Fra Angelico, 1424/25. (Bild: Fr. Lawrence Lew O.P./Flickr, CC BY-NC-ND 2.0)

Kommentar

Ostern – Quelle der Hoff­nung und Gnaden

«Der Herr, er lebt, der uns ver­söhnt. Ver­herr­licht ist das Oster­lamm, das von der Welt die Sün­den nahm. Alleluja!»

Die Botschaft von Ostern verkündet den Menschen den Sieg des Lebens über den Tod. Im grössten Opfer, das Gott den Menschen aus Barmherzigkeit geschenkt hat, liegt zugleich der Sieg. Das Kreuz als Zeichen der Erniedrigung wird im auferstandenen Christus zum Zeichen der Erlösung. Es ist zum Siegeszeichen geworden.

Die Osterbotschaft ist untrennbar mit der Botschaft für den Frieden verbunden. Der auferstandene Christus begegnet seinen Jüngern als Erstes mit den Worten: «Friede sei mit euch!»

Was macht die Welt mit diesem Frieden? Will sie überhaupt den Frieden? Die vermeintlichen Sieger, die nach Reichtum und Macht streben – worauf hoffen sie? Sie werden einst den Frieden suchen und keinen finden ... Schon Bruder Klaus gab uns den Rat mit auf den Weg: «Friede ist allweg in Gott, denn Gott ist der Friede. Friede kann nicht vernichtet werden, Unfriede aber wird zerstört.» Seine Worte sind wohl auch als Mahnung zu verstehen, im Gebet nicht nachzulassen.

Es ist die Macht Gottes, die an jenem finsteren Tag auf Golgatha fühl- und sichtbar wurde. Wohl viele wurden wachgerüttelt und erkannten in der Finsternis das erloschene Licht. Das Erlösungswerk Christi – das Erbarmen Jesu – offenbart sich bereits am Kreuz. Der Gnadenstrom fliesst vom Kreuz herab zu den Menschen – sowohl der Schächer als auch der römische Hauptmann werden zu Empfängern der göttlichen Barmherzigkeit. Jesus bat am Kreuze leidend: «Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.»

Das Fest der Auferstehung ist die Quelle der himmlischen Freuden – die Quelle der Glückseligkeit, die aus dem Glauben und Gottvertrauen sowie der erfüllten Hoffnung, einst das verheissene Erbe antreten zu dürfen, hervorgeht.

Der Feiertag soll ein Appell sein, den Frieden zu wahren. Die Welt wird erst zur Ruhe kommen, wenn sie Gott sucht. Nur im göttlichen Frieden und in der Versöhnung wird sie den Ostersegen und die Ostergnaden empfangen. Beides hätte sie so dringend nötig.

Vorwärts mit Christus! Vorwärts zum Sieg! Das Kreuz wird der Welt erneut zum Siegeszeichen werden. Halten wir an unserem Glauben und unserer Hoffnung fest. Unsere Hoffnung liegt in der Erwartung des Herrn. So dürfen auch wir einst auferstehen und die Herrlichkeit Gottes schauen.

Immer wieder zeigt sich das Eingreifen Gottes auf übernatürliche Weise. Die Macht und Herrlichkeit Gottes wird sich erneut offenbaren. Möge die Welt sich noch rechtzeitig besinnen, auf dass ihr nicht erneut das Licht – das Öl in den Lampen – ausgeht und sie im Dunkeln steht.

Maria, du goldenes Haus, du Quell der Hoffnung und der Gnaden, bitte für uns!


Roland Deplazes


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