Wenn Sexualpädagogik zu weit geht
Zehn– und Elfjährige, mitten im Unterricht, konfrontiert mit den Themen Samenspende, Leihmutterschaft und Pornografie. Der Lehrer? Nicht im Raum. So beschreiben es Eltern aus Bütschwil (SG), die inzwischen Strafanzeige eingereicht haben. Es ist kein Einzelfall: Auch in Berneck (SG) berichteten Eltern nach einem Workshop für 9– bis 11-Jährige von konsternierten Kindern, in Wald (ZH) kamen 11– und 12-Jährige nach Angaben ihrer Eltern schockiert und verunsichert nach Hause. Solche Berichte werfen eine grundsätzliche Frage auf: Wie weit darf Sexualpädagogik an Schweizer Schulen gehen? Ein Bundesgerichtsurteil aus dem Jahr 2025 liefert dafür einen überraschend klaren Massstab, auch wenn es ursprünglich mit einem ganz anderen Fall zu tun hatte.
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