Und doch ist diesmal vieles anders: Beim ersten Mal bin ich als Vater wohl nervöser gewesen. Ich habe nicht genau gewusst, was auf mich zukommt. Ich habe versucht, jeden Moment festzuhalten, und gleichzeitig hat mich die Wucht des Ganzen fast überrollt. Dieses Jahr bin ich ruhiger. Ich kenne den Ablauf ein wenig. Vielleicht kann ich gerade deshalb diesmal mehr geniessen. Ich schaue bewusster. Ich höre genauer hin. Ich nehme mehr wahr. Die besondere Atmosphäre im Vatikan, die Gesichter der Gardisten, die Spannung vor der Feier und die würdige Kulisse, die einen fast automatisch still werden lässt.
Dann beginnt der Einmarsch. Die Gardisten treten auf. Die Uniformen leuchten. Die Schritte sitzen. Die Bewegungen sind klar, ruhig und präzise. Es ist eindrücklich, wie perfekt die Gardisten in die verschiedenen Stellungen wechseln. Jeder weiss, wo er steht. Jeder weiss, was er zu tun hat. Jeder ist Teil eines grösseren Ganzen. Man spürt: Das ist nicht einfach eine schöne Zeremonie. Das ist ein Dienst, der ernst genommen wird. Eine Tradition, die nicht nur gezeigt, sondern gelebt wird.
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