Abschluss der Fatima-Prozession am Spalentor. (Bild: © Militia Immaculatae)

Kirche Schweiz

Zeug­nis des Glau­bens: Fatima-​Prozession in Basel

Rund 360 Gläu­bige nah­men am Frei­tag, 8. Mai 2026, in Basel an einer Fatima-​Lichterprozession teil. In der Abend­däm­me­rung zogen sie betend, sin­gend und mit Ker­zen in den Hän­den dem Rhein ent­lang und setz­ten damit ein sicht­ba­res Zei­chen ihres Glau­bens und ihrer Ver­bun­den­heit mit der Gottesmutter.

Die Fatima-Prozession führte auch in diesem Jahr über die Dreirosenbrücke und entlang des Rheinufers bis zum Spalentor. Familien, Jugendliche und Gläubige jeden Alters reihten sich in den Zug ein, der von Gebet, Gesang und den Klängen einer Blasmusik begleitet wurde. Besonders eindrücklich war die ruhige, konzentrierte Stimmung, die während des ganzen Weges von dieser Prozession ausging.

«Für mich war es etwas Besonderes, im Gebet mit so vielen anderen unterwegs zu sein und mich bewusst an die Gottesmutter zu wenden. Besonders bewegend war es, zu sehen, welche Wirkung sie auf die Menschen entlang des Weges hat – man konnte spüren, wie einige von der Gnade berührt wurden», so erlebte Matthias (28), der vor kurzem zum katholischen Glauben konvertierte, die Prozession.

Der Prozession voran gingen Ministranten mit dem Kreuz. Im Zentrum wurde die Statue Unserer Lieben Frau von Fatima getragen. Der Rosenkranz und bekannte Marienlieder begleiteten den Weg, während das gesungene «Ave Maria» weit entlang des Rheinufers zu hören war.
 


«Es ist schön, als Familie gemeinsam unterwegs zu sein, unsere Anliegen der Gottesmutter anzuvertrauen und sie in der Öffentlichkeit zu ehren. Die Kinder spüren, dass der Glaube etwas Lebendiges ist», erklärte Maria, eine dreifache Mutter.

Die Feier wurde von Pater David Köchli geleitet. In seiner Ansprache erinnerte er daran, dass viele Menschen sich um die Dinge dieser Welt bemühen und dabei das Wesentliche aus dem Blick verlieren: die Gnade Gottes, die uns unverdient geschenkt wird. Gerade am Fest «Maria, Mittlerin aller Gnaden» betonte er, dass Gott seine Gaben durch die Gottesmutter zu den Menschen gelangen lässt. Die Prozession wolle dazu beitragen, die Gottesmutter bekannter zu machen und die Menschen durch sie neu zu Gott zu führen. Zugleich ermutigte er die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sich am Vorbild Mariens für ein Leben in Hingabe, Demut und Vertrauen zu entscheiden und ihrem Auftrag zu folgen: «Tut alles, was er euch sagen wird» (vgl. Joh 2,5).
 


Die Fatima-Prozession nimmt Bezug auf die Ereignisse des Jahres 1917 im portugiesischen Fatima, wo die Gottesmutter drei Hirtenkindern erschien. Ihre Einladung zum Rosenkranzgebet und zur Umkehr prägt bis heute die Frömmigkeit von vielen Gläubigen weltweit.

Am Spalentor, wo Maria als Patronin der Stadt Basel verehrt wird, fand die Prozession ihren Abschluss. Dort erneuerten die Teilnehmer gemeinsam die Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens – ein stiller, aber intensiver Moment, den viele als Höhepunkt des Abends erlebten.

«Viele Menschen suchen ihr Glück in den Dingen dieser Welt. Doch hier wird spürbar, dass es etwas viel Wertvolleres gibt: die Liebe Gottes zu uns Menschen. Die Gottesmutter zeigt uns, wie wir darauf antworten können – mit Vertrauen, Hingabe und einem Leben im Glauben», so Thomas aus Grenzach-Wyhlen.

Die öffentliche Fatima-Verehrung hat in Basel eine lange Geschichte: Bereits 1952 versammelten sich Tausende zu einer grossen Prozession. Seit einigen Jahren wird diese Tradition wieder von der Militia Immaculatae Basel aufgenommen und stösst auf wachsende Resonanz.
 

Die Militia Immaculatae (MI) wurde am 16. Oktober 1917 in Rom durch den später heiliggesprochenen Franziskanerpater und Märtyrer Maximilian Kolbe gegründet. Dieser wurde ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert, wo er stellvertretend für einen Mithäftling in den Hungerbunker ging und dort am 14. August 1941 ermordet wurde. Die MI Schweiz wird von der Piusbruderschaft betreut, steht aber allen katholischen Christinnen und Christen offen.


Redaktion


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Bemerkungen :

  • user
    Redaktion 15.05.2026 um 11:38
    Wir danken allen, die sich an dieser Diskussion beteiligt haben. Wir beenden jetzt die Diskussion und danken für Ihr Verständnis.
  • user
    Martin Meier-Schnüriger 12.05.2026 um 15:05
    Eigentlich geht es in diesem Artikel um die Fatima-Prozession in Basel. Eigentlich! Aber immer öfter wird die Kommentarspalte auf swiss-cath.ch von Anhängern der FSSPX dazu benutzt, ihren Standpunkt darzustellen, auch wenn dies gar nicht Gegenstand des betreffenden Artikels ist. Dabei hat sich unlängst WB em. Dr. Marian Eleganti OSB auf dieser Plattform in aller Deutlichkeit und gut verständlich mit der Problematik der bevorstehenden illegitimen Bischofsweihen durch die FSSPX auseinandergesetzt. Die Kernfrage lautet: Wozu braucht die FSSPX eigene Bischöfe? Wenn sie nämlich, wie sie stets behauptet, in Einheit mit Rom steht, werden sich ihr Bischöfe zur Spendung der Firmung und der Priesterweihe zur Verfügung stellen, wie das bei der ebenfalls der Tradition verbundenen FSSP bestens funktioniert. Das Beharren der FSSPX auf eigenen Bischöfen ist demnach nichts anderes als ein indirektes Eingeständnis, eben doch nicht in völliger Einheit mit dem Papst zu sein.
    • user
      Josef 12.05.2026 um 15:40
      Danke für Ihren Kommentar. Im Grunde haben Sie ja recht. Allerdings wurde diese Diskussion nicht von den Gläubigen der FSSPX angestossen, wie ein Blick in die Kommentarhistorie zeigt. Sie können auch Bischof Schneider gerne zu einer Stellungnahme holen, dieser beurteilt das anders als Dr. Marian Eleganti OSB. Die FSSPX strebt durchaus die Einheit mit Rom an; offenbar besteht diese Bereitschaft auf römischer Seite jedoch nicht, da dort ein anderer Kurs verfolgt wird. Würde die FSSPX zu den bestehenden Irrtümern einfach schweigen – so wie es die FSSP tut –, könnte sie diese Stellung vermutlich problemlos einnehmen. Doch wie bereits erwähnt, können und wollen nicht alle Priester und Gläubigen solche Kompromisse eingehen, und zwar aus Liebe zu Jesus Christus und zur wahren katholischen Lehre. Wenn es die FSSPX nicht tut, wer tut es dann?
  • user
    Dr. theol. Emil Hobi, kath. Priester 11.05.2026 um 10:45
    Durch die vielleicht kommenden illegitimen Bischofsweihen - anfangs Juli - der Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) werden nicht die Gläubigen und nicht die Priester dieser Gemeinschaft exkommuniziert, sondern nur jene Bischöfe, die als Tatstrafe weihen und jene, welche sich weihen lassen. Die Exkommunikation über sich wird also - latae sententiae - nur von diesen direkt Beteiligten ausgelöst: Rom kann dann nur noch den objektiv-schismatischen Zustand dieser vier bis fünf Personen gemäss Kirchenrecht feststellen: „Ein Bischof, der jemanden ohne päpstlichen Auftrag zum Bischof weiht, und ebenso, wer von ihm die Weihe empfängt, zieht sich die dem Apostolischen Stuhl vorbehaltene Exkommunikation als Tatsrafe zu“ (vgl. Can. 1382). Romtreue Gläubige des klasssischen römischen Messritus in Latein (Vetus Ordo) mögen sich also in unserer Gegend vorzugsweise an die Priesterbruderschaft St. Petrus FSSP wenden, damit sie und ihre Nachkommen nicht allmählich durch Indoktrination, Falschdarstellungen und Halbwahrheiten in das Schisma hineingezogen werden; so wie es etwa nach dem I. Vaticanum von Seiten der sog. abgespaltenen „Altkatholischen Kirche“ oder „Christkatholischen Kirche“ - wie sie sich nennen - geschah.
    • user
      PE 11.05.2026 um 19:28
      Zeigen Sie bitte ein einziges Beispiel auf, dass sich die FSSPX vom überlieferten Glaubensgut entfernt hat, seit ihrer Gründung 1970. Der Vergleich mit den “Alt-/Christkatholiken” ist unzutreffend
      • user
        Dr. theol. Emil Hobi, kath. Priester 11.05.2026 um 22:00
        Ist behauptet, dass „die FSSPX sich vom überlieferten Glaubensgut [häretisch] entfernt hat“? Bitte zwischen „Häresie“ und „Schisma“ unterscheiden. Insofern liegt jedoch der Vergleich zur „altkatholischen Abspaltung“ durch folgende Lehrentscheidung des I. Vaticanums dann doch nahe: „Wir lehren demnach und erklären, dass die Römische Kirche auf Anordnung des Herrn den Vorrang der ordentlichen Vollmacht über alle anderen innehat, und dass diese Jurisdiktionsvollmacht des Römischen Bischofs, die wahrhaft bischöflich ist, unmittelbar ist: ihr gegenüber sind die Hirten und Gläubigen jeglichen Ritus und Ranges - sowohl einzeln für sich als auch alle zugleich - zu hierarchischer Unterordnung und wahrem Glauben verpflichtet, nicht nur in Angelegenheiten, die den Glauben und die Sitten, sondern auch in solchen, die die Disziplin und Leitung (disciplinam et regimen) der auf dem ganzen Erdkreis verbreiteten Kirche betreffen, so dass durch Wahrung der Einheit sowohl der Gemeinschaft als auch desselben Glaubensbekenntnisses mit dem Römischen Bischof die Kirche Christi e i n e Herde unter e i n e m obersten Hirten sei (vgl Joh 10,16). Dies ist die Lehre der katholischen Wahrheit, von der niemand ohne Schaden für Glauben und Heil abweichen kann“ (vgl. DH 3060). Entweder hält sich die FSSPX daran, akzeptiert „Disziplin und Leitung“, enthält sich also der illegitimen Bischofsweihen, oder sie gleitet erneut ins Schisma ab.
        • user
          PE 12.05.2026 um 08:23
          Sehr schönes Zitat! Zur Ergänzung lade ich Sie ein, die bekannten Dokumente des hl. Pius X. zur modernistischen Häresie zu rekapitulieren. Wer ist davon heute betroffen und in welchem kirchenrechtlichen Status befinden sich die Betroffenen? “Die Vielfalt der Religionen ist….” ein Audruck wovon? Sünde darf gesegnet werden?
    • user
      Josef 11.05.2026 um 23:18
      Erlauben Sie mir eine ergänzende Bemerkung: Es geht nicht NUR um die Frage der Liturgie bzw. des Vetus Ordo, so wichtig dieser auch ist, sondern um die Bewahrung des unverkürzten katholischen Glaubens.
      Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil gibt es Punkte, die einer Klärung oder zumindest einer genaueren Deutung im Licht der überlieferten Lehre bedürfen. Ein oft genanntes Beispiel ist das Dokument "Nostra aetate", wo geschrieben steht, dass auch Muslime „den einen Gott anbeten“. Gleichzeitig aber lehnt der Islam zentrale Glaubenswahrheiten wie die Allerheiligste Dreifaltigkeit und die Gottheit Jesu Christi ab.
      Dabei geht es nicht nur um einzelne Texte, sondern auch um deren praktische Auslegung und Umsetzung. In vielen Bereichen entsteht der Eindruck eines zunehmenden religiösen Relativismus oder einer Annäherung an ein religionsübergreifendes Denken, was klar dem ersten Gebot widerspricht.
      Vor diesem Hintergrund fragen sich nicht wenige Gläubige, wo der katholische Glaube in seiner ganzen Klarheit und unveränderten Weitergabe bewahrt wird – und wem letztlich in Gewissensfragen der Vorrang gebührt. Diese Dokumente vorbehaltlos gutzuheissen, nur um mit Rom in Einheit zu bleiben, stellt ebenfalls eine ernsthafte Gewissensfrage dar. Denn letztlich gilt doch: Wem soll man mehr gehorchen – Gott oder den Menschen?
      • user
        Dr. theol. Emil Hobi, kath. Priester 12.05.2026 um 09:04
        Lieber Josef, das Zitat aus DH 3060 entspricht nun mal einer verbindlichen dogmatischen Lehrentscheidung des I. Vaticanums und nicht des II. Vatikanischen Konzils. Hingegen gibt es bei den Äusserungen des II. Vaticanums, welches primär, aber nicht nur, ein Pastoralkonzil war, verschiedene Verbindlichkeitsgrade zu beachten. Was ist wirklich dogmatisch? Was sind dort im Lichte der Traditio Apostolica und beständigen Lehrkontinuität ganz wertvolle, aber vielleicht auch fragwürdige oder zu klärende Aussagen? Und in den umfangreichen Dokumenten des II. Vaticanums stossen wir ja durchaus auch auf Widersprüche. Gerade dazu könnte die Priesterbruderschaft Pius X. innerhalb der Kirche einen Beitrag leisten; aber nicht, indem sie sich von der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche durch schismatische Bischofsweihen absplittert. Oder sieht sie sich selbst als diese Kirche? Hatten sich nicht schon andere auf das Gewissen berufen, als sie losgelöst von der katholischen Kirche ihre Wege gingen; fast immer mit dem Satz, man müsse Gott mehr gehorchen als den Menschen.
        • user
          Josef 12.05.2026 um 11:12
          Vielen Dank für Ihre differenzierte Antwort. Gerade weil Sie selbst von klärungsbedürftigen Aussagen sprechen, zeigt sich, dass hier ein echtes theologisches Ringen um die Kontinuität der Lehre besteht. Die Bruderschaft sieht sich dabei nicht als ausserhalb der Kirche, sondern als an der überlieferten Lehre festhaltend. Es ist schwer nachvollziehbar, dass der Papst einerseits den freundlichen Dialog mit Vertretern anderer Religionen (Islam, Judentum, die anglikanische Bischöfin) pflegt, während gleichzeitig der Umgang mit der FSSPX, die gerade im Namen der Tradition argumentiert, nicht gefördert wird.
          Die angesprochenen Bischofsweihen ist nicht als „Parallelkirche“ zu verstehen, sondern als ausserordentliche Massnahme zur Sicherung der sakramentalen Weitergabe – ausdrücklich ohne Anspruch auf eigene Jurisdiktion, sondern in der Form von Weihbischöfen.
          In der Kirchengeschichte gibt es zudem Beispiele, in denen Konflikte dieser Art erst später geklärt wurden – man denke etwa an Athanasius oder Jeanne d’Arc. Persönlich halte ich mich (auch im Hinblick auf mein Seelenheil) lieber an jene Position, die im Einklang mit der überlieferten Lehre klar an den Geboten Gottes festhält – aus Liebe zu Christus und zu seiner Kirche – als an einen Kurs, der aus falscher Rücksicht Unklarheiten oder Irrtümer in Kauf zu nehmen scheint und diese Irrtümer nicht bekämpfen will oder bekämpfen kann.
          • user
            Dr. theol. Emil Hobi, kath. Priester 12.05.2026 um 21:04
            Weder der Fall des Hl. Athanasius noch der Hl. Jeanne d' Arc waren „Konflikte solcher Art“. Keine dieser Hl. Personen baute eine Gegenkirche auf, was im Kontext von DH 3060 mit den schismatischen Bischofsweihen am 1. Juli durch die Piusbruderschaft geschieht. Ausserdem hat es noch keine sich von Rom abspaltende Gemeinschaft gegeben, die nicht tatsächliche, vemeintliche oder angedichtete Missstände als Begründung für ihren Eigenweg angab.
            • user
              Josef 12.05.2026 um 22:35
              Vielen Dank für den Beitrag – er spricht einen wichtigen Punkt an. Es ist richtig, dass weder der hl. Athanasius noch die hl. Jeanne d’Arc eine „Gegenkirche“ im eigentlichen Sinn gegründet haben. Allerdings liegt der Vergleich auch nicht darin, dass Strukturen geschaffen wurden, sondern darin, dass es in der Kirchengeschichte mehrfach Situationen gab, in denen einzelne oder Gruppen in einen ernsten Konflikt mit kirchlichen Autoritäten gerieten, ohne dass damit automatisch ein endgültiges Schisma im eigentlichen Sinn gemeint war. Gerade beim hl. Athanasius sehen wir, dass ein grosser Teil der kirchlichen Hierarchie zeitweise irrte oder schwankte, während er – mehrfach verurteilt und exkommuniziert – dennoch an der überlieferten Lehre festhielt. Ähnlich bei Jeanne d’Arc, die von kirchlichen Autoritäten verurteilt wurde und erst später rehabilitiert wurde. Diese Beispiele zeigen: Ungehorsam gegenüber konkreten kirchlichen Entscheidungen ist nicht automatisch identisch mit einem Bruch mit der Kirche selbst.
              Im Fall der Priesterbruderschaft wird von deren Seite ausdrücklich KEINE neue Kirche beansprucht, sondern das Fortzusetzen, was die Kirche immer und überall getan hat und an der überlieferten Lehre festzuhalten. Was kann die FSSPX denn tun, wenn das sonst so dialogbereite Rom nicht auf ihre wahrhaft berechtigten kritischen Punkte seriös eingeht? Das 2. Vatikanische Konzil wird dogmatisiert, obschon es kein dogmatisches Konzil war.
              DH 3060 spricht zwar von einem „schismatischen Akt“, lässt aber offen, ob damit bereits ein formales Schisma im strengen Sinn vorliegt - zumal die Bruderschaft selbst keine eigene Kirche beansprucht, sondern die Autorität Roms grundsätzlich anerkennt, was gerade den entscheidenden Unterschied zu klassischen Abspaltungen ausmacht. Gerade vor diesem Hintergrund könnte man argumentieren, dass es an Rom wäre, hier einen weiteren Schritt der Annäherung zu gehen, um die noch bestehende Spannung zu überwinden.
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    Dani Lienin 10.05.2026 um 18:36
    Es ist bewegend zu sehen, dass sich auch heute noch Hunderte Gläubige öffentlich zur Verehrung der Gottesmutter bekennen. Vieles deutet leider darauf hin, dass nach den angekündigten Bischofsweihen der Priesterbruderschaft St. Pius X. am 1. Juli die geweihten Bischöfe, Priester und Anhänger exkommuniziert werden, somit auch die Teilnehmer der Basler Fatima-Prozession. Dabei wirkt enttäuschend, dass Papst Leo sie offenbar nicht einmal zu einem persönlichen Gespräch einlädt, obwohl sie darum bitten. Der Papst redet ja sonst mit allen.
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      Dr. theol. Emil Hobi, kath. Priester 13.05.2026 um 20:11
      Die Antwort zu den schismatischen Weihen vom 1. Juli kommt nun vom Nachfolger des Hl. Petrus selbst: Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre ein „schismatischer Akt.“
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        Josef 14.05.2026 um 17:35
        Wenn man sich dabei allein auf dieses Argument und DH 3060 beschränkt, ohne die inhaltliche Position der Bruderschaft ernsthaft zu prüfen, wirkt das weniger wie eine echte Auseinandersetzung als wie ein rein formaler Verweis auf Autorität. Bischof Vitus Huonder hat sich intensiv mit der Haltung der Piusbruderschaft befasst – und seine persönliche Entscheidung am Lebensende spricht für sich, er wollte neben Erzbischof Marcel Lefebvre beerdigt werden! Umso mehr wäre es wünschenswert, wenn auch andere bereit wären, sich ebenso unvoreingenommen und ehrlich - der Wahrheit verpflichtet - mit den Argumenten auseinanderzusetzen.
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          Daniel Ric 15.05.2026 um 07:00
          Jede Abspaltung nimmt immer für sich in Anspruch, die wahre Lehre zu vertreten. So war es bei den Katharern, den Reformierten und auch bei den Christkatholiken. Und jede Abspaltung hat auch teilweise recht, wenn sie der institutionalisierten Kirche vorwirft, den wahren Glauben verraten zu haben. Zudem - um Ihr Beispiel aufzugreifen - wird es auch immer Bischöfe geben, die dieser neuen Bewegung anhängen. Die Beschäftigung mit der Kirchengeschichte würde die meisten Piusbrüder schnell zur Überzeugung bringen, dass das, was sie als überlieferte Lehre bezeichnen, in Tat und Wahrheit menschengemacht ist.
          Wer wirklich der Wahrheit verpflichtet ist, wird sich eingestehen, dass wir alle weit weg sind von dem, was Jesus tatsächlich wollte und es daher immer wieder heilige Menschen braucht, die uns das christliche Ideal in Erinnerung rufen.
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    Peter 10.05.2026 um 16:25
    Die hier wiedergebenen kurzen Worte des Paters David Köchli und der Gläubigen sind tiefer, wahrer und schöner als manche ganze Sonntagspredigt…