Anbetung der Könige, Fritz Freund, 1936. (Bild: Public domain via Wikimedia Commons)

Kommentar

Weih­nach­ten als Zeit der Offenbarung

Bald ist es so weit, in zwei Tagen dür­fen wir die Bot­schaft des Engels ver­neh­men: «Denn euch ist heute in der Stadt Davids der Ret­ter gebo­ren, wel­cher ist Chris­tus, der Herr» (Lk 2,11 – 12).

Weihnachten ist eine gnadenreiche Zeit. Mit der Geburt unseres Heilands und Erlösers offenbart sich das Reich Gottes auf wunderbare Weise. Der Himmel neigt sich herab auf die Erde und enthüllt uns sein Geheimnis.

Wunder und Zeichen lassen die Welt in einem glanzvollen Licht erscheinen. Der Engel Gabriel wird von Gott zu Maria gesandt und spricht: «Sei gegrüsst, du Begnadete! Der Herr ist mit dir.» Josef erscheint ein Engel des Herrn im Traum. Engel erscheinen den Hirten auf dem Feld und Könige werden von einem Stern geführt. Der Himmel ist gleichsam mit der Erde verbunden.

Die Heiligen Drei Könige wurden aus fernen Ländern gerufen und glaubten an die Erfüllung einer grossen Verheissung. Sie erkannten die besondere Konstellation der Sterne und folgten dem Stern, der sie zur Krippe führte. Sie brachten dem Heiland kostbare Geschenke dar und knieten voller Ehrfurcht vor dem wahren König nieder, dessen Herrschaft die ganze Menschheit umfasst.

Auch die Welt hört von dem Kind im Stall, das die Welt retten soll, und macht sich auf den Weg. Doch sie hat die Orientierung verloren. Sie sieht den leuchtenden Stern nicht, weil sie nicht nach oben schaut. Die Geschenke hat sie vergessen. Das Kind in der Krippe wartet auf die Welt, doch die Welt kommt nicht. Die Welt hat es vergessen. Die Welt hat Christus, den neugeborenen König, vergessen ...

Nicht so schlimm, denkt die Welt, wir wären eh mit leeren Händen dagestanden ...

Jesus, Maria und Josef rufen uns zu und warten auf uns alle. Bringen wir das Licht wieder in die Welt. Folgen wir dem Stern wie die Weisen aus dem Morgenland. Treten auch wir demütig vor die Krippe hin und bringen dem Heiland unsere Geschenke dar. Durch unsere Opfergaben – ein Leben nach den Zehn Geboten, unser Gebet und die Nächstenliebe – wird nicht nur das Christkind reich beschenkt, sondern auch wir. So wird Weihnachten auch für uns eine gnadenreiche Zeit der Erfüllung und Offenbarung.

«Wir sind nur Gast auf Erden und wandern ohne Ruh mit mancherlei Beschwerden der ewigen Heimat zu. Nur einer gibt Geleite. Das ist der Herre Christ. Er wandert treu zur Seite, wenn alles uns vergisst.» (Georg Thurmair)


Gastkommentare spiegeln die Auffassungen ihrer Autorinnen und Autoren wider.


Roland Deplazes


Kommentare und Antworten

×

Name ist erforderlich!

Geben Sie einen gültigen Namen ein

Gültige E-Mail ist erforderlich!

Gib eine gültige E-Mail Adresse ein

Kommentar ist erforderlich!

Captcha Code Kann das Bild nicht gelesen werden? Klicken Sie hier, um zu aktualisieren

Captcha ist erforderlich!

Code stimmt nicht überein!

You have reached the limit for comments!

* Diese Felder sind erforderlich.

Sei der Erste, der kommentiert