«Suscipe me, Domine, secundum eloquium tuum et vivam.» Nimm mich auf, Herr, nach deinem Wort, und ich werde leben. Mit etwas dünner Stimme gelobte am Sonntag, 18. Januar 2026, die erst 21-jährige Tessinerin Daniela Vincenzi vor Weihbischof Alain de Raemy auf Lateinisch, fortan die Liebe zu Christus über alles andere zu stellen. Sie hat sich für ihr neues Leben als benediktinische Klausurschwester den Namen Maria Anselma ausgesucht. Der heilige Anselm war Erzbischof von Canterbury (1033–1109) und lehrte, dass der Glaube vernünftig ist und Denken ohne Gebet unvollständig bleibt.
Sie wusste schon seit der Kindheit, wo ihr Weg hinführen würde. Wenn die Lehrer die Klasse nach ihren Berufswünschen fragten, antwortete die lebhafte und etwas burschikose Daniela aus Claro mit den dunklen Augen und den dichten kurzen Haaren konsequent: «Nonne», und alle belächelten sie dafür. Aber sie hat es durchgezogen. Man sagte ihr, sie dürfe erst als Volljährige Nonne werden, also wartete sie ab, absolvierte eine Lehre als Kundenbegleiterin bei der SBB und trat an ihrem 18. Geburtstag, genauer am 26. Dezember 2022, ins Kloster ein. Und erst noch in das Klausurkloster der Benediktinerinnen an ihrem Wohnort Claro, in dem man abgeschieden lebt, schweigend arbeitet und schon vor Sonnenaufgang mit Beten beginnt. – Und in dem die anderen Schwestern ihre Grossmütter oder gar Urgrossmütter sein könnten.
Zunächst wurde die junge Frau für das Noviziat zu den Benediktinerinnen nach Rosano bei Florenz geschickt. Dort konnte sie im brieflichen und telefonischen Kontakt mit ihrer Familie bleiben und sie auch besuchen. Sie ist die zweite von sechs Töchtern. Die Eltern haben sich inzwischen getrennt, und während sich die Mutter mit der Berufung ihrer Daniela noch immer schwertut, ist Vater Raoul mit der Entscheidung glücklich. Im persönlichen Gespräch mit «swiss-cath.ch» meint er: «Ich bin froh, dass Daniela als Klausurschwester auch für unsere Anliegen betet, und ich bin überzeugt, dass die Welt das immerwährende Gebet von Ordensfrauen braucht.»
Kommentare und Antworten
Bemerkungen :
1. Das Zweite Vatikanische Konzil wollte diese Lehre nicht verändern und hat sie auch nicht verändert, es wollte sie vielmehr entfalten, vertiefen und ausführlicher darlegen. ...
2. Christus hat eine einzige Kirche "hier auf Erden... verfasst" und sie als "sichtbare Versammlung und geistliche Gemeinschaft" gestiftet, die seit ihrem Anfang und durch die Geschichte immer da ist und immer da sein wird und in der allein alle von Christus eingesetzten Elemente jetzt und in Zukunft erhalten bleiben. " Diese ist die einzige Kirche Christi, die wir im Glaubensbekenntnis als die eine, heilige, katholische und apostolische bekennen... Diese Kirche, die vom Nachfolger des Petrus und von den Bischöfen in Gemeinschaft mit ihm geleitet wird". ...
3. Die Verwendung dieses Ausdruck "subsustiert in", der die vollständige Identiät der Kirche Christi mit der katholischen Kirche besagt, verändert nicht die Lehre über die Kirche. Er ist begründet in der Wahrheit und bringt klarer zum Ausdruck, dass ausserhalb ihres gefüges "vielfältige Elemente der Heiligung und der Wahrheit" zu finden sind, "die als der Kirche Christi eigene Gaben auf die katholische Einheit hindrängen. ...
4. Das Konzil wollte den traditionellen Gebrauch dieser Bezeichnung übernehmen. "Da nun diese Kirchen: Ostkirchen trotz ihrer Trennung wahre Sakramente besitzen, und zwar vor allem kraft der apostolischen Sukzession das Priestertum und die Eucharistie, wodurch sie in ganz enger Gemeinschft bis heute mit uns verbunden sind", verdienen sie den Titel " Teil- oder Ortskirchen" und werden Schwesterkirchen der katholischen Teilkirchen genannt. ...
5. Frage: Warum schreiben die Texte des Konzils und des nachfolgenden Lehramts den Gemeinschaften, die aus der R'eformation des 16. Jahhunderts hervorgegangen sind, den Titel "Kirche" nicht zu?
Antwort: Weil diese Gemeinschaften nach katholischer Lehre die apostolische Sukzession im Weihesakrament nicht besitzen und ihnen deshalb ein wesentliches konstitutives Element des Kirchen seins fehlt. Die genannten kirchlichen Gemeinschaften, die vor allem wegen des Fehlens des sakramentalen Priestertums die ursprüngliche und vollständige Wirklichkeit des eucharistischen Mysterium nicht bewahrt haben, können nach katholischer Lehre nicht "Kirchen" im eigentlichen Sinn genannt werden.
Papst Benedikt XVI. hat in der dem unterzeichneten Kardinalpräfekten der Kongregation für die Glaubenslehre gewähreten Audienz diese Antworten, die in der Ordentlichen Versammlung dieser Kongregation beschlossen worden sind, gutgeheissen, bestätigt und deren Veröffentlichung angeordnet. Gemäss www.vatican.va
Folglich muss der Römisch-katholischen Staatskirche, Landeskirche, die die Schöpfungsordung Jesu Christi ablehnen und nicht befolgen wollen der Titel "Kirche" abgesprochen werden. Wenn die Römisch-katholische Landeskirche, Staatskirche sich eine andere Schöpfungsordnung aneignet, dann muss man konsequenterweise diesen Körperschaften den Titel "Kirche" absprechen. Die grosse Chance für die Kirche ist daraus, gemäss des Glaubensbekenntnis von Nizäa missionarisch in der Welt wirken.
Der Wunsch der Tessinerin für die Kirche ist deshalb mehr als berechtigt.
Papst Leo XIV. fordert uns auf die Dokumente des II. Vatikanische Konzil zu studieren. Seine Ketechesereihe bezieht sich auf die Dokumente des II. Vatikanischen Konzils.
Generalaudienz: Wir sind Gottes geliebte Kinder (vaticannews -skr) "Um die die Grösse der Menschwerdung zu würdigen, reicht es daher nicht aus, Jesus als Übermittler intellektueller Wahrheiten zu betrachten. Wenn Jesus einen wahren Leib hat, dann geschieht die Übermittlung der Wahrheit Gottes in diesem Leib, mit seiner Art und Weise, die Wirklichkeit wahrzuznehmen und zu empfangen, mit seiner Art, in der Welt zu sein und in ihr zu wirken. Jesus selbst lädt uns ein, die Wirklichkeit mit seinen Augen zu sehen: " Seht euch die Vögel des Himmels an", sagt er " sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?" (Mt 6,26). Abschliessend betonte das katholische Kirchenoberhaupt die daraus erwachsende Gewissheit des christlichen Glaubens: Wer dem Weg Jesu folge, könne darauf vertauen, dass nichts den Menschen von der Liebe Gottes trennen kann. "Dank Jesus erkennt der Christ Gott, den Vater, und gibt sich voller Zuversicht in seine Hand," schloss Papst Leo seine Katechese an diesem Mittwoch.
Was der wahre Leib Christi ist hat Papst Leo XIV. wunderbar dargelegt. Die Tessinerin hat alles richtig gemacht. Ich bitte Euch hört auf den heiligen Vater Papst Leo XIV.
Wir wünschen Schwester Maria Anselma alles Gute.