Die diesjährigen Preisträger, ganz rechts Nationaldirektor Pater Karl Wallner. (Bild: © Missio - Päpstliche Missionswerke in Österreich)

Weltkirche

Mis­sio Öster­reich ver­leiht zum 4. Mal «EMIL» für Eselsarbeit

Ein Abend im Zei­chen der Nächs­ten­liebe. Mis­sio zeich­nete am 3. Novem­ber 2023 mis­sio­na­ri­sche Per­sön­lich­kei­ten mit dem Bron­ze­e­sel EMIL aus.

Zum vierten Mal in Folge haben die Päpstlichen Missionswerke in Österreich am vergangenen Freitagabend im Zuge der alljährlichen «Austria.On.Mission-Award»-Show den Bronzeesel «EMIL» an missionarische Persönlichkeiten verliehen. «Der Esel ist in den Ländern des Globalen Südens ein unbeachtetes Tier, das für die Menschen schwere Lasten trägt. Unsere heurigen Preisträgerinnen und Preisträger arbeiten hart wie Esel, leisten viel Gutes für die Gesellschaft und ihre Mitmenschen bleiben aber oft unbeachtet. Mit der EMIL-Verleihung stellen wir diese Heldinnen und Helden der Nächstenliebe ins Rampenlicht», sagt Missio Nationaldirektor Pater Karl Wallner.

Langjährige Wegbegleiter sind der Einladung von Missio Österreich in das «ARIANA-Eventcenter» zur emotionalen Austria.On.Mission-Awardshow gefolgt: u. a. als Vertreter des Heiligen Stuhls der österreichische Nuntiaturrat Monsignore Amaury Medina Blanco, Jugendbischof Stefan Turnovszky, der Generalvikar der Diözese St. Pölten, Christoph Weiss, Bischof em. Klaus Küng, Mario Reichel (GF Blitzblank und langjähriger Unterstützer).

Für musikalische Untermalung des Abends sorgten die Kinder und Jugendlichen des Ensembles von «KISI-God’s singing Kids». Sie begeisterten mit Stücken aus dem Familienmusical «Pauline – Mut verändert die Welt», das heuer bereits durch ganz Österreich getourt ist. Das Musical zeigt Ausschnitte aus dem bewegten Leben der seligen Missio-Gründerin Pauline Marie Jaricot.

Bronzeesel für Eselsarbeit
Bereits seit 2020 verleiht Missio Österreich jährlich in vier Kategorien einen vom Künstlermönch Pater Raphael Statt gestalteten Bronzesesel «Emil» an missionarische Persönlichkeiten, die sich in vorbildlicher Weise für die Weltmission einsetzen oder missionarisch engagieren. Der Esel verweist auf die biblische Symbolik, wonach Jesus Christus bewusst ein demütiges Lasttier für seinen Einzug in Jerusalem ausgewählt hat, um dort sein Leben für die Menschen hinzugeben. Zudem ist bis heute der Esel in vielen Ländern der Welt ein ausgenutztes Lasttier, dessen Arbeit oft unbeachtet und unbedankt bleibt.

Die EMIL-Preisträger 2023
Der «EMIL» in der Kategorie «Missionary from Austria» geht in diesem Jahr an Pater Leopold Kropfreiter, SJM. Kurz nach seiner Priesterweihe im Jahr 2008 ging der niederösterreichische Priester in die kasachische Steppe, um dort den Ärmsten der Armen zu helfen. Heute leitet er dort eine der renommiertesten Schulen des Landes, hilft Kindern und Jugendlichen durch eine fundierte Bildung in eine bessere Zukunft und engagiert sich für die ärmsten Familien in seinem Einsatzgebiet im Norden Kasachstans.

In der Kategorie «Missionary in Austria» ist heuer das Ehepaar Alexa und Christof Gaspari aus Maria Enzersdorf für das missionarische Magazin «Vision2000» ausgezeichnet worden. Seit 1988 publiziert das Ehepaar sechs Mal im Jahr die Missionszeitschrift, die mittlerweile zehntausende Menschen in über 30 Ländern erreicht. Gemeinsam haben sie ausserdem an der Gründung von «Radio Maria Österreich» 1998 massgeblich mitgewirkt.

«Star of Mission» sind heuer die Sacré Coeur Schulen, die in Vertretung von Professorin Astrid Weniger die Auszeichnung erhalten haben. Seit 17 Jahren unterstützen die Sacré Coeur Schulen in Österreich mittels einer Schulpartnerschaft eine Volksschule in Jinja in Uganda. Über Einnahmen durch Flohmärkte, Keksbuffets oder sonstige Klassenprojekte ermöglichen die Schüler und Schülerinnen der Sacré Coeur Schulen den Kindern in Uganda den Schulbesuch und eine warme Mahlzeit pro Tag. Auch die Renovierung von Schulräumen und generelle Gebäudeausbau konnte dank des Engagements der österreichischen Schülerinnen und Schüler in Uganda gesichert werden.

Der «EMIL» in der Kategorie «Hero of Charity» geht heuer an die junge Sozialarbeiterin Rishma Patra aus Kalkutta, Indien. In den Slums von Kalkutta engagiert sich die 25-Jährige gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen der örtlichen Caritas «Seva Kendra» für die Ärmsten der Armen. Mit viel Leidenschaft setzt sich Rishma Patra für die Menschen vor Ort ein, um ihnen dabei zu helfen, sich ein Leben in Würde aufzubauen. Konkret bedeutet dies Kurse für Frauen bereitzustellen, damit sie eine Ausbildung erhalten können und Grundlagen der Hygiene lernen. Aber auch die Gesundheitsvorsorge der Slumbewohner oder der Aufbau von Schulen für arme Kinder des Slums sind zentrale Anliegen für sie.


Missio - Päpstliche Missionswerke in Österreich


Kommentare und Antworten

×

Name ist erforderlich!

Geben Sie einen gültigen Namen ein

Gültige E-Mail ist erforderlich!

Gib eine gültige E-Mail Adresse ein

Kommentar ist erforderlich!

You have reached the limit for comments!

* Diese Felder sind erforderlich.

Sei der Erste, der kommentiert