Aussenkanzel mit Schalldeckel am Dom von Prato in Italien. (Bild Sailko, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons.) Sendeturm Rigi. (Bild: Tschubby, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons)

Kommentar

Wie poli­tisch darf die Kir­che sein?

Kirch­li­che Stel­lung­nah­men zu gesell­schafts­po­li­ti­schen The­men sind seit jeher der Kri­tik aus­ge­setzt. Jüngst wie­der im Zusam­men­hang mit der Hal­bie­rungs­in­itia­tive. Eine Klä­rung ist angesagt.

Manch Wichtiges und Richtiges hat Giuseppe Gracia in seinem NZZ-Gastbeitrag «Gott lässt sich politisch nicht einspannen» (3. März 2026) in Erinnerung gerufen. So weist er darauf hin, dass sich die Idee von der unantastbaren Würde der Person und damit der Menschenrechte dem im Judentum und Christentum grundgelegten Bild vom Menschen als Ebenbild Gottes verdankt. «Nahezu alle europäischen Werte sind christlich inspiriert», so Gracia. Dies betreffe insbesondere das Recht zu wählen, «denn dieses gründet in der Überzeugung, dass alle Menschen vor Gott gleich sind und die gleichen Rechte besitzen. Das Christentum ist der geistige Boden, auf dem der Rechtsstaat steht.» Grundsätze wie die Nächstenliebe und soziale Verantwortung zu proklamieren, gehörten deshalb zum Kernauftrag der Kirche.

Dies bedeute allerdings nicht, daraus auch die Kompetenz abzuleiten, konkrete politische Vorhaben fallweise als gott-gefällig oder eben nicht gott-gefällig zu taxieren. Exakt dieses Recht hatte sich die Kirche mit ihrer Ablehnung der Halbierungsinitiative herausgenommen und damit, so Giuseppe Gracia, die Bevölkerung bevormundet. Das Phänomen kirchlicher Stellungnahmen zu aktuellen politischen Vorgängen ist allerdings nicht neu. Die schärfste Kritik prasselte auf die Kirchen ein, als sie die sogenannte Konzernverantwortungsinitiative befürworteten. Besonders wütend reagierte Prof. Andreas Glaser, Leiter des Zentrums für Demokratie. Der Katholischen Kirche müsste man aufgrund ihrer Demokratiedefizite eigentlich grundsätzlich (sic) das Recht auf politische Stellungnahmen absprechen, wetterte der deutsche Staatsphilosoph Glaser mit typisch teutonischem Furor (NZZ vom 12. Oktober 2020).

Zitat frei erfunden
Ein solch undifferenziertes Totalverbot liegt Giuseppe Garcia fern. Ein Dorn im Auge sind ihm vielmehr Stellungnahmen kirchlicher Obrigkeiten zu konkreten politischen Vorhaben. Mit dieser «Selbstüberhöhung» verstiessen die Kirchen nicht nur gegen den «Respekt vor der Komplexität weltlicher Sachfragen, sondern auch gegen die Lehre der Kirche selbst». Zur Untermauerung seiner These zitiert Gracia das Zweite Vatikanische Konzil, genauerhin die Pastoralkonstitution «Gaudium et spes» Nr. 43: «Oftmals wird gerade eine christliche Schau der Dinge eine bestimmte Lösung in einer konkreten Situation nahelegen. Aber andere Christen werden vielleicht bei gleicher Gewissenhaftigkeit in der gleichen Frage zu einem anderen Urteil kommen […]. So hat niemand das Recht, die Autorität der Kirche für seine Meinung in Anspruch zu nehmen […] In rein politischen Fragen steht es der Kirche nicht zu, konkrete Lösungen vorzuschreiben.»

Doch wie lautet die zitierte Textstelle tatsächlich? Gleich im ersten Satz unterschlägt Gracia ein wichtiges Wort: «Oftmals wird gerade eine christliche Schau der Dinge ihnen eine bestimmte Lösung in einer konkreten Situation nahelegen.» Mit dem Wort «ihnen» sind Laien gemeint. Im Klartext: Hier wird biblisch gesprochen nicht das Verhältnis zwischen dem Hirten und seiner Herde thematisiert, sondern das Verhältnis zwischen Laien, welche die Autorität der Kirche nicht für ihre je unterschiedlichen Ansichten monopolisieren dürfen. Doch es kommt noch dicker: Der von Giuseppe Gracia zitierte letzte Satz «In rein politischen Fragen steht es der Kirche nicht zu, konkrete Lösungen vorzuschreiben» findet sich nirgends im Konzilsdokument. Gracia hat ihn schlicht erfunden! Fazit: Dem Vorwurf, die Kirche verstosse mit ihrer Stellungnahme zur Halbierungsinitiative gegen ihre eigene Lehre, fehlt jede Grundlage.

Obsolete Enthaltsamkeits-Direktive
Gracias Enthaltsamkeits-Direktive an die Adresse der Kirchenleitungen ist aber auch aus anderen Gründen obsolet. Seine Argumentation, (wirtschafts-)politische Probleme Fachleuten zu überlassen, zielt ins Leere, denn in den meisten Fällen sind sich eben diese Fachleute über die einzuschlagenden Problemlösungen uneins, ja oft heillos zerstritten. Ein überaus anschauliches Beispiel liefert ein Doppelinterview in der NZZ vom 21. Februar 2026. Darin liefern sich die beiden Experten André Holenstein und Oliver Zimmer, beide ehemalige Universitäts-Professoren, einen heftigen Streit über die Opportunität der sogenannten Bilateralen III, des geplanten Vertragswerks zur Stabilisierung und Weiterentwicklung der Beziehungen der Schweiz mit der Europäischen Union. Die beiden Kontrahenten «könnten uneiniger nicht sein», schreibt die NZZ gleich zu Beginn der Kontroverse. In der Tat: Derweil der eine (Prof. Holenstein) den Vorwurf eines Unterwerfungsvertrages als «dummes Zeug» bezeichnet, nennt der andere (Prof. Zimmer) die geltend gemachten Mitwirkungsrechte der Schweiz im geplanten Vertragswerk «eine Farce».

Eine Expertenkommission namens «Vox Ethica»
Der Clou: Die Schweizer Bischöfe haben in Wirklichkeit gar keine Parole herausgegeben. Medienbischof Josef Stübi hat zwar einige wenige initiativ-kritische Anmerkungen allgemeiner Natur ins Spiel gebracht, verschanzte sich aber zur Hauptsache hinter der Stellungnahme der bischofseigenen Expertenkommission «Vox Ethica». Auf die Frage «Was raten Sie Gläubigen, die in dieser Frage unsicher sind?», gab er zur Antwort: «Im Hinblick auf eine Entscheidungsfindung verweise ich gerne auch auf die Stellungnahme zur Halbierungsinitiative von Vox Ethica, der Dienststelle der römisch-katholischen Kirche in der Schweiz vom 20. Januar 2026» (vgl. «kath.ch»).

Wer ist dies «Vox Ethica», die sich vollmundig «Stimme der katholischen Kirche» nennt? Dieses bischöfliche Gremium wurde erst unlängst aus der Taufe gehoben. Gemäss eigener Webseite zählt «Vox Ethica» gerade einmal zwei Mitglieder(!): Florence Quinche und Florian Lüthi. Ab 1. Oktober 2026 soll noch ein drittes Mitglied hinzukommen (Anik Sienkiewicz). Eigenen Angaben zufolge arbeitet «Vox Ethica» eng mit der Kommission für Bioethik und Justitia et Pax zusammen.

Bei der Lektüre dieser Stellungnahme liegt die Vermutung auf der Hand: Es muss deren Inhalt gewesen sein, die Giuseppe Gracia zu seinem an die Adresse der Kirchenleitung gerichteten Vorwurf der Bevormundung verleitete. Dabei hätte er um seiner eigenen Glaubwürdigkeit willen besser diese Stellungnahme direkt ins Visier genommen, bietet sie doch zuhauf Anlass zu nur allzu berechtigter Kritik. Denn darin wird buchstäblich der Teufel an die Wand gemalt: Nichts weniger als die Weiterexistenz der Schweizer Demokratie stehe auf dem Spiel, sollte die Initiative angenommen werden. Die Gefahr könne nur durch die «hochwertige» Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Sender der SRG gebannt werden. Ansonsten drohe ein Szenario von geradezu apokalyptischem Ausmass: Mit Auswüchsen totalitärer Regime, die Informations- und Meinungsfreiheit zu untergraben, müsste à la longue auch in der Schweiz gerechnet werden.

Dass es auch noch so berechtigte Kritik an der SRG und ihren Sendegefässen gibt, die zu dieser Initiative Anlass gegeben hat, scheint das Fassungsvermögen des Zweier-Duos «Vox Ethica» völlig zu überfordern. Insbesondere der penetrant-moralisierende Linksdrall des Radios und Fernsehens der Deutschschweiz scheint für «Vox Ethica» eine terra incognita zu sein.

Chronischer Linksdrall
Dabei sind die Fakten buchstäblich aktenkundig. Erinnert sei an das berüchtigte Statement von Andreas Blum, von 1979 bis 1990 Direktor des Schweizer Radios DRS. Den Worten des SP-Mannes zufolge sei die Schweizer Medienlandschaft zu stark bürgerlich geprägt, das staatliche Radio müsse da korrigierend eingreifen. Mit linkslastiger Personalpolitik war Andreas Blum bestrebt, diese durch nichts legitimierte Umpolung eines staatlichen, zur Ausgewogenheit und Unparteilichkeit verpflichteten staatlichen Mediums umzusetzen.

Beim Fernsehen fuhr Peter Schellenberg parallel dazu die gleiche ideologische Schiene. Von 1988 bis 2004 amtete SP-Mitglied Schellenberg als Direktor des Schweizer Fernsehens. Sein Credo («Ich bin bekennender Marxist») hinderte ihn nicht an einem feudal-kapitalistischen Lebensstil, unter anderem mit Villa in Marseille. Schon damals kassierte er einen Lohn von Fr. 300 000.– und gönnte sich einen zusätzlichen Jahresbonus von Fr. 200 000.–. Immerhin verfügte «Schälli», wie ihn der «Blick» kumpelhaft nannte, über eine gute Portion Selbstironie. In einer Redaktionssitzung soll er einmal den Satz geäussert haben: «Ich arbeite ein Jahr lang nichts für’s Fernsehen, und keiner merkt’s» (Weltwoche Nr. 9 / 2026).

An dieser chronischen Linkslastigkeit hat sich bis heute nichts geändert. Sarkastisch kommentierte Hansjörg Wahl, der als Kameramann über Jahrzehnte mit praktisch allen Redaktionen zusammenarbeitete: «Vielleicht gab es Redaktoren, die nicht links waren, ich habe sie einfach nie kennengelernt» (Daniel Wahl in seinem Beitrag «Rotfunks Erben», «Weltwoche» Nr. 9 / 2026).

Die SP weiss sehr gut, was sie ihrem mit Zwangsgebühren finanzierten Rotfunk verdankt, lässt sich ihren verlängerten publizistischen Arm einiges kosten. Daniel Wahl nennt am Ende seines Beitrages die Zahl von Fr. 820 000.–, welche die SP in die Kampagne gegen die Halbierungsinitiative gesteckt hat. Diese Zahl war schon wenige Tage nach Erscheinen dieser «Weltwoche»-Ausgabe obsolet. Das SP-Füllhorn schüttete schliesslich 1,6 Millionen aus, um die Halbierungsinitiative zu bodigen.

Statt sich blindlings vor den Karren der SRG spannen zu lassen, hätte die bischöfliche Expertenkommission «Vox Ethica» besser daran getan, die subkutan chronisch anti-katholische Berichterstattung kritisch zu hinterfragen. Hat sie aber nicht.

Churchill hat den berühmten Satz geprägt: «Die Demokratie ist die schlechteste Staatsform der Welt, aber es gibt keine bessere.» Mag sein. Aber Gott bewahre uns vor der Expertokratie – es wäre die allerschlechteste Staatsform.


Niklaus Herzog
swiss-cath.ch

E-Mail

Lic. iur. et theol. Niklaus Herzog studierte Theologie und Jurisprudenz in Freiburg i. Ü., Münster und Rom.


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Bemerkungen :

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    Michael Dahinden 13.03.2026 um 16:48
    Wenn es direkt gegen die Kirche geht, sollte sie politisch tätig sein können. Gewisse Kräfte gehen gezielt gegen Kirchliche Lehren vor, und da sollte sie sich nicht verteidigen dürfen?

    Es gäbe etliche Beispiele. Nur das bekannteste, bei weitem nicht einzige ist LGBTQ+*😢🤬☠️🌩️☢️😨😭😱↘️
  • user
    Meier Pirmin 13.03.2026 um 15:30
    Churchill wird ungenau zitiert: "mit Ausnahme der anderen". Wenn schon: die anderen sind noch schlechter. Die Demokratie ist bestenfalls das geringste Übel. Ausserdem ist die Demokratie im Gegensatz zur Republik keine Staatsform, sondern ein Regierungsprinzip. Das Gemeinwohl, auf das es ankommt, kann auch sie nicht garantieren, Von daher gesehen sollte auch das Wahlrecht nicht überschätzt werden, siehe noch unten.

    Dass eine "Vox ethica" als delegierte Kommission der Bischofskonferenz wohl kaum als römisch-katholische Stellungnahme zu einer Abstimmung ernst genommen werden kann liegt so nahe wie beim einstigen "Club" namens Justitia et pax, damals bei der CVP, wo ich Delegierter war,. noch "Pastitia et Jux" satirisch benannt, wobei ja unterdessen die Stimmen der Mitte ihrerseits keinen christlichen Anspruch mehr erheben. Letzteres bedeutete damals immerhin, dass man bei der CVP noch ein schlechtes Gewissen über die eigene Politik verspüren konnte. Jedenfalls war das "C" noch ein Argument für den Wähler mindestens dann, wenn die Partei wenigstens nicht schlechter war als andere. Aber klar, die analytische Kompetenz von Herrn Garcia sollte im einzelnen nicht überschätzt werden, auch im Zusammenhang mit den Schlussfolgerungen der zwar unbedingt zu respektierenden Menschenwürde zum Beispiel auf das Wahlrecht. Wenn letzteres praktisch keine Bedeutung hat für wirkliche Mitbestimmung des Bürgers, sollte es auch nicht überschätzt werden, vergleiche die berüchtigten 99% in jeweils kommunistischen Systemen. Gemäss katholischer Lehre kam es noch nie auf das Wahlrecht an, auch nicht das Frauenstimmrecht, sondern auf das Gemeinwohl und letztlich die Personalität. Dies bedeutet tatsächlich, dass es in jedem politischen System eine Art Mitbestimmung des Bürgers geben muss, wobei hier aber die Meinungsfreiheit und das Recht auf Kritik um Welten wichtiger sind für die Menschenwürde als das Wahlrecht alle vier Jahre, wobei etwa in Deutschland und in fast allen Ländern das Wahlsystem im Einzelfall verhindern kann, dass meine Stimme überhaupt zählt, etwa bei einer 5%-Limite und übrigens auch Parteiverboten oder Werbeverboten. Auch sollte man das heute Mainstream bedeutende Menschenrechtsdenken nicht mit allfälligen christlichen Wurzeln einzelner Grundsätze verwechseln, siehe Verfassungsrichter, die heute potentiell mehrheitlich die Abtreibung und wohl bald auch die Euthanasie zum Menschenrecht erheben. Eine unglaubliche Verletzung der Menschenwürde stellt übrigens das Zwangsabonnement von Medien dar, etwa Propagandasender oder offizielle Zeitungen. Man stelle sich die Rundfunkgebühr in Hitlerdeutschland vor nicht nur aus der Sicht eines Juden. Und wenn in der Schweiz das Militär nicht mehr obligatorisch ist, dann sollte auch der Zwang zum Abonnement der öffentlichrechtlichen Medien nicht verpflichtend sein, so wie es eine Zumutung wäre, den Tagesanzeiger, den Kirchenboten oder die Weltwoche abonnieren zu müssen.
  • user
    Hansjörg 13.03.2026 um 13:56
    Niemand kann im Namen der "Kirche" zu politischen Themen sprechen, nicht einmal der Papst. Denn es existiert auf dieser Welt und in der Schweiz nicht nur eine "Kirche".
    Jede kirchliche Organisation und alle Mitarbeitenden einer Kirche dürfen sich aber jederzeit zu politischen Themen äussern, es muss aber immer klar sein, wer hinter Aussagen und Publikationen steht. Kirchen müssen dann aber umgekehrt auch staatlichen und anderen Organisationen das gleiche Recht einräumen.
    • user
      Meier Pirmin 13.03.2026 um 16:21
      @Hansjörg. Was Sie hier ausführen, hat mit dem historisch legitimen Gegensatz zwischen Kaiser und Papst zu tun, also Staat und Kirche, auf Ebene Gemeinde schrieb da Federer vor über 100 Jahren den Roman "Papst und Kaiser im Dorf" im Zusammenhang mit einer Spannung zwischen Ammann und Pfarrer. Faktisch gab es aber immer Überschneidungen, weil zum Beispiel Bischofsernennungen auch hochpolitisch waren, solange Bischöfe im Fürstenstand warn, die Kurfürsten wie der Bischof von Mainz und andere sogar Kaiserwähler. Und aus historischen Gründen hat sich auch nach 1870 der Papst in wichtigen Fragen, auch des Zivilrechts, stets in die Angelegenheiten Italiens eingemischt. In der Schweiz wirkte es aber kontraproduktiv, als die Luzerner Katholisch-Konservativen ihre Verfassung von 1841 von Papst Gregor XVI. bestätigen lassen wollten, was dieser aber faktisch verweigert hat, schon weil die Verfassung viel zu demokratisch war. Es bleib bei einer Segnung der Überbringer und ein paar guten Worten, was nach aussen dann in Luzern dennoch als päpstliche Bestätigung interpretiert wurde und erst recht den antipäpstlichen Zorn der Liberalen mit auslöste. Sie @Hansjörg dürfen aber zur Kenntnis nehmen, dass die päpstlichen Sozialenzykliken von hoher politischer Bedeutung waren und dass in der CDU der linke Flügel sich mit besonderem Nachdruck darauf berufen hat. Immerhin ging es bei diesen Enzykliken sogar noch stärker als bei der Frage des Wahlrechts, das Herr Garcia überproportional betont, es wirklich um die Menschenwürde geht. Zumal ein rein formales Wahlrecht, wie leider in den meisten Staaten der Welt, mit Mitbestimmung beim Gemeinwohl wenig bis oft nichts zu tun hat.
  • user
    Sonja 13.03.2026 um 08:20
    Ich wünsche mir wieder Kirche die für die unabänderliche Wahrheit Gottes steht, die sich zu SEINEN Geboten, Verboten und Regeln bekennt. In dieser unserer Zeit die so voll von Täuschungen und Manipulationen durchsäuert ist wünsche ich mir eine Rereformation die echt ist ohne politisches Machtgehabe und Ränkespiel a la "Game of Thrones"
    Und warum soll die Kirche nicht politisch sein? Wenn die Politik in innerkirchliche Prozesse eingreifen will - (siehe https://www.domradio.de/artikel/kultusministerin-verteidigt-neuen-oekumenischen-religionsunterricht )
    Jetzt - brauchen wir eine starke katholische Kirche die den Gläubigen ein Leuchtturm ist!
  • Johanna-Jessica OFS 12.03.2026 um 19:52
    Politik erscheint mir, inzwischen, nicht einmal mehr als "notwendiges Übel". Sie bedrängt und vergiftet derzeit zunehmend alle Bereiche der Gesellschaft, inkl. unserer Hl. Mutter Kirche. Schnell einmal wird eine Parteimeinung zum stillen Solidaritätsgebot, oder Themen werden nicht mehr (kirchlich-)objektiv sondern sozialzugehörig betrachtet. Durch die zunehmend anmutende, entgleisende Polemik sämtlicher Ideologien scheint auch unser gestifteter Leib mehr und mehr anfälliger für dramatisch zugespitzte Spaltungen. Dass manche Politiker den Glauben als offensichtlichen Deckmantel missbrauchen, sei es links (Ameti) oder rechts (Fiechter), macht mich traurig. Im Handeln vieler Politiker erkenne ich sehr wenig Christliches, so sehr sie sich auch mit Schubladisieren schmücken mögen. Mt 24,5 eben... Manchmal wünsche ich mir, dass die Kirche wieder etwas mehr Kirche ist, und etwas weniger Politbühne. Mehr Gott zugewandt, als Menschen. Ich halte weder eine EDU, noch eine SVP noch eine SP für eine "perfekte" Lösung; das sind alles nur Kompromissgruppen. Gott allein vermag ALLES zu retten und zum Guten zu wandeln, jenseits aller menschlichen, verstockten Massstäbe.
    • user
      Stefan Fleischer 13.03.2026 um 14:31
      Ich persönlich sehe das so, dass die Kirche sich nicht in die Tagespolitik einmischen sollte. Ihre Ajufgabe sehe ich vielmehr darin, ihren Gläubigen und allen Menschen die Grundlagen zu vermitteln, auf welchen sie ihre persönliche Meinung bilden und in der öffentlichen Diskussion aus christlicher Sicht vertreten und (sofern sie eine Rolle in den Enscheidungsprozennsen zu spielen haben) sich bemühen, sie umusetzen sollten.