Die Fatima-Prozession führte auch in diesem Jahr über die Dreirosenbrücke und entlang des Rheinufers bis zum Spalentor. Familien, Jugendliche und Gläubige jeden Alters reihten sich in den Zug ein, der von Gebet, Gesang und den Klängen einer Blasmusik begleitet wurde. Besonders eindrücklich war die ruhige, konzentrierte Stimmung, die während des ganzen Weges von dieser Prozession ausging.
«Für mich war es etwas Besonderes, im Gebet mit so vielen anderen unterwegs zu sein und mich bewusst an die Gottesmutter zu wenden. Besonders bewegend war es, zu sehen, welche Wirkung sie auf die Menschen entlang des Weges hat – man konnte spüren, wie einige von der Gnade berührt wurden», so erlebte Matthias (28), der vor kurzem zum katholischen Glauben konvertierte, die Prozession.
Der Prozession voran gingen Ministranten mit dem Kreuz. Im Zentrum wurde die Statue Unserer Lieben Frau von Fatima getragen. Der Rosenkranz und bekannte Marienlieder begleiteten den Weg, während das gesungene «Ave Maria» weit entlang des Rheinufers zu hören war.
Kommentare und Antworten
Bemerkungen :
Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil gibt es Punkte, die einer Klärung oder zumindest einer genaueren Deutung im Licht der überlieferten Lehre bedürfen. Ein oft genanntes Beispiel ist das Dokument "Nostra aetate", wo geschrieben steht, dass auch Muslime „den einen Gott anbeten“. Gleichzeitig aber lehnt der Islam zentrale Glaubenswahrheiten wie die Allerheiligste Dreifaltigkeit und die Gottheit Jesu Christi ab.
Dabei geht es nicht nur um einzelne Texte, sondern auch um deren praktische Auslegung und Umsetzung. In vielen Bereichen entsteht der Eindruck eines zunehmenden religiösen Relativismus oder einer Annäherung an ein religionsübergreifendes Denken, was klar dem ersten Gebot widerspricht.
Vor diesem Hintergrund fragen sich nicht wenige Gläubige, wo der katholische Glaube in seiner ganzen Klarheit und unveränderten Weitergabe bewahrt wird – und wem letztlich in Gewissensfragen der Vorrang gebührt. Diese Dokumente vorbehaltlos gutzuheissen, nur um mit Rom in Einheit zu bleiben, stellt ebenfalls eine ernsthafte Gewissensfrage dar. Denn letztlich gilt doch: Wem soll man mehr gehorchen – Gott oder den Menschen?
Die angesprochenen Bischofsweihen ist nicht als „Parallelkirche“ zu verstehen, sondern als ausserordentliche Massnahme zur Sicherung der sakramentalen Weitergabe – ausdrücklich ohne Anspruch auf eigene Jurisdiktion, sondern in der Form von Weihbischöfen.
In der Kirchengeschichte gibt es zudem Beispiele, in denen Konflikte dieser Art erst später geklärt wurden – man denke etwa an Athanasius oder Jeanne d’Arc. Persönlich halte ich mich (auch im Hinblick auf mein Seelenheil) lieber an jene Position, die im Einklang mit der überlieferten Lehre klar an den Geboten Gottes festhält – aus Liebe zu Christus und zu seiner Kirche – als an einen Kurs, der aus falscher Rücksicht Unklarheiten oder Irrtümer in Kauf zu nehmen scheint und diese Irrtümer nicht bekämpfen will oder bekämpfen kann.
Im Fall der Priesterbruderschaft wird von deren Seite ausdrücklich KEINE neue Kirche beansprucht, sondern das Fortzusetzen, was die Kirche immer und überall getan hat und an der überlieferten Lehre festzuhalten. Was kann die FSSPX denn tun, wenn das sonst so dialogbereite Rom nicht auf ihre wahrhaft berechtigten kritischen Punkte seriös eingeht? Das 2. Vatikanische Konzil wird dogmatisiert, obschon es kein dogmatisches Konzil war.
DH 3060 spricht zwar von einem „schismatischen Akt“, lässt aber offen, ob damit bereits ein formales Schisma im strengen Sinn vorliegt - zumal die Bruderschaft selbst keine eigene Kirche beansprucht, sondern die Autorität Roms grundsätzlich anerkennt, was gerade den entscheidenden Unterschied zu klassischen Abspaltungen ausmacht. Gerade vor diesem Hintergrund könnte man argumentieren, dass es an Rom wäre, hier einen weiteren Schritt der Annäherung zu gehen, um die noch bestehende Spannung zu überwinden.
Wer wirklich der Wahrheit verpflichtet ist, wird sich eingestehen, dass wir alle weit weg sind von dem, was Jesus tatsächlich wollte und es daher immer wieder heilige Menschen braucht, die uns das christliche Ideal in Erinnerung rufen.