Im Juli besuchte Pfarrer Schönenberger auf Einladung des Hilfswerks «Kirche in Not (ACN)» seine Schweizer Heimat, so natürlich auch die Ostschweiz.
Aus einer kleinen Verpflichtung wurde ein Engagement fürs ganze Leben
Bei einem Besuch als Jungwacht-Präses auf dem afrikanischen Kontinent konnte der junge Mann damals unter anderem das Armenviertel von Johannesburg kennenlernen. «Da hat es mir den Ärmel hineingenommen», erzählte Christoph Schönenberger.
Eigentlich wollte der tatkräftige Ostschweizer nach seiner Priesterweihe lediglich vier Jahre in Südafrika bleiben, doch fand er dort nicht nur eine Lebensaufgabe, sondern auch eine neue Heimat. Für diesen ersten Einsatz verpflichtete er sich gegenüber der bischöflichen Organisation «Fidei donum» (Geschenk des Glaubens), welche sich vor allem nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil entfaltete. Dieser bischöfliche Dienst sieht nach der Missionsenzyklika «Fidei Donum» (1957) von Papst Pius XII. vor, Diözesanpriester für die Seelsorge nach Übersee zu entsenden.
Bald feiert Pfarrer Schönenberger sein 40-jähriges Jubiläum in Afrika. Zur Zeit seiner ersten Besuche in Südafrika herrschten dort noch die Zustände des Apartheid-Regimes. Diese oft brutale Art der Rassendiskriminierung wurde erst 1994 aufgehoben. So gab es vorab für die christlichen Kirchen viel Aufbauarbeit zu verrichten. Das Nebeneinander der verschiedenen Ethnien hat sich zwischenzeitlich verbessert, doch gibt es noch immer offene Wunden aus dieser Zeit.
Segensreiches Aufbauwerk – offizielle Unterstützung
Im Sinne von Taizé-Gründer Frère Roger Schutz wagte sich Pfarrer Christoph Schönenberger vor 25 Jahren an den Aufbau der ökumenischen Jugendbegegnungsstätte «Ha Phororo Youth Retreat Centre», unweit von Pretoria gelegen, welche sich am Motto «Versöhnung und Gemeinschaft» inspiriert. Eine wichtige Unterstützung des Projektes leistet die Schweizer Organisation von «Fidei donum». Der Anteil der Katholiken an der Bevölkerung beträgt etwas mehr als sechs Prozent. Die meisten Südafrikaner gehören einer christlichen Konfession an.
Die günstig gelegene Liegenschaft im Süden des Landes gehört einer Oblatengemeinschaft, die dem tatkräftigen Schweizer Priester Gastrecht für seine unermüdliche soziale Tätigkeit gewährt, welche vom Erzbistum Pretoria mitgetragen wird.
Kommentare und Antworten
Sei der Erste, der kommentiert