(Symbolbild: Bruno van der Kraan/Unsplash)

Kommentar

Mariä Licht­mess – Gedan­ken zum Feiertag

Roland Depla­zes macht sich in sei­nem Kom­men­tar zum Fest «Dar­stel­lung des Herrn» (frü­her: Mariä Licht­mess) Gedan­ken zum Umgang der Men­schen mit dem wah­ren Licht.

«Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel» (Lk 2,29–32)

Wir leben in turbulenten Zeiten. Ängste, Sorgen, Nöte ... Viele machen sich Gedanken über die Zukunft. Was wird sie uns wohl bringen?

Vieles wird uns versprochen ... Was sollen wir glauben? Worauf sollen wir hoffen und vertrauen?

Der heutige kirchliche Feiertag gibt uns Antworten.

Der greise Simeon wird vom Heiligen Geist in den Tempel geführt und wartet auf die Erfüllung einer Offenbarung. Ihm wurde geweissagt, dass er nicht eher sterben werde, bis er den Messias, den Retter aller Menschen, gesehen habe.

Simeon nimmt das Kind in seine Arme und erkennt in ihm das Licht. Er darf in Frieden – voll des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe – von der Welt scheiden.

Wie steht es mit unserer Welt? Erkennt sie das wahre Licht? Lässt sie sich von der Wahrheit führen?

Nicht nur die Mächtigen und Einflussreichen schmieden ihre Pläne – auch der Himmel macht sich bereit, doch er hat andere Pläne ...

In Zeiten der Wirren wird die Welt wieder sehen und hören lernen.

Zeugen des Lichts sollen wir sein. Lassen wir das Licht des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung leuchten. So dürfen wir getrost auf das blicken, was kommen mag.

Christus ruft alle Menschen. Der Himmel sendet Lichtboten in die Welt – es sind die Wegbereiter in unserer Zeit. Orte des Lichts und der Gnaden wird es immer geben für jene, die nach der Wahrheit suchen. Würde der Planet Erde sich wandeln zu einem Haus Gottes, er bliebe verschont vor weiterem Unheil – Frieden und Sicherheit wären ihm gewiss.

Auferstehen ist unser Glaube, Christus unsere Hoffnung. Es ist ganz gewiss, dass alles in Freude enden wird. Was uns die Zukunft bringt, bestimmen wir selbst durch unseren Glauben oder Unglauben.

Vertrauen wir auf Christus und seine Mutter. Sie weisen uns den Weg und führen uns zum verheissenen Ziel.

Die Welt braucht das Licht. Die Welt wird es noch erfahren.

«Je dunkler es hier um uns wird, desto mehr müssen wir das Herz öffnen für das Licht von oben» (Edith Stein/Sr. Teresia Benedicta a Cruce).
 

Gastkommentare spiegeln die Auffassungen ihrer Autorinnen und Autoren wider.


Roland Deplazes


Kommentare und Antworten

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Bemerkungen :

  • user
    Graber Thomas 05.02.2026 um 14:40

    Ich möchte swiss-cath.ch sehr herzlich danken, dass sie diesen wertvollen Kommentar eines noch wirklich Gläubigen aufnehmen. Das Fest Maria Lichtmess hat viel mehr Bedeutung als wir es heutzutage sehen. Christus sollte in jeder Kirche Mittelpunkt sein mit seiner Mutter, der Miterlöserin, der Himmelskönigin und unserer Mutter, wie Jesus dies vom Kreuz herab gegeben hat.


    Lieben Dank udn herzliche Grüsse

  • user
    Schwyzerin 03.02.2026 um 13:10
    Ich schliesse mich dem Gebet von Barbara Mathis an.
  • user
    Barbara Mathis, 72 Jahre 02.02.2026 um 19:02
    In der bevorstehenden Fastenzeit bete ich dass Bischof Vitus Huonder einen würdigen Nachfolger bekommt.
    • user
      ser AD 02.02.2026 um 22:20
      Was meinen Sie damit? er hat doch schon einen (Nachfolger).

      Oder meinen Sie, was nach Bonnemain kommt? es ist zu befürchten, dass er bis 2028 weitermacht.

      Aber Sie bringen Lichtmess auf den Punkt: Hoffnung haben, beten, das Heil schauen.
      • user
        Elisabeth Ritter 03.02.2026 um 10:57
        Ich glaube, die Betonung liegt auf dem Wort "würdig" ! Einen würdigen Nachfolger hat er nicht bekommen... Ich schliesse mich dem Gebet an.
  • user
    Meier Pirmin 02.02.2026 um 11:38
    Nichts grundsätzlich gegen "Darstellung des Herrn", was aber anschauungspsychologisch und vom jahreszeitlichen Bewusstsein her im Vergleich zu Lichtmess reichlich abstrakt wirkt, man stelle sich vor, bei Weihnachten die Nacht wegzunehmen und oder das Fest in "Anfangsfeierlichkeit der Erlösung" oder ähnlich umzutaufen. Und natürlich erinnert Lichtmesz auch an das jüdische und vorchristliche Ende der Schonzzeit der Mutter, das auch "Aussegnung" genannt wurde, heute ungern gehört von wegen der angeblichen Unreinheit der Schwangeren, womit man einst lediglich zu ihren Gunsten sexuelle Schonung nahelegen bwz. vorschreiben wollte, welch letzteres zwar für die Muttergottes nie ein Thema war.