auf Fides
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