Unter dem Motto «Schule statt Fabrik» engagierten sich über 10 000 Kinder und Jugendliche in der ganzen Schweiz für die Rechte Gleichaltriger weltweit. Noch bevor die ersten Spendenergebnisse Ende März vorliegen, steht fest: Die Aktion war auch dieses Jahr ein voller Erfolg.
Zwischen Neujahr und Dreikönig zogen die Sternsingerinnen und Sternsinger von Haus zu Haus, brachten den Segen «C+M+B» und sammelten Spenden für Kinder in Not. Inhaltlich rückte die Aktion ein globales Problem ins Zentrum, das weiterhin Millionen Kinder betrifft: ausbeuterische Kinderarbeit. Besonders im Fokus stand Bangladesch, wo kirchliche Partnerorganisationen von «Missio Schweiz» mit Bildungsangeboten, Aufklärungsarbeit und Übergangsprogrammen Kindern den Weg zurück in die Schule ermöglichen.
Die Aktion Sternsingen 2026 war geprägt von eindrücklichen Stationen und starken Bildern. In Chur wurden Sternsingengruppen aus Graubünden von Bischof Joseph Maria Bonnemain ausgesandt. Wenige Tage später brachten Kinder aus Sattel SZ ihre Botschaft von Frieden und Solidarität ins Bundeshaus. Zum Jahreswechsel reisten Sternsingerinnen und Sternsinger aus Arbon TG nach Rom, wo sie Papst Leo XIV. begegneten und den Sternsingen-Segen ins Herz der Weltkirche trugen. Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Anlass mit Sternsingerinnen und Sternsingern aus Frankreich und Deutschland im Europa-Park in Rust (D), der Gemeinschaft und Dank sichtbar machte.
Für Kristina Kleiser, Kampagnenverantwortliche von Young Missio und verantwortlich für die Aktion Sternsingen in der Deutschschweiz, zeigt die Aktion eindrücklich, wozu Kinder fähig sind: «Die Aktion Sternsingen 2026 hat gezeigt, wie kraftvoll es ist, wenn Kinder Haltung zeigen. Sie haben den Segen von Haustür zu Haustür getragen – und ihre Botschaft bis nach Rom. Unter dem Motto ‹Schule statt Fabrik› haben sie deutlich gemacht: Kinderarbeit ist kein Schicksal. Sternsingen macht erfahrbar, was christlicher Glaube bedeutet – Verantwortung übernehmen, Hoffnung teilen und dort konkret handeln, wo Kinderrechte verletzt werden.»
Missio Schweiz spricht allen Beteiligten einen besonderen Dank aus: den zahlreichen Freiwilligen, Katechetinnen und Katecheten sowie Seelsorgerinnen und Seelsorgern, die die Kinder vorbereitet haben; den Kindern selbst, die den Segen in die Häuser getragen haben; und nicht zuletzt allen Spenderinnen und Spendern, die mit ihrer Unterstützung konkrete Hilfe ermöglichen. Ihr gemeinsames Engagement macht die Wirkung der Aktion erst möglich.
Trotz Kälte, Schnee und teils anspruchsvollen Bedingungen waren die Sternsingerinnen und Sternsinger unermüdlich unterwegs. Ihr Engagement wirkt weit über die Aktionstage hinaus: Die gesammelten Spenden fliessen in Bildungs- und Schutzprojekte für Kinder in rund 100 Ländern weltweit. Ein Zwischenstand Spendenergebnisse der Aktion Sternsingen 2026 wird Ende März veröffentlicht.
Schon jetzt lässt sich festhalten: Die Aktion Sternsingen 2026 hat Menschen bewegt, politische und kirchliche Räume verbunden und eindrücklich gezeigt, wie Kinder mit ihrem Einsatz globale Verantwortung übernehmen – leise im Ton, aber stark in der Wirkung.
Missio Schweiz ist der Schweizer Zweig des weltweiten Netzwerkwerks der Päpstlichen Missionswerke. Missio fördert das Wirken der finanziell noch nicht selbsttragenden Ortskirchen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Ozeanien. Missio unterstützt deren pastorale, soziale, erzieherische und diakonische Projekte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene – mit dem Ziel, nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe zu ermöglichen. Young Missio ist das Kinder- und Jugendangebot von Missio. Link
Seit über 36 Jahren organisiert Missio gemeinsam mit den Pfarreien unter dem Motto «Kinder helfen Kindern» schweizweit die Aktion Sternsingen. Link
Kommentare und Antworten
Sei der Erste, der kommentiert