Wer sich für ein paar Tage oder gar Wochen in Leukerbad VS vom Alltagsstress erholen will, kommt an den riesigen Satellitenschüsseln oberhalb von Leuk-Stadt nicht vorbei. Ein idealer Standort, um hochsensible Daten aus aller Welt empfangen und gegebenenfalls weiterleiten zu können.
Jüngst machte die Meldung die Runde, dass das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX von Elon Musk dort 40 Antennen bauen will. Konflikte mit der ortsansässigen Bevölkerung sind programmiert. Doch davon soll hier nicht die Rede sein. Auch nicht von dem berühmten, 51 Grad heissen Thermalwasser, der Visitenkarte und zugleich Existenzgrundlage von Leukerbad. Obwohl: Eine kurze Erwähnung hat es mehr als verdient. Sprudelt das Thermalwasser aus den Quellen, hat es bereits eine 40-jährige Reise hinter sich. Sie beginnt auf rund 2300 Metern, sickert dann bis auf eine Tiefe von 500 Meter unter den Meeresspiegel, um anschliessend dank geothermischer Erwärmung wieder ans Tageslicht zu gelangen. Auf dieser unterirdischen Reise hat sich das Thermalwasser mit Calcium und Sulfat angereichert. Zusammen mit Natrium, Strontium, Eisen und Flurid verschmilzt dieser Mineralien-Cocktail zu einem idealen Mix für alle, die sich inmitten eines prächtigen Alpenpanoramas einfach erholen wollen oder Linderung ihrer Gebresten, zumal rheumatischer Natur, erhoffen.
Wovon hier auch und vor allem die Rede sein soll: Leukerbad kann sich mit einem einzigartigen Juwel barocker Baukunst und Volkskultur schmücken: dem Kapellenweg. Neun Kapellen sind sein Markenzeichen, Orte wie geschaffen zur Meditation und zum Gebet oder einfach zum Verweilen. Ebenso zur Bewunderung unserer Vorfahren, die es verstanden, an diesen Orten auch für heutige Zeitgenossen Kirchengeschichte auf höchst anschauliche Weise erfahrbar zu machen.
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