Um der Liebe Christi willen hört endlich auf mit dem Overkill synodaler Dokumente, Zwischenschritten, Wegweisungen für den weiteren Prozess, Ankündigungen von Ergebnissen, Schlussdokumenten, die keine solchen sind, Verlängerungen in weitere Runden, Vermehrung der Kommissionen, am Ende eine Versammlung im kanonischen Niemandsland. Das breite Volk Gottes ignoriert eure Dokumente. Kaum ein Gläubiger, der nach meiner Erfahrung davon weiss oder sie liest.
Stoppt die Drehung um die eigene Achse in einem Prozess, der in keiner einzigen Seele die Liebe zu Jesus Christus geweckt hat, sondern bisher vor allem (deutschsprachige) «Reformkatholiken» (im Hauptamt) beschäftigt. Hört auf, euch in Arbeitsgruppen und Kommissionen zu vervielfältigen und zu vermehren! Das Volk Gottes interessiert sich nicht dafür.
Die Ergebnisse sind ein einziger Nebel, Segnungen, die besser unterlassen blieben; Leitungsmodelle, die dem geltenden Kirchenrecht widersprechen; neue Gremien bzw. Räte, als hätten wir seit 60 Jahren nicht genug davon. Ihr lebt in einer Blase und beschäftigt die falschen Leute. Die Bischöfe sitzen schon jetzt die meiste Zeit an Tischen, aber nicht nur sie. Die Berufung auf den Heiligen Geist kommt zu schnell über eure Lippen.
Verkündet das Evangelium um der Liebe Christi willen! Verkündet Christus einem Europa, das sich von Ihm abgewandt hat! Verkündet Christus einer Welt, die apokalyptische Züge trägt und ständig neue Kriege führt! Redet von Jesus Christus statt von Synodalität! Wie ihr letztere versteht, haben andere sie schon durchbuchstabiert (z. B. die Anglikaner) mit dem Ergebnis neuer Spaltungen.
Hört auf, die Kirche in einem nicht enden wollenden, synodalen Taumel zu halten, angeblich um Gaben auszutauschen. Die real existierenden Probleme in der Kirche werden nicht besprochen: der massenhafte Abfall Getaufter und Gefirmter von wesentlichen Inhalten des Glaubens (das Gottsein Jesu; seine leibliche Auferstehung); liturgische Formlosigkeit (Mosebach) und Missbräuche im Novus Ordo; keine Priesterberufungen in vielen Teilkirchen; weit verbreitete heterodoxe Verkündigung (Katechese; Universitätstheologie) und eine Seelsorgepraxis, die der katholischen Lehre und dem kanonischen Recht widerspricht, angeblich, weil die Wirklichkeit grösser ist als die Idee. Die Aufzählung ist unvollständig.
Ich kann eure Propaganda nicht mehr anhören. Ich vermute, dass ich nicht der Einzige bin. Seit langem wurde die Kirche nicht so autoritär und manipulativ geführt wie in der Zeit der neuen Synodalität unter Papst Franziskus, eines nicht enden wollenden Versuches, gewünschte Ergebnisse zu erzielen. Aber Godot ist nicht gekommen. Bis jetzt wenigstens, und seiner eigenen Natur nach ist es vergeblich, auf ihn zu warten! Gekommen ist die Volatilität der Lehre – die Wanderdüne, nicht der Fels. Vor dem Ende geschieht gemäss der Schrift der grosse Glaubensabfall, treten Propheten auf, die den Ohren schmeicheln, suchen die Menschen sich Lehren nach eigenem Geschmack, eine Wahrheit, die nichts kostet, die Homosexualität (Diversity); der Antichrist, das Martyrium. Jeder kann es nachlesen.
Richtig an eurer Synodalität ist nur die herkömmliche Lehre von der Unterscheidung des Geistes, das wünschenswerte Hören auf GOTT. Was aber ist an dieser Lehre wirklich neu? Das «Höre, Israel» (Sch’ma Jisrael) wie auch die Benediktsregel (Prolog) beginnen mit dem Wort «Höre!» und sind altehrwürdig. Wir beschäftigen uns nicht erst seit der «Synode über Synodalität» mit der traditionellen Lehre von der Unterscheidung des Geistes. Neu daran ist die Illusion, man könne dieses Werk der Unterscheidung mit 1,4 Milliarden Katholiken durchführen – unter ihnen viele mit absolut heterodoxen Ansichten – ohne dass der Prozess der Unterscheidung und des Hörens politisiert, instrumentalisiert, manipuliert oder in eine bestimmte Richtung gesteuert wird und womöglich entgleist wie in Deutschland. Aber auch «Fiducia supplicans» und «Traditionis custodes» sind höchst umstrittene Dokumente im Prozess und kamen gegen alle Regeln der propagierten Kunst zustande.
Wo bleiben im Prozess die Anhänger der Tradition, weitgehend junge Leute und Familien? Wo bleibt ihr Votum in diesem viel beschworenen, synodalen Prozess sui generis? Bis jetzt blieben sie aussen vor. In manchen Ländern (Frankreich; England) wünschen viele junge Erwachsene die Taufe. Die am Glauben interessierte Jugend studiert den Katechismus, wünscht sich eine ehrfürchtig gefeierte Liturgie, verlangt nach mehr Mysterium bei der Feier der Heiligen Messe, in der zu viel geredet wird. In Albanien werden die Christen in absehbarer Zeit die Mehrheit bilden, wie ich gelesen habe. Aber in anderen Ländern Europas werden die Christen in 25 Jahren gegenüber Muslimen die demographische Minderheit bilden (reine Statistik). Wen kümmert die Herausforderung des Islam im synodalen Prozess?
Macht aus der Kirche keine Ideenbörse heterodoxer Vorstösse und Erfindungen! Tut etwas für die Erneuerung der Liturgie und der Katechese in diesen antichristlichen Zeiten! Mehr Missionare, weniger Spindoktoren.
Synodalität ist zum «Hermeneutikum» für alles Mögliche geworden, vor allem für die Mitentscheidung von Laien auf allen Ebenen. Die Sakramentalität des kirchlichen Amtes (Leitung) wurde dabei arg beschädigt durch eine egalitäre Synodalität, die keinen Unterschied macht zwischen Geweihten und Nichtgeweihten! Dies widerspricht der Lehre des Konzils und den 2000 Jahre alten apostolischen Baugesetzen des Leibes Christi!
Glaubt nicht, dass man sich in unseren Breitengraden mit dem «Hören» und «Reden im Geist» zufriedengibt. Veränderungen werden verlangt. Nach dem langen und aufwendigen synodalen Prozess wollen die Involvierten Ergebnisse sehen: eine Diakonin oder Dikasterienpräfektin, die Ordinariatskanzlerin; die Aufhebung des Zölibates wegen Priestermangel; die Gleichstellung von Geweihten und Nichtgeweihten in den kirchlichen Entscheidungsstrukturen oder Gremien; Frauen in Ämtern, welche bisher Priestern und Bischöfen vorbehalten waren. Und während in säkularen Organisationsformen Hierarchien unhinterfragt und unangetastet in Kraft bleiben und in ihnen vom Management oder CEO Entscheidungen gefällt werden, die von den unteren Ebenen widerspruchslos zu befolgen und umzusetzen sind, ist Synodalität in der Kirche für viele zum Code-Wort für das Gegenteil geworden (eine flache Hierarchie; sogenannte Machtkontrolle; demokratische, kirchenpolitische Prozesse; funktionales Amtsverständnis; Ersetzen des guten Hirten durch Kollektive) und last but not least für alternative, nicht priesterliche Gottesdienstformen. Der Hirte folgt den Schafen. Der Lehrer lernt vom Schüler. Das Tun bestimmt das Sollen. Die Mehrheit macht die Wahrheit. Der Priester gehorcht dem Laien. Der Bischof sitzt daneben. Und über allen schwebt der Geist. Welcher?
Gastkommentare spiegeln die Auffassungen ihrer Autorinnen und Autoren wider.
Kommentare und Antworten
Bemerkungen :
Es gab um die Jahrtausendwende in den Staatskirchen Europas ein paar übervolle Kassen.
Ziel des Feindes, der sich mit Erfolg bis in die Kirchenspitze eingeschlichen hat, ist es, dieses Geld sinnlos zu verbraten. Es gelingt mit dem Synodalismus vortrefflich.
Solange nicht einmal mehr in der Kirche Gott wahrer Gott, unser Herr, sein darf, solange wir ihn immer mehr nur noch als Dekorationsfigur, als konstitutionellen Monarchen behndeln, dem unsere mehr oder weniger demokratisch gewählte «Regierung» vorschreibt, was er zu sagen hat und was nicht mehr, oder dann bestenfalls noch als gutmütiges Helferlein, das wir rufen, wenn wir es brauchen, sonst aber ins Pfefferland wünschen, ist Hopfen und Malz verloren.
Persönlich würde ich eher sagen: «Wer sich nicht vor Gott, der so viel grösser und herrlicher, allwissender und allmächtiger ist als er selbst, erniedrigen kann, wird dies auch nicht vor seinen Mitmenschen tun können, denen er dann logischerweise «auf Augenhöhe» begegnen will, oder sogar noch ein Stück höher.»
Unser duales System ist so krank, dass es nicht heilbar ist. Ich kann nur beten, dass Gott es auf seine Weise überwindet.
Ich bete auch für Priester aus meinen Nachkommen. Ich kann dies aber nicht tun ohne gleichzeitig für treue Bischöfe zu beten, denn die heutigen Zustände sind Gott ein Gräuel.
Der sogenannte synodale Weg ist eine Farce und wurde zum Vorwand alle rechtgläubigen Katholiken aus Amt und Lohnplan zu streichen. Die faulen Fische wollen regieren und das mit allen Mitteln.
Oremus 🙏
Joh-Kapitel 15
Der wahre Weinstock
15 1 Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner. 2 Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, entfernt er, und jede, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie noch mehr Frucht bringe. 3 Ihr seid schon rein durch das Wort, das ich zu euch geredet habe. 4 Bleibet in mir und ich in euch. Wie die Rebe nicht von sich aus Frucht bringen kann, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt. 5 Ich bin der Weinstock, ihr die Rebzweige. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viele Frucht. Denn ohne mich könnt ihr nichts tun. 6 Wenn einer nicht in mir bleibt, wird er hinausgeworfen wie der Rebzweig und verdorrt. Man liest sie zusammen und wirft sie ins Feuer. Und sie verbrennen. 7 Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, dann bittet, um was ihr wollt, und es wird euch zuteil werden. 8 Dadurch ist mein Vater verherrlicht, daß ihr viele Frucht bringt, und dann werdet ihr meine Jünger sein. 9 Wie mich der Vater geliebt hat, so habe ich euch geliebt. Bleibet in meiner Liebe. 10 Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe. 11 Das habe ich zu euch geredet, damit meine Freude in euch sei und eure Freude vollkommen werde. 12 Das ist mein Gebot, daß ihr einander liebet, wie ich euch geliebt habe. 13 Eine größere Liebe hat niemand als die, daß er sein Leben für seine Freunde hingibt. 14 Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete. 15 Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Euch aber habe ich Freunde genannt, weil ich euch alles kundgetan habe, was ich von meinem Vater gehört habe. 16 Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und euch dazu bestimmt, daß ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibe, damit, was immer ihr vom Vater in meinem Namen erbittet, er euch gebe. 17 Dies trage ich euch auf: daß ihr einander liebet.
Für das Luftblasen-Synode-Geplapper der vom Glauben allmählich abfallenden anderen Bischöfe, sowie Laien, finde ich leider kein anderes Wort als bullshit.
Ich weiss nicht, ob Papst Leo XIV aus diesem Schwachsinn von ex Papst Franziskus noch etwas Positives retten kann. Wir werden ja sehen.
Freundliche Grüsse
Eine Katechetin die ihren "Job" (Berufung) über alles liebt.
Grüsse
Cornelia Huber
Und ja, wenn die kath. Kirche auch in unseren Breitegraden eine Zukunft haben will braucht es Reformen. Frauen müssen einbezogen, und nicht mehr als Menschen mit weniger Rechten behandelt werden.
Und ja, Herr Bischof em. in der heutigen Zeit kann der Lehrer manchmal auch vom Schüler lernen, die Zeiten ändern sich.