(Symbolbild: Betty Göbel/Pexels)

Kirche Schweiz

Wenn Ostern zur schie­ren Huma­ni­täts­du­se­lei verkommt

Ostern: Die ideale Gele­gen­heit für alle, die in der Kir­che Ver­ant­wor­tung tra­gen, öffent­lich den Kern der christ­li­chen Bot­schaft in Erin­ne­rung zu rufen. Im Rück­blick muss fest­ge­stellt wer­den: Bei wei­tem nicht alle haben diese Ver­ant­wor­tung wahrgenommen.

«Es rettet uns kein höh’res Wesen», heisst es in der «Internationale», dem kommunistischen Kampflied, das heute noch an sozialistischen Umzügen am 1. Mai gesungen wird. Oder vielleicht doch? «Auferstehung ist möglich», steht in der Botschaft, welche die SP-Bundestagsfraktion rechtzeitig zu Ostern verschickt hat. «Not lehrt beten», ist man fast zu sagen versucht. Denn der Griff nach einer religiösen Vokabel ist nur allzu verständlich für eine Partei, die Existenzängste plagen. Man rufe sich die Landtagswahl von Baden-Württemberg vom 8. März 2026 in Erinnerung, bei der sich der Stimmenanteil der SPD halbierte – auf gerade noch 5,5 Prozent, das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte.

Potpourri von Worthülsen und Allgemeinplätzen
Verkehrte Welt: Derweil in säkularen Gefilden die Osterbotschaft wenigstens verbal in Erinnerung gerufen wird, ist davon in kirchlichen Verlautbarungen wenig bis gar nichts zu vernehmen. Aus dem Kreis unserer Leserschaft sind wir gleich mehrfach auf diesen beklagenswerten Umstand aufmerksam gemacht worden.

Ein erster Hinweis betrifft das Stanser Pfarrblatt und dessen Beitrag «Ostern – Aufbruch» von Thomas Keiser, dem Präsidenten des örtlichen Kirchenrates. Da ist von einer 50 cm hohen Schneedecke die Rede, die es durchzustapfen gilt. Oben auf der Bergkuppe angekommen, dämmert ihm die Erkenntnis, dass man ab und zu auch bereit sein müsse, einen Richtungswechsel vorzunehmen, wenn man in eine Sackgasse geraten sei. Denn dadurch entstehe «Raum für Neues». Mitten in diesem Potpourri von Worthülsen und Allgemeinplätzen findet sich dann doch noch ein Satz, der auf das wichtigste Fest des Kirchenjahres anspielt: «Ostern steht symbolisch für Neuanfang, Hoffnung und Erneuerung.» Fazit: Ostern wird, wenn es denn unbedingt sein muss, zwar noch die Referenz erwiesen, aber bitte schön nur symbolisch.

Geradezu mit Inbrunst widmet sich die Pfarreibeauftragte Marianne Pleines im Winterthurer Stadtanzeiger vom 2. April 2026 dem Thema «Auferstehung». Die Auferstehung Jesu sei, «schwer zu verstehen». Eine Tatsache, fürwahr. Doch selbst von der über einen bescheidenen theologischen Schulsack verfügenden Marianne Pleines darf erwartet werden, wenigstens den Versuch zu unternehmen, dem österlichen Geheimnis nachzuspüren. Fehlanzeige! Bestens Bescheid weiss sie hingegen, was Auferstehung hier und heute, «mitten im Leben» bedeutet. Auferstehung geschieht im «Moment, indem dir jemand die Hand reicht, wenn du nicht mehr aufstehen kannst. In der Kraft, die plötzlich wieder da ist, obwohl du sicher warst, sie sei längst verbraucht. Das ist Auferstehung. Ein Ja, das nach dem Nein kommt.» In diesem Sinne geschieht Auferstehung, schliesst die Autorin ihren Beitrag ab, «auch heute. Immer wieder, jeden Tag.» Wer so um den Kern der christlichen Botschaft herumeiert und dabei permanent ins Banale und Triviale abdriftet, hat sich wahrlich ein riesiges Osterei verdient.

Etwas mehr Bibelbezug weist ein nicht gezeichneter Kommentar im Pfarrblatt vom «Glaubensraum» der Pfarreien Brig, Glis, Naters und Mund auf. Immerhin vier Mal schafft es der Name «Jesus» in die Textspalten. Dreimal wird ihm für seine Vorbildfunktion gedankt, einmal für sein Beispiel. Für sein Beispiel, weil er uns Mut gemacht hat. Für sein Vorbild, weil er Tränen getrocknet und Frieden geschenkt hat, uns Brot zu essen gab. That’s it. Alles immer wieder vom Kehrvers eingerahmt: «Tut dies zu meinem Gedächtnis.» Ob all dieser Wohltaten gibt es zum Schluss noch ein dickes Lob: «Danke Jesus, für dein Vorbild, an das wir uns Erinnern mit gutem Gedächtnis!» Nota bene: Im genannten «Glaubensraum» fanden in der Osternacht mehrheitlich Eucharistie-lose Gottesdienste statt, obwohl fünf Priester zu ihm gehören.
 


Der Geist weht, wo er will
Auch hier wie gehabt: Buchstäblich wie der Teufel das Weihwasser scheut es ein Grossteil des Kirchenpersonals, die Kernbotschaft des christlichen Glaubens auch nur beim Namen zu nennen – die da lautet: «Ostern ist die hohe Zeit des Christentums, der Kreuzigung und der Auferstehung des Heilandes.» Diese Worte stammen – nein, nicht von einem unserer Bischöfe – sondern von Frank A. Meyer, dem publizistischen Urgestein des Ringier-Konzerns … Da sind wir doch noch mitten in der Bibel gelandet, sprich: «Der Geist weht, wo er will.»

Solche auf religiös verbrämte Selbstoptimierungs-Programme heruntergebrochene Osterbotschaften schwirren beileibe nicht im luftleeren Raum herum, sind vielmehr Symptom einer überhandnehmenden Säkularisierung auch im binnenkirchlichen Raum. Leser Claudio Tessari beklagt sich zu Recht über die schleichende liturgische Verluderung über die vergangenen Ostertage. Nicht mehr Christus, sein Tod und seine Auferstehung stehen im Mittelpunkt, sondern möglichst ausgefallene Selbstverwirklichungsrituale von Angehörigen des Seelsorgepersonals.

Das Malaise ist seit Längerem aktenkundig. Claudio Tessari verweist auf eine Stelle in der päpstlichen Instruktion «Redemptoris sacramentum» vom 25. März 2004, wo von der verwerflichen Praxis die Rede ist, dass Priester, Diakone oder Laien «Texte der heiligen Liturgie, die ihnen zum Vortragen anvertraut sind, nach eigenem Gutdünken ändern oder entstellen» (Nr. 59). Es kann, so Claudio Tessari weiter, nicht die Aufgabe der Kirche sein, die Menschen «abzuholen», sondern zu Gott zu erheben.

Umso mehr wäre es die ureigenste Aufgabe der Bischöfe in ihrer Eigenschaft als Nachfolger der Apostel, Gegensteuer zu geben, klar und mutig das Proprium des Glaubens in aller Öffentlichkeit zu bezeugen. Fehlanzeige!

Das Video der Bischöfe Bonnemain und Gmür
Am Donnerstag, den 2. April 2026, erschien im «Tages-Anzeiger» ein ausführlicher Beitrag mit dem Titel «Welche Worte wählt Leo XIV. in einer Welt im Zeichen des Krieges?» Der Lead ergänzte: «Viele Menschen warten gespannt auf die erste Osterbotschaft des Papstes aus den USA.» So lange wollten die Bischöfe Joseph Maria Bonnemain und Felix Gmür aus der Schweizer Provinz nicht zuwarten, denn inzwischen hatten sie das Medium «Video» entdeckt. Wäre doch ein ideales Mittel, um uns medienwirksam in Szene zu setzen, so ihre Devise. Noch am gleichen Tag, sprich dem 2. April, stellten sie ein 1 Minute 20 Sekunden dauerndes Video ins Netz. «Nie wieder Krieg», «Nein zur Logik der Gewalt», lauteten ihre Parolen. Bischof Bonnemain schloss mit dem Satz: «Ostern setzt der Logik der Gewalt etwas Grösseres entgegen: die weltumfassende Geschwisterlichkeit.» Das ist, meine Herren Bischöfe, entschieden zu wenig!

Höchste Zeit also, nochmals die Worte in Erinnerung zu rufen, die Weihbischof em. Marian Eleganti in seinem Beitrag «Gesegnete Ostern» an die Leserinnen und Leser von «swiss-cath.ch» gerichtet hat. Er schliesst mit dem Satz: «Christus ist auferstanden! Er ist wahrhaft auferstanden!»


Niklaus Herzog
swiss-cath.ch

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Lic. iur. et theol. Niklaus Herzog studierte Theologie und Jurisprudenz in Freiburg i. Ü., Münster und Rom.


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Bemerkungen :

  • user
    Claudio Tessari 20.04.2026 um 10:17
    Die gegenwärtige Situation in weiten Teilen der Kirche, besonders im deutschsprachigen Raum, offenbart ein ernstes Problem: die schleichende Auflösung der liturgischen Ordnung und damit ein Angriff auf die Frömmigkeit selbst.
    Die Heilige Messe ist kein menschliches Produkt, kein pastorales Experiment und keine Bühne für Kreativität. Sie ist das Opfer Christi, das die Kirche treu zu bewahren hat. Deshalb ist ihre Ordnung nicht beliebig, sondern verbindlich. Die Rubriken sind kein Vorschlag, sondern Ausdruck des Glaubens der Kirche.
    Das Recht der Gläubigen ist dabei eindeutig. Der Codex Iuris Canonici bestimmt in can. Can. 214 — Die Gläubigen haben das Recht, den Gottesdienst gemäß den Vorschriften des eigenen, von den zuständigen Hirten der Kirche genehmigten Ritus zu feiern und der eigenen Form des geistlichen Lebens zu folgen sofern diese mit der Lehre der Kirche übereinstimmt.
    Wer also eigenmächtig die Liturgie verändert, greift nicht nur in eine äußere Form ein, sondern verletzt das Recht der Gläubigen und letztlich die Ordnung der Kirche selbst.
    Trotzdem erleben wir vielerorts das Gegenteil: Die Liturgie wird zur „Veranstaltung“, zur „Show“, zur Plattform persönlicher Gestaltung. Hochgebete werden verändert, Elemente hinzugefügt oder weggelassen, und die klare Unterscheidung zwischen geweihtem Amt und Laien verwischt.
    Dabei hat die Kirche unmissverständlich klargestellt, dass niemand – auch kein Priester – die Liturgie nach eigenem Ermessen verändern darf. In der Instruktion Redemptionis Sacramentum heißt es:
    „Es steht niemandem zu, auch wenn er Priester ist, nach eigenem Gutdünken etwas in der Liturgie hinzuzufügen, wegzunehmen oder zu ändern“ (vgl. Nr. 59).
    Besonders gravierend ist der Umgang mit der heiligsten Eucharistie. Hier zeigt sich deutlich, ob der Glaube an die reale Gegenwart Christi ernst genommen wird oder nicht.
    Die Kirche lehrt klar:
    „Jeder Gläubige hat immer das Recht, die heilige Kommunion auf die Zunge zu empfangen“ (vgl. Redemptionis Sacramentum, Nr. 92).
    Die Verweigerung der Mundkommunion ist daher kein Kavaliersdelikt, sondern ein Missbrauch. Ebenso ist festgelegt:
    „Wenn eine Gefahr der Profanierung besteht, darf die heilige Kommunion nicht auf die Hand gegeben werden.“
    Hier geht es nicht um persönliche Vorlieben, sondern um die Ehrfurcht vor dem Leib des Herrn selbst.
    Die Tradition der Kirche bestätigt diese Haltung mit größter Klarheit. Augustinus von Hippo mahnt:
    „Niemand esse dieses Fleisch, ohne es zuvor anzubeten; wir würden sündigen, wenn wir es nicht anbeteten.“
    Und Thomas von Aquin lehrt:
    „In diesem Sakrament ist Christus wahrhaft gegenwärtig; daher gebührt ihm die Anbetung“ (Summa Theologiae III, q. 25, a. 1).
    Der Katechismus der Katholischen Kirche fasst diese Lehre zusammen:
    „Wir bringen in der Meßliturgie unseren Glauben, daß Christus unter den Gestalten von Brot und Wein wirklich zugegen ist, unter anderem dadurch zum Ausdruck, daß wir zum Zeichen der Anbetung des Herrn die Knie beugen oder uns tief verneigen“ (Nr. 1378).
    Gerade deshalb ist es bezeichnend, dass jene Formen der Frömmigkeit, die diese Ehrfurcht ausdrücken – kniende Kommunion, Mundkommunion, eucharistische Anbetung, Rosenkranz –, heute oft belächelt oder bekämpft werden.
    Doch die Realität widerlegt diese Haltung. Dort, wo die Liturgie würdig gefeiert wird, wo die Tradition gelebt wird, wo das Heilige nicht relativiert, sondern verehrt wird – dort wachsen Berufungen, dort finden junge Menschen zum Glauben, dort sind die Kirchen nicht leer.
    Das ist kein Zufall. Denn die Liturgie ist nicht dazu da, den Menschen „abzuholen“, sondern ihn zu Gott zu erheben.
    Wie es Papst Benedikt XVI. formulierte:
    „Die Liturgie lebt von der Ehrfurcht vor dem Geheimnis, nicht von unserer Kreativität.“
    Die gegenwärtige Krise ist daher im Kern eine Glaubenskrise. Wo der Glaube an die reale Gegenwart Christi schwindet, verliert auch die Liturgie ihre Form. Wo aber der Glaube lebendig ist, dort entsteht notwendig Ehrfurcht – und mit ihr die Treue zur Ordnung der Kirche.
    Die Erneuerung der Kirche wird nicht durch Anpassung an den Zeitgeist geschehen, sondern durch Rückkehr zur Treue: zur Liturgie, zur Lehre und zur lebendigen Tradition.
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    Johann Fischer 17.04.2026 um 22:10
    «Die weltumfassende Geschwisterlichkeit.» Das ist doch von den Freimaurern! Wie lange sollen wir uns das eigentlich noch bieten lassen?
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    Elisabeth Lauer 16.04.2026 um 18:39
    Aus dieser Clownsveranstaltung universeller Geschwisterlichkeit sind all jene Christen ausgeschlossen, die an der Messe aller Zeiten festhalten und gute fromme Katholiken sein wollen. Bonnemain verachtet sie.
    • user
      Christiane Hauser 17.04.2026 um 11:32
      Er schaut auf uns herunter
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    Dr. theol. Emil Hobi, kath. Priester 15.04.2026 um 12:35
    Zum Kern unserer christlichen Glaubenshoffnung und Osterfreude gehört tatsächlich und unverzichtbar der Glaube an die ganzheitliche Auferweckung und Auferstehung des Jesus von Nazaret; zurück blieb nur ein leeres Grab. Das authentische Christentum fasste und fasst dies gegen den hellenistisch-antiken und neuzeitlich-postmodernistischen Gnostizismus herausfordernd real auf, so wie halt die allumfassende und Grenzen überschreitende Liebe Gottes real ist. Durch Gottes Allmacht wurde der verwesende Leib des Mannes von Nazaret verklärt und transformiert in eine überirdische Wirklichkeit hinein. Gewiss, wir glauben nicht an das leere Grab, sondern an die Auferstehung Christi; aber ohne das leere Grab, als durchschlagender Indikator zum Glauben an Jesu Auferstehung, hätte gemäss judenchristlicher Weltanschauuung niemand von den Jüngerinnen und Jüngern aus der Jerusalemer Urkirche an die Auferstehung ihres Messias geglaubt; niemand hätte begeistert die Auferstehung des Mannes aus Nazaret verkündigen können. Die Urkirche mit Maria, den Jüngerinnen und den Aposteln stand der Tradition des pharisäischen Judentums sehr nahe. Auferstehung bedeutete für diese Menschen eine ganzheitliche Auferstehung. Ohne die realen nachösterlichen Begegungen mit dem Auferstandenen und dem durchschlagenden Pfingstereignis, wäre wohl keine und keiner aus dem Jüngerkreis bereit gewesen, weiterhin den lebensbedrohlichen Weg jener unterdrückten und verfolgten Minderheit zu gehen, die zur Weltkirche wurde. Ohne das Garant der ganzheitlichen Auferstehung des Gottessohnes gibt es schlussendlich auch keine Auferstehungshoffnung am Ende aller irdischen Tage unserer zerbrechlichen Welt. Scheinbare naturwissenschaftliche Behauptungen gegen den Auferstehungsglauben sind gerade nicht naturwissenschaftlich, weil sie sich nicht an ihren berechtigten empirischen Bereich der Sciences halten, sondern selbst schon von vorgefassten weltanschaulichen Prämissen geleitet werden: Unterdessen ist die Naturwissenschaft so weit in die Abgründe des subatomaren Bereichs der Materie vorgedrungen, dass jedes gelöste Rätsel weitere Ungelöstheiten nach sich zieht. Der christliche Glaube, welcher an eine allmächtige und allschöpferische Gottheit glaubt, lässt auch in den Bereichen der Materie und einer von Gott gnadenbewirkten Transformation das für uns Menschen Unfassbare zu: Gewiss dies ist christliche Deutung, jedoch eine gegenteilige Deutung wäre halt auch nur Deutung, so wie die atheistische Behauptung von der Selbstorganisation der Materie eine blosse Deutung ist. Wir Christinnen und Christen geben unsere Glaubensdeutungen - im Gegensatz zum Atheismus - zu, der sie gerne als Wissenschaft ausgibt. Nun haben wir aber auch m. E. gute rationale Zugänge, um an Christi Auferstehung zu glauben: Gerade in den ältesten und zum Oster-und Pfingstereignis zeitnahen Schriften des NT, steht die Auferstehung Christi als universales Heilsereignis im Mittelpunkt der Verkündigung. Wir haben also auch rational hinweisende Gründe zu sagen, die Auferstehung des Jesus Christus ist keine Legende, kein Märchen, kein Mythos oder keine fantasievolle „schöpferische Gemeindetheologie“: Sie ist Heilstatsache und das leere Grab verweist auf die auch leibiche Auferstehung unseres Erlösers und Heilsmittlers Jesus Christus. Gewiss, dass bedarf eines gnadengeschenkten Glaubensschrittes, zu dem das Christentum einlädt.
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      Daniel Ric 15.04.2026 um 13:57
      Sehr geehrter H.H. Pfarrer Hobi, vielen Dank für Ihre Worte! Ohne zu polarisieren zeigen Sie sehr gut auf, weshalb wir als Katholiken guten Gewissens und voller Freude an die Auferstehung Jesu glauben dürfen -und glauben sollen. Tatsächlich steckt die heutige Wissenschaft in einer Krise und dient oft mehr der Ideologie als der Wahrheit. Im Kleinsten (Quantenphysik) und im Grossen (Astrophysik) werden - wie Sie vortrefflich schreiben - in der Forschung mehr Probleme und Fragen generiert als welche gelöst. Die Kirche braucht Priester wie Sie, die selbstbewusst das Christentum verteidigen und sich nicht von den vermeintlichen Erkenntnissen der heutigen Wissenschaft, die sich einzig und allein auf Empirie stützt, abschrecken lässt. Ich wünsche Ihnen Gottes Segen! Christus ist wahrhaft auferstanden!
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    Heinz Meier 14.04.2026 um 21:00
    Die Kritik an der Banalisierung des Auferstehungsglaubens ist zweifellos zutreffend. Die umständlichen und bemühenden Ablenkungen sind peinlich und bestimmt nicht geeignet, christliche Spiritualität zu vermitteln. Doch überwiegen mitunter in der Christentheit Verlegenheit und Flucht vor dem Leib, so dass oft nicht selten der falsche Eindruck entstehen kann, das Ziel unserer Pilgerschaft müsse die Vergeistigung, quasi eine Engelwerdung des Menschseins sein. Metaphysisch über den Menschenleib zu denken (und dazu gibt doch die Osterbotschaft Anlass und Grund) ist mit wenigen Ausnahmen kaum in die aktuelle Verkündigung eingegangen. So scheint eben das Bild zu dominieren, dass man zu (ver-) schweigen habe, worüber man nicht reden könne (Wittgensein). Es wäre zu wünschen, wieder darüber zu sinnieren, dass der Kern der christlichen Botschaft die „Verleiblichung“ der Liebe ist, und dass Glauben an ein Leben in und durch Gott ohne diese Hoffnung auf Leibwerdung auch in der ewigen Gegenwart Gottes erst voll-menschliche Erfüllung und Seligkeit sein kann. Mehr oder weniger geistreiche Gespenster (diese haben bekanntlich nur einen Scheinleib) im Diesseits wie im Jenseits sind lächerlich, insofern ist der Ironie des Redaktors zuzustimmen.
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      Stefan Fleischer 15.04.2026 um 07:21
      Lieber Heinz Meier
      Ein interessanter Gedanke, diese Verleiblichung“ der Liebe. Er kann aber auch falsch verstanden werden. Nie vergessen sollten wir dabei, dass der Herr sein Wort noch nie zurückgenommen hat: «Zu allen sagte er: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach.» (Lk 9,23) Und Paulus formuliert: «Wenn wir unsere Hoffnung nur in diesem Leben auf Christus gesetzt haben, sind wir erbärmlicher daran als alle anderen Menschen.» (1.Kor 15,19) Unser Glaube ist katholisch, allumfassend. Überbetonungen und Einseitigkeiten sind darin gefährlich.
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    Jacqueline Bouvet 14.04.2026 um 18:23
    "Bischof Bonnemain schloss mit dem Satz: «Ostern setzt der Logik der Gewalt etwas Grösseres entgegen: die weltumfassende Geschwisterlichkeit.»" - Wo hat er das her? Aus dem Neuen Testament jedenfalls nicht. Wahrscheinlich sollte man ihm etwas unter die Arme greifen und sagen was er wirklich meint: «Ostern setzt der Logik der Gewalt etwas Grösseres entgegen: die weltumfassende Freimaurerei.»
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      Albert Schweitzer 14.04.2026 um 20:02
      Bonnemain gehört zu jener Kraft, die stets das Böse will und auch das Böse schafft.

      Er will die Wahrheit der Kirche mit Gewalt niederhalten.
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        Ottmar Nebel 15.04.2026 um 09:56
        Sicherlich zutreffend. Das Böse ist ein Mangel am Guten. Ostern als Anlass für einen Wohlfahrtsverein universeller Geschwisterlichkeit, das ist eine entsetzliche Entstellung des Evangeliums (nur zum Beispiel sind 10 von den 11 Aposteln im Martyrium geendigt). Da muss man schon wirklich von Verblendung sprechen...
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        Hansjörg 16.04.2026 um 13:42
        Joseph Maria Bonnemain, der Bischof von Chur, setzt sich für eine aktive, offene und menschenfreundliche Kirche ein. Das sieht wohl auch der Papst so, deshalb lässt er ihn trotzt erreichen der Altersgrenze im Amt.
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          Ibrahim Rashid 16.04.2026 um 15:46
          Dass der noch im Amt ist bedeutet keine Gutheissung durch den Papst, der im übrigen kein Vorsteher eines Wohlfahrtsvereins universeller Geschwisterlichkeit ist
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        Martin Meier-Schnüriger 18.04.2026 um 14:04
        Ich kann die Enttäuschung vieler treu gläubiger Katholiken über Bischof Bonnemain gut verstehen, ja ich teile sie. Nur gibt sie uns nicht das Recht, den Menschen und Bischof Joseph Maria Bonnemain im wahrsten Sinn des Wortes zu verteufeln, wie das hier geschieht. Vielleicht handelt der Bischof aus Menschenfurcht, vielleicht aus Überzeugung - in beiden Fällen sicher keine ideale Voraussetzung für sein Amt. Deshalb hat er dringend unser Gebet nötig, nicht Lieblosigkeit.
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          Ottmar Nebel 18.04.2026 um 17:20
          Es besteht ein öffentliches Interesse und ich habe ernsthafte Gründe anzunehmen, dass Bischof Joseph Maria Bonnemain nicht im Sinne der Kirche handelt. Das geht aus seinen öffentlichen Aussagen hervor. Daher ist es im öffentlichen Interesse auch journalistisch und durch Beiträge zu zeigen, dass wir hier alle ein dringendes Problem haben das wir nicht durch Hände in den Schoss legen loswerden. Warum hat Liechtenstein immer noch keinen Bischof seiner Coleur? Da sind modernistische Machenschaften und das gehört alles schonungslos aufgedeckt. Ich habe ein Recht auf meine Kirche!
    • user
      Stefano Neri 14.04.2026 um 20:14
      Für die Leerung des Priesterseminars in Chur hat Bonnemain bestimmt einen höheren Grad in seiner Freimaurerloge erhalten.