(Bild mit Ki generiert, raphael.app)

Kommentar

Öffent­li­che Belei­di­gung – öffent­li­che Wiedergutmachung

Ein Sakri­leg wie die Ent­wei­hung des Aller­hei­ligs­ten – etwa indem kon­se­krierte Par­ti­kel einem Tier ver­füt­tert wer­den oder die Mut­ter­got­tes als Trans­gen­der dar­ge­stellt oder ein Frosch ans Kreuz gena­gelt wird – ist eine schwere Belei­di­gung Gottes.

Das Kirchenrecht hält unmissverständlich fest: «Wer die konsekrierten Gestalten wegwirft oder zu einem sakrilegischen Zweck verwendet, zieht sich die Exkommunikation als Tatstrafe zu» (CIC 1983, can. 1367). Solche Taten verlangen nach öffentlicher Genugtuung, weil sie das heiligste Gut der Kirche treffen.

Deshalb ist es ein Akt echter Glaubenstreue, wenn gläubige Laien öffentlich Wiedergutmachung leisten. Der Katechismus bekräftigt: «Die Gläubigen haben die Pflicht, Gott durch Gebet, Opfer und Werke der Busse Genugtuung zu leisten» (KKK 1459–1460). Die Stiftung «Mission Maria» hat am vergangenen Samstag zur Sühne aufgerufen und alle Gläubigen guten Willens ermutigt, den Rosenkranz zu beten und die Heilige Kommunion als Sühnekommunion aufzuopfern.

Die Kirchenväter betonen ebenfalls die Genugtuung:

• Augustinus: «Wo die Sünde offenbar ist, dort soll auch die Busse offenbar sein» (Enarrationes in Psalmos 50,20).

• Gregor der Grosse: «Die Schuld muss durch ein Werk gesühnt werden, das der Beleidigung entspricht» (Moralium 9,21).

Der heilige Thomas von Aquin lehrt, dass Sühne ein Akt der Gerechtigkeit gegenüber Gott ist (STh III, q. 84, a. 3). Daraus folgt das alte kirchliche Prinzip: Öffentliche Beleidigung verlangt öffentliche Wiedergutmachung. Auch das Kirchenrecht kennt dieses Grundprinzip der öffentlichen Restitution (vgl. CIC 1983, can. 1347 §2 analog).

Die Heiligen bestätigen dies. Der heilige Alfons von Liguori schreibt: «Weil der Heiland in der Eucharistie öffentlich beleidigt wird, verlangt die Liebe, dass wir ihn öffentlich trösten» (Theologia Moralis VI, 445).

Darum gilt: Ob in Zürich, in Wien oder sonst wo – wenn Christus oder Maria öffentlich beleidigt werden, ist es unsere heilige Pflicht als Laien, öffentlich Sühne zu leisten, besonders durch das gemeinsame Rosenkranzgebet.


Gastkommentare spiegeln die Auffassungen ihrer Autorinnen und Autoren wider.


Claudio Tessari

Stiftungsrat von «Mission Maria» und Kirchenpfleger Katholische Kirche Wald


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Bemerkungen :

  • user
    Redaktion 13.12.2025 um 07:16
    Liebe Leserinnen und Leser. Wir beenden jetzt die Diskussion zu diesem Artikel. Besten Dank für Ihr Verständnis.
    Redaktion
  • user
    Schwyzerin 12.12.2025 um 14:15
    Der Papst hat die alleinige Verantwortung!
  • user
    Schwyzerin 12.12.2025 um 13:07
    Wer sich dazu entschliesst die ehrfürchtige, knieende Mundkommunion zu praktizieren, wird den Novus Ordo nicht mehr besuchen. Ein Schutz der Mundkommunion schützt auch die tridentinische Messe. Ich vertraue auf meine Gebete für Papst Leo XIV.
  • user
    Schwyzerin 11.12.2025 um 23:26
    Ein Sakrileg bei der Mundkommunion ist mir nicht bekannt, da müssen Sie schon ein konkretes Beispiel darlegen.

    In der Neuen Messe wird schonlange auf die Patene verzichtet, obwohl es der Vatikan vorschreibt. Partikel der konsekrierten Hostie gehen so verloren. Obwohl das immer wieder vorkommt, ändert man es nicht. Es ist relevant, wie die Kommunion gespendet wird. Genauso der Kommunionsempfang. Die Handkommunion ist daher problematisch, wie diese Beispiele zeigt haben. Wenn man es nicht einsiehen will, dann kann ich nicht helfen. Ich bete und hoffe nur noch, dass der Heiligen Vater Leo XIV. die heilige ehrfürchtige, kniende Mundkommunion schütze.
    • user
      ser AD 12.12.2025 um 08:22
      Dass Leo XIV die Mundkommunion schütze ist wohl ein frommer Wunsch. Die jetzige Kommunionmode ist ein Ausdruck der neuen Messe = subjektive Frömmigkeit. Solange diese kraft des Dogmas Vatikanum 2 anhält, gibt es keinen Aufschwung.

      Dabei wäre die Alte Messe ungleich wichtiger, und da trabt Leo XIV ganz hinter Franziskus her - oder hinter denen, die es eingebrockt haben. Man tut Papst Franziskus Unrecht, wenn man ihm die Schuld aller Missstände in die Schuhe schiebt.
      • user
        T.L.D 12.12.2025 um 22:15
        Das 2. Vatikanum hat nie von der Handkommunion gesprochen... und die Novus Ordo Missae ist NICHT die Messe des 2. Vatikanum! Ich empfehle ihnen den Artikel "Whither the Mass of Vatican II?" von Dom Alcuin Reid auf Catholic Herald.
  • user
    Margrit Ruckstuhl 11.12.2025 um 17:40
    Ich bin mit den Aussagen von C.Tessari vollends gleicher Meinung. Wir können nicht genug Vorbildrolle überehmen was den Respekt vor dem Leib Christi anbelangt. Ich danke Herr Tessari für seine geradlinige Haltung.
    Margrit Ruckstuhl
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    Schwyzerin 11.12.2025 um 17:26
    Die Handkommunion ist problematisch und das nicht nur hier, sondern auf der ganzen Welt. Es liegt am Vatikan die Handkommunion abzuschaffen und zur ehrfürchtigen, knieenden Mundkommunion zurückzukehren. Eine Wahlfreiheit des Kommunikaten wird es nicht mehr geben. Dafür hat der Spender bei der knieenden Mundkommunion alles im Griff.
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      Nicole14 11.12.2025 um 17:54
      Die Handkommunion ist nicht problematisch und deshalb auch von der Kirche erlaubt. Wer ein Sakrileg begehen will, kann dies auch bei der Mundkommunion. Alle Menschen, die Handkommunion machen, als potentielle "Hostienschänder" zu betrachten, geht zu weit. Es kommt auf die innere Ehrfurcht an und nicht auf die äussere Haltung.
      • user
        Claudio Tessari 12.12.2025 um 15:29
        Also das die Handkommunion nicht problematisch ist, sehe ich etwas anders, wenn man das Dokument vom Vatikan genau liest.

        Man soll aber sorgfältig darauf achten, daß der Kommunikant die Hostie sofort vor dem Spender konsumiert, damit niemand mit den eucharistischen Gestalten in der Hand weggeht. Wenn eine Gefahr der Profanierung besteht, darf die heilige Kommunion den Gläubigen nicht auf die Hand gegeben werden.

        Also das eine Gefahr der Profanierung besteht, sagt schon das Dokument. Natürlich kommt es immer auf die innere Haltung an, aber die innere Haltung sollte sich in der äusseren Haltung wieder spiegeln, so wie die äussere Haltung die innere ebenfalls. Katholisch ist immer et et, und nicht nur sola.
  • user
    Schwyzerin 11.12.2025 um 13:27
    Horror missae: Tierliebe und ihre Grenzen vom katholisches.info besagt: Das Beispiel zeigt die Problematik des Kommunionempfangs, seit Papst Paul VI., entgegen der gesamten tausendjährigen Praxis der Kirche, den Bischofskonferenzen 1969 erlaubte, bei "Bedarf", in ihrem Gebiet auch die protestantische Handkommunion zuzulassen. Die Kolumbanische Bischofskonferenz führte 2004 die Handkommunion ein.
    In den Diözesen des deutschen Sprachraum dürfte äusserst selten eine Ermahnung wie jenes des Pfarrers von Santo Domingo Savio zu hören sein. Gemäss katholisches.info/2024/05/03/horror-missae-tierliebe-und-ihre-grenzen/

    "Ich muss etwas sagen, das mich sehr schmerzt, und ich sage es in diesem Rahmen, weil vor einigen Tagen einer unserer Messdiener beobachtet hat, dass eine Frau, die mit ihrem Haustier zur Kommunion kam, dann, an ihren Platz zurückgekehrt, ihrem Tier ein Stück der Hostie gab. Das ist ein Sakrileg. Und wenn die Frau hier ist oder mich zu diesem Thema hört, muss sie zur Beichte gehen. Nicht einmal ich kann ihr vergeben. Sie muss zum Bischof gehen, weil das die schwerste und sakrilegischste Handlung ist, die es gibt. Das gleiche gilt für Dich, wenn du die Kommunion empfängst, und du empfängst sie auf die hand, wie du willst, auf den Knien oder in den Mund, die Kirche erlaubt uns, das so zu tun, aber wenn du sie auf die Hand empfängst, musst du sie vore dem Priester verzehren. Du darft sie nirgendwo hin mitnehmen. Oder wie eine Mutter einmal sagte, sie nahm ein kleines Stück und gab es dewm kleinen Jungen, der sie fragte: Lass mich wissen, wie... wie das schmeckt. Wir scheinen nicht zu verstehen, dass wir vor dem grössten Wunder der Welt stehen und vor dem Heiligsten, was wir haben. Ich bitte auch immer ihr es machen wollt, es sofort zu verzehren und zu prüfen, ob in eurer Handfläche kein Krümel ist. Lasst uns nicht in diesen Wannsinn (des Sakrilegs) verfallen."

    Wer die ehrfürchtige knieende Mundkommunion praktiziert, ist einem Sakrileg nicht ausgesetzt. Es lohnt sich zur tausendjährigen Praxis der Kirche zurückzukehren.
    • user
      Peter Elisabeth 11.12.2025 um 19:04
      Wie verhält es sich in diesem Zusammenhang bei Kommunionhelfern? Es scheint mir abwegig, von ihnen die Kommunion kniend und als Mundkommunion zu empfangen, da sie nicht Christus sakramental repräsentieren, wie es der geweihte Priester tut, und zudem spenden sie in der Regel ohne liturgische Gewänder.
      • user
        T.L.D 11.12.2025 um 20:34
        Kommunionspender sollte es auch nur geben, wenn nicht genug Geweihte anwesend sind. Jedoch gibt es oft zu viele, Beispiel: Bei der Weihe von Bischof Beat Grögli (an welcher ich ministrierte) waren sehr viele Bischöfe und Priester anwesend. Jedoch haben nur etwa 10 Kleriker die Kommunion gespendet und ca. 10 andere Laien-"Kommunionspender"
        Die anderen ca. 30 Priester in Albe und Stola sassen einfach dann nur hinten in der Mitte des Chores auf Stühlen.
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    Lausannerin 11.12.2025 um 10:08
    Man darf aber nie vergessen, dass es Menschen gibt, die evt nicht wissen, dass Ihr Verhalten falsch ist.

    Ein Priester hat erzählt, dass er gesehen hat, dass eine Frau die Hostie geteilt hat und eine Hälfte mitgenommen hat. Er ist ihr hinterhergelaufen und hat sie gefragt, was sie vorhat. Er hat erfahren, dass die Tochter der Frau im Konkubinat lebt und nicht mehr in die Kirche geht und die Mutter möchte, dass die Tochter zurück in die Kirche findet und ihr die Hälfte der Hostie ins Müesli tut.

    Die Tat war klar falsch, aber die Frau wollte Gutes tun und war sich nicht bewusst, dass dies falsch war.

    Diese Frau hat kein Sakrileg begangen. Hingegen hat der Priester sie aufgeklärt, dass sie dies nicht mehr tun darf.

    Die Priester sind gefordert die Menschen aufzuklären.
    • user
      Claudio Tessari 11.12.2025 um 15:34
      Stimmt leider so nicht ganz. Der Priester darf die Handkommunion nur dann spenden, wenn er sicherstellen kann, dass vor seinen Augen kommuniziert wird. So lernt es die Kirche.

      Man soll aber sorgfältig darauf achten, daß der Kommunikant die Hostie sofort vor dem Spender konsumiert, damit niemand mit den eucharistischen Gestalten in der Hand weggeht. Wenn eine Gefahr der Profanierung besteht, darf die heilige Kommunion den Gläubigen nicht auf die Hand gegeben werden.

      https://www.vatican.va/roman_curia/congregations/ccdds/documents/rc_con_ccdds_doc_20040423_redemptionis-sacramentum_ge.html