Spenderherz. (Bild: Korozia45, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons)

Interview Pro Life

Organ­spende: Hei­ligt der Zweck die Mittel?

Organe spen­den: Ja oder nein? Auf den ers­ten Blick lau­tet die Ant­wort «Ja». Doch der rasante medi­zi­ni­sche Fort­schritt hat gerade bei Organ­ent­nah­men zu mehr als frag­wür­di­gen Prak­ti­ken geführt. Damit und mit ihren medizinisch-​juristischen und ethi­schen Impli­ka­tio­nen befasst sich Pfar­rer Dr. Roland Graf im Pod­cast «Hirn­tot ist nicht gleich tot» der «Schweizerzeit».

Darf die Medizin alles, was sie kann? Diese Frage stellt sich angesichts des rasanten medizinischen Fortschritts gerade auch bei der an sich sinnvollen Organspende. Denn eben dieser Fortschritt hat zu immer fragwürdigeren Praktiken bei der Organentnahme geführt. Im Interview mit «Schweizerzeit» gibt Pfr. Dr. Roland Graf auf wissenschaftlicher Basis fundierte Auskunft zu wichtigen Fragen rund um das Thema Organspende. So unter anderem zu den Fragen:

  • Wann ist ein Mensch wirklich tot?
  • Worin liegen die Unterschiede zwischen einer Organentnahme nach einem klassischen Hirntod und einem Herz-Kreislauf-Stillstand?
  • Was genau beinhaltet das neue Gesetz zur erweiterten Widerspruchsregelung bei Organspenden, das Anfang 2027 in Kraft tritt?
  • Was muss ich tun, damit mein Wille für oder gegen die Organspende respektiert wird?

Missverständnisse bei Organtransplantationen – Hirntot ist nicht gleich tot
Es gibt viel Unkenntnis und viele Missverständnisse beim brisanten Thema rund um die Organspende. Warum dies keine einfache Angelegenheit ist und welche ethischen und rechtlichen Fragen sich dabei stellen – darüber spricht Pfr. Dr. Roland Graf in dieser Podcast-Folge. Ebenso über seinen Werdegang und darüber, wie er seine Einstellung zur Organspende änderte, nachdem er miterlebt hatte, wie die Kriterien der Todesfeststellung immer mehr aufgeweicht wurden, um möglichst viele Spenderorgane zu generieren.
 

 Podcast «Hirntot ist nicht gleich tot» der «Schweizerzeit»


Redaktion


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Bemerkungen :

  • user
    Joseph Laurentin 18.03.2026 um 21:32
    Die Medizin sagt: Der Hirntod sei der irreversible Ausfall aller Hirnfunktionen. Die Atmung wird künstlich erhalten, der Kreislauf durch Maschinen stabilisiert… Und gerade deshalb ist dieser Mensch lebendig. Ein Lebender wird beatmet, ein Toter nicht. Ein Hirntoter schwitzt, verdaut, wächst, trägt Kinder aus… manche erwachen sogar wieder. Das Herz schlägt aus eigener Kraft – nicht aus der Steckdose. Wie könnte das der Tod sein? Genau das ist der Punkt. Es fühlt sich falsch an. Warm wie jeder Schlafende. Und doch sollte man sie „Leiche“ nennen, um das Skalpell zu rechtfertigen. Viele „Hirntote“ reagieren unter der Entnahme mit Blutdruckanstieg, Abwehrbewegungen. Erst Narkose, dann Muskelrelaxans – für einen angeblich Toten! Warum braucht eine Leiche Schmerzmittel? Aber die Kirche – wenigstens manche Erklärungen – sprechen vom Hirntod als möglichem Kriterium… Und hier liegt der Irrweg. Tradition und Schrift kennen nur den Herztod. Der Hirntod entstand 1968 – erst als die ersten Herztransplantationen scheiterten und man eine Rechtfertigung brauchte, die Organe früher zu entnehmen. Die Praxis wurde nicht der Wahrheit angepasst – die Wahrheit wurde der Praxis angepasst. Das ist nicht Fortschritt. Das ist Verrat. Dann bedeutet das… Christen sollten weder spenden noch empfangen? Ja. Denn jede Organentnahme am Hirntoten ist moralisch unzulässig. Und jeder, der ein solches Organ annimmt, nimmt es aus einem Akt vorausgehender Tötung entgegen.