Das Fest «Verklärung des Herrn» beruht auf einer Erzählung der Heiligen Schrift: Sowohl Matthäus (17,1–9) als auch Markus (9,2–10) und Lukas (9,28–36) berichten von der Verklärung Jesu.
Jesus führte Petrus, Jakobus und Johannes auf einen hohen Berg. Dort wurde er vor ihnen verwandelt: Sein Gesicht leuchtete wie die Sonne und seine Kleider wurden weiss wie das Licht. Dann standen plötzlich Mose und Elija bei Jesus und redeten mit ihm. Lukas berichtet, dass sie dabei von seinem Ende sprachen, das er in Jerusalem erfüllen sollte. Die drei Jünger waren durch diese ungewöhnliche Erscheinung ganz durcheinander und Petrus bot an, drei Hütten zu bauen. «Noch während er redete, siehe, eine leuchtende Wolke überschattete sie und siehe, eine Stimme erscholl aus der Wolke: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören.» Die Jünger warfen sich aus Furcht mit dem Gesicht zu Boden. Da trat Jesus zu ihnen und sagte: «Steht auf und fürchtet euch nicht!» Als sie aufblickten, waren sie mit Jesus allein. «Während sie den Berg hinabstiegen, gebot ihnen Jesus: Erzählt niemandem von dem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferweckt ist!»
Diese Erzählung bildet eine Schlüsselepisode. Sie folgt fast unmittelbar auf das Christusbekenntnis des Petrus «Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!» (Mt 16.16; Mk 8,29; Lk 9,20) und stellt eine weitere Offenbarung der Identität Jesu als Sohn Gottes dar. Wie bei der Taufe Jesu spricht eine Stimme aus der Wolke: «Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe», doch es folgt die entscheidende Ergänzung: «auf ihn sollt ihr hören». Das Geschehen der Verklärung bestätigt Jesus nicht nur als Sohn Gottes, sondern weist ihn auch als Boten und Stimme Gottes aus. Verstärkt wird das Geschehen durch die Anwesenheit von Mose und Elija, die das Gesetz bzw. die Propheten symbolisieren.
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