(Symbolbild: Ketut Subiyanto/Pexels)

Kirche Schweiz

Neues Kir­chen­ge­sang­buch «Jubi­late»: Kako­pho­nie ist programmiert

Pünkt­lich auf den 1. Advent 2028 soll das neue Kir­chen­ge­sang­buch «Jubi­late» ver­öf­fent­licht wer­den. Ein Blick in die «Leit­li­nien» des Pro­jekts ver­heisst nichts Gutes.

Das blaue «Katholische Gesangbuch» (1998) kommt in die Jahre. Die Deutschschweizerische Ordinarienkonferenz (DOK) hat deshalb 2019 die Arbeitsgruppe «Chance Kirchengesang» gegründet. Eine «breit angelegte Umfrage» im Jahr 2020, an der rund 1000 Seelsorger und Kirchenmusiker teilnahmen, diente als Grundlage für das Projekt «Jubilate». Dieses ist gemäss Projektbeschrieb ein 600-seitiges Buch, das rund 600 Gesänge, dazu Gottesdienstformulare und Gebete enthalten soll. Zusätzlich ist ein digitaler Gottesdienstplaner vorgesehen. Aufgrund dieser digitalen Ebene können jederzeit Lieder und Gebete ergänzt sowie im Gottesdienst Lieder mittels Beamer projiziert oder ab Smartphone und Tablet gesungen werden. Das «Jubilate» soll auf den 1. Advent 2028 erscheinen.

Ökumenisch, interkulturell und für «Interessierte, Suchende und Neugierige»
Das Projekt Chance Kirchengesang gibt sich zukunftsgerichtet: «Die hybriden Medien mit Print, Web, App werden die Kirchenentwicklung und -erneuerung, das kirchliche Zusammenleben sowie das kraftvolle Gottesdienst-feiern in herausfordernden Zeiten fördern und stärken und die mitwirkenden Menschen ermutigen» – so wird das Projekt in seinen «Leitlinien» beschrieben.

«Jubilate» will gemäss Selbstdeklaration Beteiligung ermöglichen, Qualität unterstützen, Vielfalt leben, Ökumene fördern, Tradition feiern, Kasualien stärken und Glauben teilen. Doch was heisst das konkret?

Der Kirchengesang soll so gestaltet werden, dass er zu einem Gemeinschaftsgefühl beiträgt. Ein positiver Aspekt ist, dass die fremdsprachigen Missionen bewusst einbezogen werden, indem Lieder in mehreren Sprachen abgedruckt werden. Doch wer jetzt glaubt, man würde dann die Strophen abwechselnd in verschiedenen Sprachen singen, täuscht sich. Die Idee ist, dass alle die Strophen gleichzeitig in ihrer jeweiligen Sprache singen. Den Initianten dieser Idee ist jeglicher Realitätsbezug abhandengekommen. Wer schon einmal ein solches babylonisches Sprachengewirr über sich ergehen lassen musste, weiss: Da ist Kakophonie programmiert.

Dann sollen in «spezifischen Feierformen» bewusst «Personenkreise mit geringer Vertrautheit gottesdienstlichen Feierns und Singens angesprochen und integriert werden». So wird z. B. bei Kasualienfeiern (Taufe, Trauung, Erstkommunion, Firmung, Beerdigung usw.) das Liedgut so ausgewählt, «dass Interessierte, Suchende und Neugierige im Gesang und in den Texten Stärkung erfahren». Es soll also nicht in erster Linie das liturgische (sakramentale) Geschehen durch den Gesang unterstützt, sondern Kirchenferne durch entsprechende Lieder und Gebete gestärkt werden. Auch dies wird in der Praxis nicht funktionieren: An Kasualienfeiern singen erfahrungsgemäss – wenn überhaupt - oft nur die Gläubigen mit; die Fernstehenden nehmen meistens noch nicht einmal das Kirchengesangbuch in die Hand. Sie werden sich mit Bestimmtheit nicht als «musikalisch-liturgische Versuchskaninchen» vor den Karren solcher Experimente spannen lassen. Wenn nun neue Lieder gesungen werden müssen, singen auch die Gläubigen nicht mehr mit, da sie die Lieder nicht kennen.

Dazu passt, dass es unter dem Stichwort «Glauben teilen» nicht etwa um die Gläubigen geht, die im Gottesdienst ihren gemeinsamen Glauben teilen, sondern um «Glauben teilen in kirchendistanzierter oder säkularer Gesellschaft». Entsprechend finden die bereits erwähnten «Interessierten, Suchenden und Neugierigen» im neuen Kirchengesangbuch Gesänge und Texte für den Umgang mit ihren Hoffnungen, Ängsten, Sorgen und Freuden. «Aktuelle Liedtexte öffnen Menschen ohne kirchliche Bindung und Praxis niederschwellige Wege zur Gottes- oder Transzendenzerfahrung.» Da hilft dann auch der Nachsatz nichts mehr, dass zentrale Inhalte der Botschaft des Evangeliums vermittelt werden sollen.

Doch damit nicht genug. Die Förderung des «spontanen» Mitsingens soll auch durch Wechselgesänge, Kehrverse und anderen Kurzformen geschehen. «In den Feiern wird eine liturgiegerecht eingesetzte Formenvielfalt der Gesänge angestrebt.» Damit das Ganze funktioniert, sind Chöre, Kantoren, Vorsängergruppen oder gar Singanimatoren gefragt – die in den wenigsten Pfarreien vorhanden sind. Auch hier: Wo bleibt der Realitätsbezug?

Das Stichwort «Qualität unterstützen» lässt hoffen, doch auch hier reibt man sich erstaunt die Augen. «Liturg:innen, Kirchenmusiker:innen und weitere am Gottesdienst Beteiligte eint das Bewusstsein, dass Gottesdienste nur als Gemeinschaftswerk mit je eigenen, aber aufeinander bezogenen Verantwortungen geplant werden können.» Ein Pfarrer, der allein die Heilige Messe vorbereitet, hat also nicht verstanden, was Gottesdienst ist … Und die Gläubigen, die ja bekanntlich ebenfalls am Gottesdienst beteiligt sind – und nebenbei bemerkt die Mehrheit bilden – sind an diesem Prozess natürlich nicht beteiligt.

Die Leitlinien versprechen, dass alle Gesänge, Texte und Liturgien auf ihren «theologischen, liturgischen, musikalischen und sprachlichen Gehalt» geprüft werden. Dabei wird ein Nebeneinander von verschiedenen Sprachspielen (sic) als qualitatives Wesensmerkmal einer vielfältigen und spannungsreichen Tradition verstanden und vermittelt. «Gesänge in edler Einfachheit, niederschwellige Feierformate, Lied- und Gebetstexte in zeitsensibler Sprache, werden beitragen, dass das Wort Gottes seine Kraft weiterhin entfalten kann», so die Projektleiterin von «Jubilate», Sandra Rupp Fischer, in «Singende Kirche, Zeitschrift für katholische Kirchenmusik», Heft 1, März 2026.

Und natürlich muss das neue «Jubilate» ökumenisch ausgerichtet sein: Es werden nicht nur bewusst ökumenische Lieder aufgenommen – eine ökumenisch geführte Servicestelle soll nach Veröffentlichung des «Jubilate» die Geschäfte führen. «Die Ökumene, aber auch die interkulturelle Vernetzung sind in diesem Projekt von zentraler Bedeutung.»
 


Alte Lieder werden übernommen, neue Lieder gesucht
Vielleicht fragen Sie sich jetzt, ob überhaupt Lieder aus dem Kirchengesangbuch (1998) oder anderen Büchern übernommen werden. Die «Hymnologie-Kommission» hat die Lieder aus dem Kirchengesangbuch mit einem klaren Ja oder klaren Nein bewertet. Jene Lieder, über die man sich nicht einig war, wurden in verschiedenen regionalen Workshops diskutiert. Zusätzlich wurden zwei Online-Umfragen lanciert, um zu weiteren Liedern eine «breitabgestützte Meinungsbasis» einzuholen. An diesen Umfragen nahmen ganze 482 resp. 413 Personen teil. Dreiviertel von ihnen waren zwischen 41 und 70 Jahre alt – jüngere Teilnehmer waren klar in der Minderheit.

Das bekannte Lied «Es singen die Engel, es jubeln die Chöre» aus dem alten Kirchengesangbuch von 1966 darf anscheinend auch ins «Jubilate» – aber nur mit einem anderen Text. Die Verantwortlichen wünschen sich «neue, frische Strophen zum Erntedankfest oder zum Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag». Dieser neue Text wird mittels einer Ausschreibung gesucht.

In einer weiteren Ausschreibung werden neuere Lieder gesucht. Diese dürfen nicht älter als vier Jahre sein, ihre Texte sollen gut singbar und in inklusiver Sprache verfasst sein, sie dürfen «ihre Grundlage gerne in der Bibel finden» und – wie bereits gehabt – sollen «kirchlich interessierte, suchende oder neugierige Menschen berühren».

Liest man die Leitlinien und verschiedenen Texte auf der Webseite «jubilate.ch» durch, entsteht der Eindruck, dass es weniger um ein neues Kirchengesangbuch für die Pfarreien geht als mehr um ein Liederbuch für Fernstehende. Zwischendurch kommt das Wort «Tradition» vor, oder auch das Wort «Gregorianik», doch mehrheitlich geht es um neue Lieder, neue Sprache, neue Gottesdienstformen.

Ausweichende Antworten
Wir haben bei der Projektleiterin Sandra Rupp Fischer nachgefragt, wie hoch der Anteil der neuen Lieder und Gebete sein wird. «Da die redaktionellen Arbeiten noch nicht abgeschlossen sind, können derzeit keine abschliessenden Prozentzahlen genannt werden.» Entscheidend sei weniger die Frage nach einem zahlenmässigen Anteil als nach der pastoralen Qualität, schreibt sie ausweichend. Immerhin: «Die grosse Mehrheit der heute bewährten und in den Gemeinden breit verankerten Gesänge wird weiterhin ihren Platz haben.» Das «Jubilate» wolle die Tradition nicht durch Neues ersetzen, sondern Bewährtes und Neues miteinander verbinden. «Ziel ist ein Gesangbuch, das auch in den kommenden Jahrzehnten tragfähig bleibt und die liturgische Praxis der Kirche in ihrer ganzen Breite abbildet.»

Auf die Frage, warum in den Leitlinien der Fokus auffallend oft auf «Neugierige, Interessierte und Suchende» gelegt wird, antwortet Frau Rupp Fischer: «Kirche war immer zugleich Heimat für Glaubende und offener Ort für Menschen, die Fragen haben, Orientierung suchen oder erstmals mit christlichem Glauben in Berührung kommen.» Das Gesangbuch liege öffentlich in Kirchen auf. «Menschen nehmen es zur Hand, blättern darin, suchen Trost, Informationen oder Zugang zur Liturgie. Diesem Umstand trägt Jubilate Rechnung.» Die Offenheit gegenüber Suchenden bedeute daher keine Verlagerung des Fokus weg von den Gläubigen, «sondern entspricht einem grundlegenden kirchlichen Selbstverständnis».

Auch auf unsere klar formulierte Frage: «Werden die Texte im ‹Jubilate› in sogenannt gendergerechter Sprache verfasst?» erhalten wir von der Projektleiterin eine ausweichende Antwort: «Jubilate verfolgt das Ziel einer verständlichen, sorgfältigen und sprachlich zeitgemässen Ausdrucksweise. Dabei geht es zunächst darum, dass liturgische Texte, Gebete und Lieder von den Menschen heute verstanden und mitvollzogen werden können. Bei neuen Texten wird darauf geachtet, Menschen sprachlich angemessen anzusprechen und unnötige Ausschliessungen zu vermeiden. Gleichzeitig bleibt Jubilate ein liturgisches Buch der katholischen Kirche. Die Sprache muss deshalb immer auch den theologischen, biblischen und liturgischen Traditionen gerecht werden. Die Diskussion wird häufig auf einzelne Schreibweisen reduziert. Für Jubilate steht jedoch nicht eine bestimmte sprachpolitische Position im Zentrum, sondern die Frage, wie Menschen in Gottesdiensten sprachlich erreicht werden können und wie die kirchliche Tradition verständlich und glaubwürdig weitergegeben wird.»

Aufgrund der ausweichenden und diffusen Antworten haben wir bei Abt Urban Federer, Verantwortlicher für das Projekt Jubilate – Chance Kirchengesang, nachgefragt. «Die Projektleiterin Sandra Rupp Fischer hat Ihnen Ihre Fragen am 14. August bereits beantwortet. Dem ist, so Abt Urban, nichts mehr beizufügen», liess er durch seinen Informationsbeauftragten ausrichten.

Fazit
Es muss die Frage gestellt werden, wie sinnvoll ein solches Buch ist. Warum muss ein Gesangbuch, das in erster Linie im Dienst der Gläubigen einer Pfarrei stehen soll, schwergewichtig auf die Bedürfnisse von «Interessierten, Suchenden und Neugierigen» abgestimmt werden? Die Verfasserin hat jedenfalls bisher noch nie Scharen von Fernstehenden erlebt, die in den Kirchenbänken sitzen und das Kirchengesangbuch studieren.
Warum sollen die Gläubigen unbedingt eine neue Liturgie mit neuen Liedern feiern? Menschen, die als Erwachsene den Weg in die Katholische Kirche fanden, geben als Grund das Zeugnis authentischer Katholiken, würdig gefeierte Eucharistiefeiern oder die Anbetung an – von niederschwelligen Gottesdiensten oder modernen Gebeten hört man nichts. Statt neue Gottesdienstformen zu erfinden, sollte das Verständnis für die Eucharistiefeier und die Sakramente verbessert werden.
Die ausweichende Antwort von Frau Rupp Fischer zur gendergerechten Sprache lässt den Verdacht aufkommen, dass bestimmte Texte in eben genau jener Sprachvariante verfasst sein werden – wie dies bereits in den Leitlinien geschehen ist («Liturg:innen, Kirchenmusiker:innen, Singanimator:innen»). Und das, obwohl die Kirche nur die beiden biologischen Geschlechter anerkennt.

Man wolle mit dem «Jubilate» die Kirchenentwicklung und -erneuerung fördern und stärken, steht auf der Webseite. Hier liegt das eigentliche Problem: Eine Kirchenentwicklung kann nicht von oben verordnet werden (Synodaler Prozess) und auch nicht mithilfe eines Kirchengesangbuches («Jubilate») gefördert werden. Die Entwicklung geschieht durch den Heiligen Geist, der in den Gläubigen wirkt.
 

Die vorgesehene Gliederung des Buches:
1. Grundformen gemeinschaftIichen Feierns; 2. Hören und Feiern des Wortes Gottes; 3. Sakramentliche Feiern; 4. Feiern im Rhythmus der Zeit (jeweils Arbeitstitel).
Das Richtbudget beläuft sich auf 5,5 Millionen Franken.

Webseite des Projekts «Jubilate»


Rosmarie Schärer
swiss-cath.ch

E-Mail

Rosmarie Schärer studierte Theologie und Latein in Freiburg i. Ü. Nach mehreren Jahren in der Pastoral absolvierte sie eine Ausbildung zur Journalistin.


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Bemerkungen :

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    Josef Ritter 25.08.2026 um 10:12
    Diese Modernisten werden nie müde, um immer wieder erwas neues, zeitgemässes heraus zu bringen.
    Das Kirchengesang-Buch müsste nicht ersetzt werden, vor allem wird unnötig viel Geld verschleudert!
    Auch mit einem neuen Kirchengesang-Buch werden mit Sicherheit nicht mehr Gläubige an den Gottesdiensten teilnehmen!
    Der Richtige Weg wäre, zurück zum Wahren Katholischen Glauben, damit wieder mehr Gläubige, den Weg in die Heilige Messe (Eucharestiefeier) finden würden.
  • user
    Tschuefl 25.08.2026 um 08:41
    Stellt sich die Frage, ob ein neues, kostspieliges KGB überhaupt notwendig ist... Denn vielerorts haben Pfarreien oder ihre Seelsorgenden ihre eigenen Gesangsbücher oder -büchlein geschaffen und sich so selbst verwirklicht. Auch hier: die Einheit und Akzeptanz bestehender Strukturen und Vorgaben wird mit Füssen getreten...
  • user
    Tina Ring 24.08.2026 um 14:16
    "Die Entwicklung geschieht durch den Heiligen Geist, der in den Gläubigen wirkt."

    Genau und die Gläubigen wiederum wirken vielerorts und mannigfach. Zum Beispiel im Synodalen Weg oder bei "Jubilate". Das ist alles andere als eine "von oben verordnete Kirchenentwicklung". Zumal gerade diese beiden Prozesse ohne die zahlreichen Menschen "an der Basis" nie und nimmer möglich gewesen wäre. Denn gerade der Synodale Weg ist von einigen kirchlichen "Oberen" nicht erwünscht.
    • user
      Jörgen 26.08.2026 um 06:42
      Für Deutschland muss ich widersprechen: Viele Gläubige erleben den Synodalen Weg nicht als eine Bewegung der Basis, sondern als "von oben verordnet" - von Teilen des Episkopats und von einer Funktionärselite, die den Kontakt zu den einfachen Laien verloren hat. Von den Inhalten ganz zu schweigen.
  • user
    Kurt Vogt 24.08.2026 um 12:24
    Es wäre sehr hilfreich in all den Diskussionen um dieses Buch, wenn die konkrete Liste der geplanten Lieder veröffentlicht würde und die damit verbundenen Spekulationen beendet würden.
  • user
    ser AD 24.08.2026 um 10:18
    Dem ist nichts mehr beizufügen, meint der Abt der ursprünglich gregorianischem Gesang verpflichteten Abtei Einsiedeln.
    Damit outet er sich als Neuerer.
    Angesichts der christologischen Leere heutiger Gottesdienste tut ein abgestürztes Gesangbuch auch nicht mehr viel zur Sache.
    Letzthin war ich in einer Beerdigung, wo der Pfarrer weder Evangelium noch Lesung vortrug.
    Es ist alles gesucht, nur das priesterliche Wort nicht.
    Das Buch von 1998 war schon schlimm - und das kommende bildet einfach die heutige Bischofskonferenz ab.
  • user
    Stefan Fleischer 24.08.2026 um 08:31
    Dieses Fuder ist schlichtweg überladen. "Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann!" Das wussten unsere Vorfahren noch ganz genau. So wie diese Arbeit hier angepackt wurde, wird das Resultat niemanden wirklich ansprechen oder gar begeistern, besonders auch, weil - sowie ich diese Ausführungen verstehe - diesem Buch etwas vom Entscheidendsten fehlt, nämlich ein Beitrag zu einer katholischen (allumfassenden) Neuevangelisation zu sein, den Glauben des Volkes zu stärken und die Lehre der Kirche und unsere Liturgie für das Volk verständlich und verbindlich (als Unterstützung der rein verbalen Verkündigung) dazulegen. Aber vielleicht ist ja gerade das nicht erwünscht, weil solches den Bestrebungen für eine neue, andere Kirche diametral entgegenlaufen würde.